Frühjahrsputz für das Auto

Verfasst am 29.04.2011


Im Frühling ist es wieder einmal Zeit das Auto ordentlich durchzuputzen. Worauf man achten sollte, erklären die Experten vom ÖAMTC.

Vorsicht bei zu aggressiven Reinigungsmethoden

Sobald die warme Jahreszeit vor der Tür steht, will man seinen fahrbaren Untersatz natürlich im besten Licht präsentieren. Allerdings ist beim Frühjahrsputz durchaus Vorsicht geboten: "Allzu aggressive Mittel wie Lackreiniger oder Schleifpasten können den Lack beschädigen", weiß ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Gefahr droht auch bei der falschen Handhabung von Poliermaschinen. "Beim Polieren werden jedes Mal ein paar tausendstel Millimeter des Lacks abgetragen, was sich bei häufiger Anwendung vor allem an Ecken und Kanten schnell summiert", erklärt Kerbl. Um glänzende Ergebnisse zu erzielen, ist gerade bei Neuwagen kein starkes Poliermittel notwendig. Hier reicht eine Konservierung mit Wachs vollkommen aus. Laut Kerbl sollte man sich im Zweifelsfall generell für das schwächere Produkt entscheiden. Wenn man mit den damit erzielten Ergebnissen nicht zufrieden ist, kann man immer noch stärkere Geschütze auffahren.

ÖAMTC-Expertentipps für die richtige Autopflege

  • Autowäsche: "Vor dem eigentlichen Poliervorgang ist eine gründliche Reinigung des Autos Pflicht – zunächst per Vorwäsche, danach in der Waschstraße", empfiehlt der ÖAMTC-Techniker. Dadurch werden Schmutzpartikel, die wie Schleifpapier auf dem Lack wirken, entfernt.
  • Hartnäckige Verunreinigungen entfernen: Für diese Aufgabe gibt es spezielle Insekten-, Teer- und Flugrostentferner im Handel. Schäden durch Steinschlag können mit einem Lackstift ausgebessert werden.
  • Kunststoffteile schützen: Um zu verhindern, dass unschöne Reste von Polituren an Kunststoffteilen haften, kann ein Pflegemittel aufgetragen werden. Lackpflege: Erst nach den vorbereitenden Maßnahmen sollte das Fahrzeug auf Hochglanz gebracht werden. Wichtig dabei: Es empfiehlt sich, den Wagen im Schatten zu polieren. "Das ist nicht nur für den Besitzer angenehmer, die Oberfläche des Autos kann sich bei entsprechender Hitzeeinwirkung auf bis zu 80 Grad aufheizen. Die optimale Wirkung von Poliermitteln liegt jedoch bei 20 Grad", so Kerbl.
  • Konservierung mit Wachs: Abschließend empfiehlt der ÖAMTC-Techniker die Politur mit Wachs zu versiegeln: "Die Kombination aus Politur und Wachs bildet eine Schicht, die den Lack bis zu einem halben Jahr vor Umwelteinflüssen abschirmt." Diese Schutzschicht bewahrt den empfindlichen Lack vor direktem Kontakt mit Rost, UV-Strahlen, Vogelkot und anderen Störfaktoren.

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