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Global 2000: Atomausstieg führt nicht zu Erhöhung von Strompreisen

Verfasst am 03.08.2011


Den größten Anteil an den Energiekosten tragen lt. Global 2000 die Netzgebühren und Abgaben, nicht die Energiekosten.

Wien (OTS) - Im Zuge der aktuellen Diskussion rund um die Höhe des Strompreises in Österreich ist immer wieder das Argument zu lesen, dass der Atomausstieg Deutschlands zwangsweise zu höheren Strompreisen führt. Dies stimmt so nicht, erklärt Reinhard Uhrig, Atom- und Energieexperte bei Global 2000: "Eine Studie des renommierten Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung beweist: Der Umbau des deutschen Energiesystems weg von den 17 Atomkraftwerken hin zu erneuerbaren Energien erhöht weder kurz- noch langfristig die Strompreise. Die Erhöhung der Kosten resultiert aus den Preisen für die Netze, Abgaben und Steuern, die zusammen fast siebzig Prozent des Strompreises ausmachen. Da ist es egal, ob Atom- oder Ökostrom in den Leitungen fließt."

Wie schon letzten Herbst der Bund der Energieverbraucher, protestiert nun die Arbeiterkammer gegen die Politik der Energiekonzerne, die Förderung von Erneuerbaren Energieträgern zu Preissteigerungen bei den EndkundInnen zu nutzen, die seit Jahren durch die wirtschaftliche Lage aber fallenden Börsenpreise nicht an die KundInnen weiterzugeben: "Wieder zeigt sich, dass hier taktisch und nicht faktisch argumentiert wird: Zusätzliche Kosten werden 1:1 mit dem Argument "teuere Erneuerbare" oder "Atomausstieg" an die KundInnen weiterverrechnet, die Kostensenkungen beim Stromeinkauf landen aber stillschweigend in der Tasche der Aktionäre", erklärt Uhrig, der sich der Forderung der Arbeiterkammer anschließt, dass Energieversorger gesetzlich zur Weitergabe der sinkenden Strompreise gezwungen werden sollen.


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