VKI: Verbesserte Verständlichkeit von Stromrechnungen

Verfasst am 13.04.2011


Wien (OTS/VKI) - Mehr Licht im Dunkeln orten die Tester des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) mittlerweile bei der Verständlichkeit von Stromrechnungen. Konnten beim letzten Test - veröffentlicht in Konsument 10/2010 - nur neun von 21 geprüften Anbietern punkten, erreichen nunmehr immerhin bereits 19 der aktuell untersuchten 22 Unternehmen eine gute bzw. sehr gute Bewertung. Dennoch gibt es nach wie vor Verbesserungsbedarf: So werden in nahezu noch jeder Rechnung wichtige Daten ausgespart. Damit fehlt etwa fast durchgehend der Hinweis, wie und innerhalb welcher Frist die Rechnung beeinsprucht werden kann. Darüber hinaus ist die Aufbereitung der Rechnungen meist sehr technisch geprägt und geht nicht auf die Bedürfnisse der Kunden ein. Demnach finden sich auf der Rechnung etwa auch Begriffe aus Gasrechnungen oder nur für Großverbraucher relevante Informationen. "Am besten wäre es, statt der zahlreichen - zum Teil allerdings auch gesetzlich vorgeschriebenen - Tarifkomponenten schlicht und einfach Netzgebühr, Verbrauch sowie Abgaben und Steuern auszuweisen", so VKI-Energieexperte Andi Peter. Unter den sieben besten Bewertungen finden sich Wien Energie, Tiwag, Verbund, Energie AG, Linz Strom, Salzburg AG und Naturkraft. Lediglich durchschnittliche Bewertungen gab es dagegen für Energie Klagenfurt und Weizer Naturenergie. Bewertet wurden die Vollständigkeit, Verständlichkeit und Lesbarkeit der Rechnungen. Wenig kooperativ zeigte sich - wie bereits beim vorhergehenden Test - MyElectric. Das Unternehmen stellte trotz wiederholter Nachfrage keine Musterrechnung zur Verfügung: Fazit: nicht zufriedenstellend.

Österreichische Umweltzeichen: Label für Strom ohne Atom

Die Zusammensetzung des Stromes ist zwar auf jeder Rechnung angeführt. Ob und inwieweit auch Nuklearenergie miteinfließt, geht allerdings nicht immer deutlich hervor. "Wer sichergehen möchte, dass der vom jeweiligen Stromlieferanten bezogene Strom frei von Atomstrom ist, kann sich am Österreichischen Umweltzeichen orientieren. Denn nur dieses informiert objektiv und unabhängig über die Stromzusammensetzung", rät Andi Peter. Aktuell sind die Alpen Adria Energie, Naturkraft sowie die oekostrom AG mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet.

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