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Neue Verkehrsregeln 2020: Das ändert sich auf Österreichs Straßen

Verfasst am 07.01.2020


Mehr Einfluss der CO2-Emissionen auf NoVa & motorbezogene Versicherungssteuer, neue Parkgebühren in den Wiener Kurzparkzonen, Begünstigungen für Menschen mit Behinderung - das und vieles mehr ist im neuen Jahr im Straßenverkehr anders. Was Sie über die Verkehrsregeln 2020 auf Österreichs Straßen wissen sollten, erfahren Sie hier!

Neue Verkehrsregeln 2019 Foto: DaLiu/shutterstock.com

Parken in Wien: Achtung Preisanpassung

Mit 1. Jänner 2020 erfolgte die inflationsbedingte Anhebung der Parkgebühren in Wien. Das Parken in den Wiener Kurzparkzonen wurde um 5 Cent pro halbe Stunde erhöht. Das sind die neuen Tarife:

  • 30 Minuten: 1,10 Euro
  • 60 Minuten: 2,20 Euro
  • 90 Minuten: 3,30 Euro
  • 120 Minuten: 4,40 Euro
Haben Sie noch Parkscheine mit einem bis 31. Dezember 2019 gültigen Tarif? Diese können Sie noch innerhalb der nächsten 6 Monate - bis Ende Juni 2020 - verwenden.

Vignette 2020: was ist heuer anders?

Wer die neue Vignette noch benötigt, sollte sich nicht mehr viel Zeit lassen – vor allem was die digitale Variante betrifft. Erfahren Sie was heuer neu ist, wie viel die Vignette kostet und wo sie erhältlich ist: Wichtiges zur Vignette 2020!

Das Geld, das Sie in Ihre neue Vignette investieren, können Sie übrigens auf einem anderen Weg wieder zurückholen! Denn durch den Vergleich Ihrer Versicherung können Sie bequem bis zu hunderten Euros im Jahr sparen. Einfach im Autoversicherungsvergleich oder Motorradversicherungsvergleich Anbieter vergleichen, Versicherung direkt abschließen oder wechseln und Fixkosten sparen!

Motorräder: neues Begutachtungsintervall ab März 2020

Mit 1. März 2020 wird das Begutachtungsintervall für neu zugelassene Motorräder an das bekannte 3-2-1 Modell für Pkws angepasst. Die Pickerl Überprüfung ist somit erstmals nach 3 Jahren, dann nach 2 Jahren und anschließend im jährlichen Intervall fällig.

Neue Ermittlung der CO2-Emissionen

Zukünftig werden die CO2-Emissionen von Pkws nach dem neuen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Bei diesem neuen Verfahren werden mehr Beschleunigungs- und Bremsvorgänge sowie höhere Geschwindigkeiten getestet. Sonderausstattung wird ebenfalls berücksichtigt, um ein realitätsnahes Testergebnis zu erzielen.

Der Normverbrauch nach dem neuen Messverfahren ist ab 2020 verpflichtend in den Verkaufsunterlagen anzugeben. Ab April sollen der Normverbrauch nach WLTP sowie die ermittelten CO2-Emissionen auch im Zulassungsschein vermerkt sein. Beim Zulassungsschein im Scheckkartenformat werden die neuen Werte auf dem Chip gespeichert.

Neue Berechnung der NoVa

Auch die Normverbrauchsabgabe (NoVa) wird ab 1. Jänner 2020 an das neue Messverfahren WLTP angepasst. Ist somit eine höhere Normverbrauchsabgabe zu leisten als früher? Das hängt davon ab, wie sich die CO2-Emissionen und der damit verbundene Normverbrauch nach dem WLTP im Vergleich zum vorhergehenden Testmodus verändert haben. Pkws mit höheren CO2-Emissionen werden von der neuen Berechnung der NoVa stärker betroffen sein. Daher lohnt es sich bei der Anschaffung eines Neuwagens 2020 auf geringe Emissionswerte zu achten.

Ein Wahlrecht bei der Berechnung der NoVa nach alter oder neuer Methode gilt für all jene, die noch vor dem 1. Dezember 2019 einen unwiderruflichen Kaufvertrag für ein Neufahrzeug abgeschlossen haben. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug noch vor 1. Juni 2020 geliefert wird.

Motorbezogene Versicherungssteuer: was ist neu?

Bei der motorbezogenen Versicherungssteuer soll künftig nicht nur die Leistung (kW) des Verbrennungsmotors, sondern auch der CO2-Ausstoß berücksichtigt werden. Das gilt auch für Motorräder, wo zusätzlich zum Hubraum ebenfalls die CO2-Emissionen in die Berechnung miteinbezogen werden. Diese Änderung gilt für die Erstzulassung von Fahrzeugen ab 1. Oktober 2020. Bisher konnte die motorbezogene Versicherungssteuer jährliche oder auch unterjährig gezahlt werden. Je nach Zahlweise hat sich der Steuerzuschlag erhöht:

  • halbjährlich: 6% Zuschlag
  • vierteljährlich: 8% Zuschlag
  • monatlich: 10% Zuschlag
Diese unterjährigen Zuschläge entfallen nun bei Fahrzeugen, die nach September 2020 erstmalig zugelassen werden. Tipp für alle andere Pkw- und Motorrad-Besitzer: um die Aufschläge der motorbezogenen Versicherungssteuer bei unterjähriger Zahlung zu vermeiden, ist eine jährliche Vorauszahlung der Steuer ratsam.

Begünstigungen für Menschen mit Behinderung

Seit Oktober 2019 gilt die NoVa-Befreiung für erstmals in Österreich zugelassene Fahrzeuge, die hauptsächlich der Mobilität von Menschen mit Behinderung dienen. Menschen mit Behinderung können auch eine Befreiung der motorbezogenen Versicherungssteuer sowie eine Gratis-Vignette in Anspruch nehmen.

Die entsprechende Rechtsgrundlage wurde am 1. Dezember 2019 erneuert: bei den Neuanträgen für die Begünstigungen ist am Behindertenpass nun eine der beiden Eintragungen "Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel" oder "Blindheit" erforderlich. Wurden Steuerbefreiung und Gratis-Vignette bereits genutzt, dann erfolgt eine automatische Übernahme ins neue System.
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