Welche Autos Frauen & Männer fahren & wie viel ihre Versicherung kostet

Verfasst am 18.06.2019


Große Geschlechter-Unterschiede gibt es nicht nur bei Automodellen und PS, sondern auch bei Kfz-Versicherungsprämien. Männer zahlen im Durchschnitt jährlich 130 Euro mehr, aber auch das Bundesland spielt bei der Prämie eine Rolle.

Autoversicherung Kosten
Foto: MilanMarkovic78/shutterstock.com

Wie „ticken“ Herr und Frau Österreicher, wenn es um das eigene Auto geht? Wir von durchblicker.at haben rund zwei Millionen Versicherungsvergleiche und -abschlüsse auf durchblicker.at/autoversicherung vom Vorjahr ausgewertet, um interessanten Fragen auf die Spur zu gehen.

Männer fahren BMW, Frauen stehen auf VW

Die Lieblingsmarke von Österreichs Männern 2018 heißt BMW mit einem Marktanteil von 14,9 Prozent. Bei Frauen hat VW mit 16,5 Prozent die Nase vorn. Deutlich beliebter bei Männern sind auch Mercedes-Autos, die es bei Männern auf Platz 4, bei Frauen dagegen nur auf Platz 8 schaffen. Während knapp ein Drittel der Männer ein Auto mit über 180 PS fährt, sind es bei Frauen nur 12 Prozent.

Wiener bezahlen am meisten für Kfz-Versicherung

Eine Überraschung sind die Prämienunterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer zahlen im Schnitt 15 Prozent mehr als Frauen für die Kfz-Versicherung. Die Kfz-Jahresprämien liegen bei Männern im Schnitt bei 1.006 Euro, Frauen zahlen laut unserer Analyse durchschnittlich 877 Euro. Der Grund: Männer fahren im Schnitt stärkere und teurere Autos, das hat einen gewaltigen Einfluss auf die Höhe der Versicherungskosten. Auch die durchschnittlich niedrigeren Bonus-Malus-Stufen der Männer können das nicht ausgleichen.

Die Prämienhöhen schwanken aber auch regional stark: Wer im Burgenland wohnt, hat es zum Beispiel am günstigsten und muss im Durchschnitt 865 Euro an Prämie bezahlen. In Wien liegen die mittleren Versicherungsprämien mit 1.003 Euro um rund 140 Euro höher und demnach österreichweit am höchsten.

Viele Österreicher verzichten auf Kasko-Schutz

Die Höhe der Kosten spielt vermutlich bei der Entscheidung des Versicherungsumfangs eine Rolle. Obwohl sich rund die Hälfte aller Vergleiche auf durchblicker.at/autoversicherung auf Teil- oder Vollkaskoversicherungen beziehen, schließt tatsächlich nur rund jeder dritte Österreicher einen Kaskoschutz ab. Obwohl der plötzliche Verlust des eigenen Fahrzeugs für viele Menschen eine große finanzielle Herausforderung bedeutet, verzichten zahlreiche Autobesitzer auf den wichtigen Schutz bei einem Schaden am eigenen Fahrzeug.

Wer das eigene Fahrzeug auch schützen möchte, braucht eine Kasko-Versicherung, denn die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt nur Schäden Dritter. Es muss aber nicht immer gleich die Vollkasko sein. Die Teilkasko bietet die Möglichkeit, Risiken wie Schäden durch Naturgewalten, Diebstahl, oder auch Parkschäden und Vandalismus abzusichern, ohne Unsummen auszugeben. Ein Beispiel: Für einen VW Golf kostet eine Teilkasko-Versicherung beim günstigsten Anbieter nur rund 250 Euro im Jahr mehr als die Haftpflicht.

Aber egal ob Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko: Ein Vergleich der Angebote lohnt sich und spart bis zu 700 Euro im Jahr. Wer sein Wunschangebot gefunden hat, kann dieses direkt abschließen oder den Anbieter online wechseln und bequem lossparen.

Welches Bundesland ist Spitzenreiter bei Bonus-Stufe 0?

Ein entscheidender Faktor bei der Prämienhöhe ist übrigens die Bonus-Malus-Stufe. Unsere Analyse zeigt, dass aktuell 56 Prozent der männlichen und 50 Prozent der weiblichen Autofahrer in der besten Bonus-Stufe 0 sind. Umgekehrt ist in der Grundstufe 9 der Frauenanteil mit mehr als einem Viertel deutlich höher als der Männeranteil mit etwa einem Fünftel. Unter den sichersten Autofahrern sind das Burgenland und Kärnten Spitzenreiter mit jeweils 61 Prozent der Versicherten in der Bonusstufe 0, gefolgt von Oberösterreich (60 Prozent) und Niederösterreich (59 Prozent). Schlusslichter sind der Westen mit Vorarlberg und Salzburg (jeweils 52 Prozent) sowie Tirol (50 Prozent) und Wien (46 Prozent). Unabhängig von der jeweiligen Stufe, zahlt es sich in jedem Fall aus, einen Blick auf die Vielzahl der Angebote zu werfen, um ein passendes für den eigenen Bedarf zu finden.

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