Unfallort Freilandstraße

Verfasst am 09.12.2010


Jeder zweite Unfall passiert auf Freilandstrassen abseits von Autobahnen. Häufigste Unfallursache: Überhöhte oder nicht angemessene Geschwindigkeit.

Die meisten Verkehrsunfälle passieren auf Freilandstraßen

Wien (OTS) - Die meisten Verkehrsunfälle passieren auf Freilandstrassen und zwar europaweit - das geht aus einer aktuellen Studie des European Transport Safety Council (ETSC) hervor. Mehr als die Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Europas Straßen passiert auf Freilandstraßen abseits von Autobahnen. Im Jahr 2009 verunglückten EU-weit rund 21.500 Menschen auf Landstraßen tödlich. In Österreich verloren im Vorjahr 343 Menschen und damit 54 Prozent aller Getöteten bei Verkehrsunfällen ihr Leben bei Unfällen im Freiland, 14.099 wurden verletzt. "Bei Unfällen auf Freilandstraßen spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle - Unfallursache Nummer 1 ist aber nach wie vor überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Würde jeder Kfz-Lenker EU-weit seine Durchschnittsgeschwindigkeit nur um 1 km/h reduzieren, könnten jährlich mehr als 1.000 Getötete auf Freilandstraßen verhindert werden", sagt Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).

Österreich knapp unter EU-27-Durchschnitt

Zwar konnten in allen europäischen Ländern - außer Rumänien und Bulgarien - seit 2001 Rückgänge bei der Zahl der Unfälle auf Freilandstraßen erreicht werden. Das Ausmaß ist allerdings unterschiedlich: Spitzenreiter innerhalb der EU-27 sind Luxemburg, Portugal und Frankreich: In diesen Ländern wurde bei Unfällen auf Freilandstraßen abseits von Autobahnen in den vergangenen zehn Jahren ein jährlicher Rückgang um durchschnittlich neun Prozent verzeichnet. Österreich liegt mit einem jährlichen Rückgang bei der Zahl der Getöteten auf Freilandstraßen um 4,5 Prozent knapp unter dem EU-27-Durchschnitt von fünf Prozent. "Der EU-Vergleich zeigt, dass auch in Österreich die Verkehrssicherheitsmaßnahmen gegriffen haben: 343 Getötete sind aber ein klares Zeichen für verstärkte Maßnahmen. Besonders die Geschwindigkeitsüberwachung sollte verstärkt werden.

Pkw-Insassen auf der Freilandstraße am meisten gefährdet

Vor allem Pkw-Insassen werden bei Unfällen auf Freilandstraßen getötet: Im Jahr 2009 waren 62 Prozent der in Österreich tödlich Verunglückten auf Freilandstraßen Pkw-Insassen. Weitere 18 Prozent waren Motorradlenker oder -mitfahrer, sieben Prozent Fußgänger und vier Prozent Fahrradfahrer. "Auf Freilandstraßen treffen unterschiedliche Straßenbenutzer bei relativ hohen Geschwindigkeiten aufeinander. Dementsprechend wichtig ist das Einhalten der Tempo-Limits, aber auch die bauliche Gestaltung muss so sein, dass für jeden Verkehrsteilnehmer die sichere Teilnahme am Straßenverkehr möglich ist", betont Thann.

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Kommentare


Guido Tiger am 02.05.2011

ich versteh nicht warum man dort immer noch 100 fahren darf...


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