Heizen mit Erdgas senkt Feinstaubbelastung

Verfasst am 24.11.2011


Für die Feinstaubbelastung sind nicht nur Autofahrer verantwortlich, sondern auch beim Heizen wird oft jede Menge Feinstaub freigesetzt. Erdgas verbrennt hingegen sowohl beim Fahren mit Autos als auch beim Heizen nahezu rückstandsfrei.

Heizen mit Gas sehr emissionsarm

"Wer mit Erdgas heizt, setzt auf einen günstigen, sauberen und sicheren Brennstoff", sagt Michael Mock, Geschäftsführer Fachverband Gas Wärme. Mehr als eine Million Haushalte in Österreich heizen mit Erdgas, mehr als 6.000 Autofahrer haben Benzin oder Diesel durch Erdgas im Tank ersetzt - Tendenz weiter steigend. Sie alle tragen zu sauberer Luft auch in Ballungsräumen bei. Denn beim Verbrennen von Erdgas entsteht im Gegensatz zu Holz so gut wie kein Feinstaub. Das ist gut so. Denn die so genannten PM-10-Staubteilchen können bis tief in die Lunge gelangen und sind besonders gesundheitsschädlich. Laut einer Studie des Instituts für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik an der Universität Stuttgart emittiert eine Erdgasheizung nur 0,034 mg/kWh an Gesamtstaub. Eine Heizung mit schwefelarmen Öl stößt 0,09 mg/kWh aus. Mit Standardöl steigt der Ausstoß auf 1,40 mg/kWh - mehr als das 40-fache der Erdgasheizung. Beim Pelletkessel sind es 114 mg/kWh.

Professor Günter Baumbach von der Universität Stuttgart: "Das größte Problem sind handbeschickte und schlecht geregelte Stückgutheizungen. Es raucht beim Anzünden, bei gedrosseltem Betrieb und wenn die Feuerung nicht optimal läuft."

Der Ausbau des öffentlichen Erdgas- und Fernwärmenetzes hat in den vergangenen 20 Jahren laut Umweltbundesamt zu einem Rückgang der Feinstaubemissionen im Sektor Kleinverbrauch (umfasst unter anderem die Verbrennung in Haushalten) geführt. Weitere Faktoren: die Modernisierung alter Heizungsanlagen und der Wechsel zu emissionsärmeren Brennstoffen. Mock: "Wenn noch mehr Menschen mit dem sauberen und günstigen Brennstoff Erdgas heizen, können wir diesen positiven Trend fortsetzen. Heizen mit Erdgas sorgt für eine hohe Luft- und Lebensqualität."

Studie der Universtität Stuttgart

Dr. Michael Struschka, akademischer Mitarbeiter am Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK), hat in einer über vier Jahre laufenden Versuchsreihe die Feinstaubemissionen sowie gasförmige Emissionen von Heizkesseln im kleinen Leistungsbereich bis 20 kW mit den Brennstoffen Heizöl EL, Heizöl EL schwefelarm und Bioheizöl sowie Erdgas H und Holzpellets ermittelt. Zentrales Ergebnis der Studie: Sowohl im stationären Dauerbetrieb als auch unter Berücksichtigung der Start- und Stopp-Vorgänge im realitätsnahen Betrieb liegen die Schadstoffemissionen bei modernen Öl- und Gasheizungen auf einem sehr niedrigen Niveau.

Erdgasautos: Autofahren ohne Feinstaub

Auch auf der Straße schont Erdgas sowohl Umwelt als auch Gesundheit. Erdgasfahrzeuge sind eine erprobte Technologie, die in Serienfertigung von großen Konzernen wie Volkswagen, Daimler, Fiat oder General Motors eingesetzt wird. Immer mehr Privatpersonen und Unternehmen setzen auf den umweltfreundlichen Treibstoff, der im Vergleich zu herkömmlichen Antriebsarten um 20 Prozent weniger CO2 und so gut wie keinen Feinstaub emittiert. Die Gesamtreichweite von Erdgasfahrzeugen beträgt bis zu 900 Kilometer. Das Tankstellennetz in Österreich ist flächendeckend ausgebaut. Mock: "Erdgasautos sind die umweltfreundliche Alternative für den Individualverkehr."

Über den Fachverband Gas/Wärme:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein.

Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

Quelle: OTS


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