Heizung an – aber richtig!

Verfasst am 11.11.2013


In nächster Zeit ist es bald soweit: der Heizkörper wird für die nächsten Monate angeworfen. Vielleicht haben manche ja sogar schon gestartet, die Radiatoren wieder zu verwenden, und ehe wir uns versehen, werden wir uns alle wieder aus dem bitterkalten Draußen ins wohlig warme Drinnen zurückziehen.

Radiator

Nachteile an der Kälte sind unter Anderem hohe Energiekosten. Gerade jetzt, wo es dunkel und kalt ist, ist es nämlich besonders schwer, wenig Strom und auch Gas zu verwenden.
Keine Sorge, Sie müssen die Beleuchtung Ihrer Wohnung nicht auf Kerzenschein umstellen, und auch frieren wird nicht notwendig sein. Wir haben uns mit einer ganz einfachen Möglichkeit, Energie zu sparen beschäftigt, und die richtige Art zu Heizen einmal näher unter die Lupe genommen. Im Folgenden gibt’s also Tipps und Tricks rund um Ihren Radiator.

Frischluft tut auch der Wohnung gut

Nicht nur uns Menschen, auch unseren Wohnräumen hilft es, wenn sie ab und zu ein bisschen Luft schnappen können. Wichtig in diesem Zusammenhang: Lüften Sie nicht dauerhaft, wenn Sie heizen. Denn mit dauerhaft offenen Fenstern kann ziemlich viel Energie verloren gehen. Auch nicht sinnvoll ist es, einfach gar nicht mehr die zu lüften: So kann nämlich Nässebildung entstehen, die im schlimmsten Fall sogar zu Schimmelbefall führen kann.
Richtig ein Zimmer zu lüften, das parallel beheizt wird, funktioniert wie folgt: Drehen Sie zuallererst den Radiator herunter und schließen Sie die Türen zu anderen Räumen. Danach können Sie die Fenster fünf bis zehn Minuten öffnen. Diesen Vorgang sollten Sie in der Heizperiode mehrmals täglich wiederholen.

Freiraum für den Heizkörper

Sollten Ihre Radiatoren in irgendeiner Form zugestellt sein, so kann auch diese Tatsache zu Energieverlust führen. Steht also die Couch direkt vor einem Heizkörper, sollte diese Position – zumindest während der kühleren Jahreszeit – nochmals überdacht werden. Nur so kann sich die Wärme innerhalb eines Raumes gleichbleibend und effektiv ausbreiten.

Das A und O: Die richtige Bedienung des Radiators

Eigentlich kann die Sache ja nicht so schwer sein. Heizkörper bei Kälte an, sobald es warm ist kann man die Hitze wieder reduzieren, fertig! Doch so einfach ist das alles leider nicht.
Im Großen und Ganzen gibt es nämlich eine Menge Feinheiten, die zur optimalen Temperatur aber auch zum geringstmöglichen Energieverbrauch beitragen können.
Lassen Sie zuallererst in Heizphasen die Räume niemals vollständig auskühlen. Sobald der gewünschte Bereich also erwärmt ist, sollten Sie zwar die Temperatur reduzieren, allerdings nie zu stark. Ist die Wohnung nämlich erst einmal kalt, dann braucht es Zeit und Energie, um diese wieder auf eine gewisse Temperatur zu erwärmen. Sollte es tatsächlich einmal kühl sein und Sie wollen einen wärmeren Raum, dann empfiehlt sich, die Heizung nicht auf die höchste Stufe zu schalten. Es kann nämlich durchaus passieren, dass gleich beim Radiator direkt viel Wärme verloren geht. Am besten ist es daher, die Heizung zwar etwas stärker aufzudrehen, dann jedoch zu warten. Denn auch so wird die Wohnung warm, und der Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten bleiben geringer.
Wenn dann tatsächlich einmal die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, empfiehlt es sich, den Radiator wieder etwas herunter zu drehen. Läuft die Heizung nämlich immer auf Hochtouren, wird auch ständig Energie verbraucht, was wiederum einen merkbaren Kostenanstieg zur Folge haben kann.

Die optimale Temperatur

Wichtig beim Heizen ist außerdem, dass Sie Ihre Wohnung weder zu stark erwärmen noch unterkühlen. Nicht jeder Raum braucht dieselbe Temperatur, diese sollte immer direkt an die Umgebung angepasst sein.
Demnach ist das Schlafzimmer das kühlste Zimmer, 16 °C – 18 °C sind hier die perfekte Temperatur. In der Küche kann es dann etwas wärmer sein, jedoch auch nicht zu heiß, da bei vielen Tätigkeiten (Stichwort: kochen oder backen) zusätzlich noch Wärme abgegeben wird. 18 °C – 20 °C sind in diesem Raum optimal. In den restlichen Wohnräumen ist eine Temperatur zwischen 20 °C – 22 °C wiederum völlig ausreichend. Einzig das Badezimmer kann etwas stärker beheizt werden, jedoch sollte auch hier eine Temperatur von 23 °C nicht überschritten werden.

Abdichtungen kontrollieren

Kontrollieren Sie zusätzlich auch regelmäßig Ihre Außentüren und Fenster. Funktionieren noch alle Abdichtungen einwandfrei? Oder finden Sie sogar die ein oder andere Ritze?
Wenn Sie tatsächlich undichte Stellen entdecken, so können Sie kleinere Öffnungen selbstverständlich eigenständig mit Klebeband, das Sie in jedem Baumarkt erwerben können, reparieren. Sollten jedoch bereits größere Ritzen auftreten, empfiehlt es sich, Spezialisten zu Rate zu ziehen. Auch wenn eine Reparatur manchmal mit finanziellem Aufwand verbunden sind: In der Regel können Sie sich durch dichte Fenster und Türen noch viel mehr an Heizungskosten ersparen.
Wenn Sie also unsere Tipps beachten, werden Sie rasch merken, dass schon allein mit der richtigen Verwendung Ihres Heizköpers einiges an Energie eingespart werden kann. In Folge werden sich auch sicherlich Ihre Strom- bzw. Gaskosten merklich senken lassen. Selbstverständlich können Sie auch noch zusätzlich durch einen Anbieterwechsel Geld sparen. Vergleichen Sie hierzu einfach eine Vielzahl an Tarifen in unseren Energiepreis-Rechnern.

Foto: blyjak – istockphoto.com


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