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Das ändert sich 2022 für Autofahrer:innen

Verfasst am 11.01.2022


Das neue Jahr bringt für Autofahrer:innen wieder einige Neuerungen mit sich: Höhere Spritpreise, Verschärfungen bei der NoVA und die Einführung des digitalen Führerscheins. Wir geben einen Überblick was sich 2022 auf Österreichs Straßen ändert.


Foto: DaLiu/shutterstock.com

Ökosoziale Steuerreform: Tanken wird ab Juli 2022 teurer

Ab 1. Juli werden fossile Brennstoffe mit 30 Euro pro Tonne CO2 besteuert. Das wird sich auch an den Zapfsäulen bemerkbar machen. Wie stark sich Diesel und Benzin verteuern werden, dazu gibt es unterschiedliche Prognosen. Die Energieagentur rechnet mit 80 Euro Mehrkosten für Benzin-PKWs (8,16 Cent / 1 Liter) und 95 Euro für Diesel-PKWs (9,6 Cent / 1 Liter).

Diese Mehrbelastung soll teilweise durch den regionalen Klimabonus abgefedert werden. Wie hoch dieser ausfällt, hängt vom Hauptwohnsitz ab. In Wien beträgt der Klimabonus 100 Euro, in länd­lichen Regionen mit schlechter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz 200 Euro.

Gut zu wissen: Der CO2-Preis wird von Jahr zu Jahr schrittweise angehoben und soll bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2 klettern.

KFZ-Steuer: Verschärfungen bei NoVA und motorbezogener Versicherungs­steuer

Bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) kommt es auch heuer zu weiteren Anpassungen. Die NoVA steigt für alle neu zugelassenen PKWs die mehr als 107 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Für verbrauchsstärkere Autos wird es zusätzlich teurer: PKWs, die mehr als 185 Gramm CO2 je Kilo­meter ausstoßen, müssen einen Malus bezahlen. Ebenso wird der Höchststeuersatz der NoVA um 10 Prozentpunkte auf 60% erhöht. Für PKWs, für die ein Kaufvertrag vor dem 1. Dezember 2021 abgeschlossen wurde und die vor dem 1. April 2022 geliefert werden, gelten die aktuellen Verschärf­ungen der NoVA nicht.

Wer sein Auto ab dem 1. Jänner 2022 erstmalig zulässt muss zudem mit einer höheren motorbezogenen Versicherungssteuer von rund 35 Euro rechnen. Bei effizienteren bzw. leistungs­schwächeren PKWs kommt es zu einer geringeren oder keiner Steuererhöhung. Gut zu wissen: Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich nichts.

Vignette 2022 um 1,4 Prozent teurer

Marille – das ist die Farbe der Vignette 2022. Aber nicht nur die Farbe ändert sich – auch die Preise erhöhen sich heuer gemäß Verbraucherpreisindex um 1,4 Prozent. Das bedeutet: Die Jahres­vignette für PKWs beläuft sich auf 93,80 Euro, jene für Motorräder auf 37,20 Euro. Hier haben wir eine Übersicht der Vignette 2022 - Varianten und Preise zusammengefasst.

Digitaler Führerschein am Smartphone

Nach einigen Verzögerungen im letzten Jahr soll es im März 2022 nun soweit sein: Der Führer­schein sollte ab dann auch digital am Smartphone mitgeführt werden können. Hierfür ist zunächst eine Verifizierung der Identität notwendig – zum Beispiel mit der Bürgerkarte bzw. Handy­signatur. In weiterer Folge sollen auch Dokumente wie der Zulassungsschein via App am Smartphone vorgezeigt werden können.

Kurzparkzone und Parkpickerl in ganz Wien

In der Bundeshauptstadt wird der Fleckerlteppich bei den Kurzparkzonen beseitigt: Mit 1. März 2022 werden in Wien flächendeckende und einheitliche Kurzparkzonen eingeführt. Ab dann ist Parken nur noch mit Parkschein oder Parkpickerl erlaubt. Ausnahmen gibt es lediglich in einigen wenig besiedelten Gewerbe- oder Industriegebieten.

Das Parkpickerl kostet künftig für jede Wienerin und jeden Wiener 10 Euro pro Monat – hinzu kommt noch eine Bundes- und Verwaltungsabgabe. Die Geltungsdauer kann frei gewählt werden (mindestens 3 Monate, maximal 2 Jahre).

Gut zu wissen: Parkpickerl, die vor dem 1. März 2022 erworben wurden, gelten in den bestehenden Pickerl-Bezirken weiterhin und werden auch für die neuen Geltungszeiten und Zonen anerkannt. Motorräder und Mopeds benötigen übrigens kein Parkpickerl.
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