Netzentgelte 2019: Ist Ihre Strom- und Gasrechnung heuer teurer?

Verfasst am 17.01.2019


Am 1. Jänner 2019 wurden die Netzentgelte für Strom und Gas für dieses Jahr neu festgelegt. Die aktuelle Entwicklung der Stromnetzentgelte variiert stark zwischen den Bundesländern, die Netzentgelte für Gas werden hingegen vielerorts niedriger. Hier erfahren Sie, was die Änderungen für Ihre Strom- und Gasrechnung bedeuten!

Netzentgelte 2019
Foto: Zinchenko Ivan/shutterstock.com

Die neuen Strom- und Gasnetzentgelte wurden wie jedes Jahr von der Regulierungskommission des Energieregulators E-Control angepasst und gelten seit dem 1. Jänner für das Jahr 2019.

Die Netzentgelte für Strom bilden rund ein Drittel der gesamten Stromrechnung. Diese fallen nun für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch im Österreich-Schnitt um 1,3 Prozent bzw. 2,90 Euro jährlich. In den Netzgebieten Linz, Kärnten und Klagenfurt steigen die Netzentgelte, in den meisten anderen Netzbereichen fallen sie hingegen.

Die Gasnetzentgelte machen je nach Bundesland ein Viertel bis ein Drittel der gesamten Gasrechnung aus. Ein Großteil der österreichischen Gaskunden kann sich erneut über niedrigere Gasnetzgebühren freuen. Bei einem Verbrauch von 15.000 Kilowattstunden im Jahr werden diese um durchschnittlich 9,6 Prozent bzw. 31,82 Euro im Jahr weniger. In nahezu allen Bundesländern sinken die Netzgebühren für Gas, lediglich in Vorarlberg gibt es eine Erhöhung.

In welchem Netzgebiet ein Durchschnittshaushalt mehr oder weniger bezahlt

Für Wienerinnen und Wiener bleiben die Stromnetzentgelte unverändert und für Gas zahlt ein Durchschnittshaushalt nun sogar ganze 13 Prozent (47 Euro) weniger. Im Burgenland verringern sich die Netzentgelte für Strom indessen um 3 Prozent (7 Euro jährlich) und für Gas um 9 Prozent (32 Euro).

Die Netzentgelte in Niederösterreich werden für Strom um 5,7 Prozent (13 Euro) und für Gas um 9,3 Prozent (27 Euro) weniger im Jahr. In Oberösterreich beträgt die Ersparnis der Stromnetzentgelte 6,5 Prozent (16 Euro im Jahr), im Netzgebiet Linz gibt es hingegen einen Zuschlag von 15,6 Prozent (25 Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Die Gasnetzentgelte sinken in Oberösterreich um 13,1 Prozent (43 Euro).

Die Netzentgelte für Strom werden in der Steiermark um 2 Prozent (5 Euro) niedriger, im Netzgebiet Graz jedoch um 3,6 Prozent (6 Euro) höher. Die Kürzung der Entgelte für Gas beträgt hingegen 8,5 Prozent (28 Euro). In Salzburg steigen die Netzentgelte für Strom um 1,3 Prozent (2 Euro), dafür fallen sie bei Gas um 8,8 Prozent (25 Euro).

Im Netzgebiet Kärnten gibt es einen Anstieg der Stromnetzentgelte um 7 Prozent (20 Euro), in Klagenfurt um 8,1 Prozent (17 Euro). Immerhin bei Gas sinken sie hier um 5,1 Prozent (18 Euro). Im Netzgebiet Tirol sind die Stromnetzentgelte im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent (4 Euro) geringer, während sie im Netzgebiet Innsbruck um 1,6 Prozent (3 Euro) steigen. Für Gas nehmen die Netzentgelte um 0,1 Prozent (0,5 Euro) ab.

Um 9,4 Prozent (15 Euro) günstiger sind die Entgelte für das Stromnetz in Vorarlberg, im Netzgebiet Kleinwalsertal um 5,4 Prozent (23 Euro). Vorarlberg ist als einziges Bundesland von einer Steigerung der Gasnetzentgelte betroffen, diese liegt bei 6,4 Prozent (12 Euro) und wird mit der geänderten Buchungssystematik im vorgelagerten deutschen Netz begründet.

Prinzipiell seien die regionalen Unterschiede in den Netznutzungsentgelten vor allem durch den Beginn einer neuen Regulierungsperiode, den erneuten Anstieg der erwarteten Kosten zur Vermeidung von Engpässen und der signifikanten Erhöhung der Netzverlustentgelte zu erklären.

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