Strompreise bleiben im Dezember stabil

Verfasst am 16.11.2011


Der Strompreisindex (ÖSPI) der Österreichischen Energieagentur im Dezember mit stabiler Entwicklung. Derzeit keine Preiserhöhungen bekannt.

Strompreisindex der Energieagentur bleibt im Dezember stabil

Die österreichische Energieagentur ist eine öffentliche Einrichtung, die den Energiemarkt analysiert und dazu laufend Informationen für Medien und Konsumenten veröffentlicht. In der neuesten Erhebung des Strompreisindex ÖSPI durch die Energieagentur steigt der Index im Dezember um lediglich 0,3% gegenüber dem Vormonat.

Das bedeutet, dass aktuell aufgrund der Preisentwicklung an den Energiemärkten keine unmittelbaren Preiserhöhungen im Strombereich zu erwarten sind. Der ÖSPI-Index hat jedoch seit dem Dezember des Vorjahres um 12,3% zugelegt, eine Erhöhung, die bereits im Laufe des Jahres mehrfach bei Konsumenten angekommen ist und zu mehrfachen Preiserhöhungen der Anbieter in Österreich geführt hat. Aktuell sind keine geplanten Preiserhöhungen im Strombereich bekannt.

Aussagekraft des ÖSPI

Die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency ist eine veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, da sich darin die jeweils gültigen Beschaffungspreise widerspiegeln, auf deren Basis die Energieunternehmen die Energie zukaufen können.

Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Basis für den Strompreisindex (Basisjahr 2006 = 100). Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab, die einen Anteil von etwa 35% bis 40% am gesamten Strompreis hat. Die restlichen 60% bis 65% entfallen auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben.

Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen - wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger - werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.


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Stefanie Cappellaro am 05.12.2011

Hallo, ich recherchiere für ein Studienprojekt und benötige dafür den Preis für eine kWh des Hauptenergieversorgers für Konventionellen- und Ökostrom. Wie hoch ist der derzeitige Preis? Unterschied zwischen Haushalts- und Gewerbekunden wäre auch sehr hilfreich. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Vielen Dank Stefanie Cappellaro


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