Mit dem Motorrad ins Ausland: Gute Vorbereitung erspart böse Überraschungen

Verfasst am 25.07.2013


Rauf aufs Bike, raus aus Österreich: Von Südtirol bis Tschechien und von Schweden bis Frankreich warten unzählige spannende Routen darauf, mit dem Motorrad erkundet zu werden.

Northern Ireland

Damit der Trip genauso wie geplant abläuft, haben wir eine kurze Zusammenfassung erstellt, wie Sie sich bestmöglich auf Ihre Reise im Ausland vorbereiten können. Sie sollten nämlich vor jedem Trip einfach und schnell überprüfen, ob alles perfekt vorbereitet ist, oder ob noch etwas für Ihre Motorradreise in die Wege geleitet werden muss.

Wichtige Fragen zum Motorrad klären

Zuallererst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Ihr Fahrzeug perfekt in Schuss ist. Lassen Sie es gegebenenfalls nochmals überprüfen, um sicher zu gehen, dass das KFZ auch einen längeren Trip schadenfrei und sicher übersteht.
Vor Reiseantritt empfiehlt es sich außerdem, zu überlegen und auszuprobieren, wie das Motorrad am besten zu beladen ist. Kontrollieren Sie zusätzlich nach dem Beladen, dass das zugelassene Höchstgewicht nicht überschritten wird. Jedes Gepäckstück kann die Fahreigenschaften verändern und im schlimmsten Fall zu Problemen während der Fahrt selbst führen. Schweres Gepäck sollte im Tankrucksack verwahrt werden, um ein Abheben des Vorderrades zu verhindern. Machen Sie sich am besten auch mit dem neuen Fahrgefühl vertraut und üben Sie ein wenig bevor Sie eine lange Strecke zurücklegen wollen.
Sie sollten sich außerdem überlegen, ob Sie noch eine zusätzliche Sicherung für das Fahrzeug benötigen, denn auch Motorräder können gestohlen werden!
Kontrollieren Sie zudem, ob Ihre Lenkberechtigung auch im Ausland anerkannt wird. Vor allem bei Probeführerscheinbesitzern und im nicht-euopäischen Ausland kann es immer wieder zu Problemen mit der Anerkennung von österreichischen Führerscheinen kommen. Klären Sie solche Informationen ab, damit Sie sich während Ihrer Tour nicht auf rechtlich gefährliches Terrain begeben.

Das „Drumherum“ kontrollieren

Nicht nur das Motorrad selbst sollte perfekt geschützt sein, auch Fahrer und gegebenenfalls Sozius sollten bestmöglich vorbereitet und gesichert sein. Die perfekte Ausrüstung ist genauso wichtig wie genügend Übung, wenn man mit einem Beifahrer den Trip genießen möchte.
Fährt man ins Ausland, so kommen zusätzlich noch spezielle Regeln der einzelnen Länder hinzu. Ob Helm oder Autobahnbenützung, das Mitführen einer Warnweste, Promillegrenzen oder die Verwendung eines Anhängers, machen Sie sich schlau! Als Reisender ist man verpflichtet, sich an die verkehrstechnischen Gegebenheiten des Urlaubslandes anzupassen, daher empfiehlt sich ein kurzer Blick ins Internet, um Höchstgeschwindigkeiten, spezielle Regeln zur Schutzkleidung etc. abzuklären. Kontrollieren Sie, ob Helm-Prüfnormen vorhanden oder ob spezielle reflektierende Aufkleber von Nöten sind. Sie können sich auch bei Automobilclubs erkundigen, oder deren Websites nutzen, um weitere Informationen zu erhalten. Erkundigen Sie sich zusätzlich, ob Mautgebühren fällig werden, eine Liste der europäischen Staaten und jeweiligen Abgaben finden Sie beispielsweise hier.

Optimaler Schutz im Notfall

Recherchieren Sie noch vor Abreise, ob Warnwesten, Verbandskasten etc. in den Ländern, die Sie bereisen, verpflichtend sind. Außerdem sollte vorab die KFZ-Versicherungspolizze kontrolliert werden. Schauen Sie, wo Ihre Versicherung gültig ist und ob es eventuell Einschränkungen im Ausland gibt.
Da Unfälle im Ausland oft undurchsichtig sein können, sollte auch eine Rechtsschutzversicherung für den Notfall in Betracht gezogen werden. Eine weitere Absicherung kann eine Reiseversicherung bieten, die eventuelle Krankenhauskosten und die Rückbringung nach Hause gewährleistet.
Sie können sicherheitshalber auch vorab recherchieren, welche Daten im Rahmen eines Unfalls bedeutsam sind. Benötigt man einen speziellen Unfallbericht? Welche Daten müssen – wenn ein zweites Fahrzeug involviert ist – vom Unfallgegner vorhanden sein? Wichtig, wenn tatsächlich ein Unfall passieren sollte: sichern Sie die Unfallstelle, kümmern Sie sich um Verletzte und rufen Sie die Polizei, diese kann Ihnen auch wenn Sie nicht verpflichtend am Unfallort erscheinen muss, mit Rat und Tat zur Seite stehen!

Alles in Allem empfiehlt es sich, dass Sie bereits zu Hause einige Schutzmaßnahmen einleiten und sich mit den Gegebenheiten in den Ländern Ihrer Reise vertraut machen. Investieren Sie lieber zehn Minuten mehr im zu Hause, um sicher zu gehen, dass Sie perfekt vorbereitet sind. Die durchblicker.at-Redaktion wünscht eine schöne und vor allem sichere Reise!

Foto: Marc Xavier – Fotolia.com

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