Strom- und Gaspreis – Konsumenten zahlen zu viel

Verfasst am 24.01.2012


Preiserhöhung bei Strom- und Gaspreis  belastet Haushalte. Konsumenten können durch einen Wechsel des bisherigen Strom- & Gasanbieters Geld sparen. Ein aktueller Preisvergleich zeigt eine mögliche Preisersparnis von bis zu € 190.

2001 wurden sowohl  Strom- als auch Gasmarkt liberalisiert. Davon spüren Verbrauch jedoch wenig. Im Gegenteil,  das Energie-Preismonitoring der Arbeiterkammer Österreich zeigt, dass viele Konsumenten bei ihrer Energierechnung drauf zahlen.  

Zu wenig Wettbewerb bei Strom & Gas

Sowohl am Gas- als auch am Strommarkt gibt es immer noch zu wenig Wettbewerb. Besonders am Gasmarkt herrscht auch noch eine große Intransparenz bei der Preisgestaltung vor. Dies spiegelt sich auch in den hohen Preisen wieder. Würde der Wettbewerb funktionieren, müssten die Anbieter eine Senkung der Einkaufspreise, wie es derzeit der Fall ist, an die Verbraucher weitergeben. Auch müsste ein stärkerer Preiswettbewerb zwischen den Anbietern herrschen. Reinhold Baudisch von durchblicker.at: „Wir vermuten, dass die geringen Wechselraten privater Haushalte einer der wesentlichen Gründe für den geringen Preiswettbewerb zwischen den Anbietern darstellen.“  

Großhandelspreise sinken – Preise trotzdem auf hohem Niveau

Während im Vorjahr die Verbraucherpreise von den Gasanbietern erhöht wurden, sanken die Großhandelspreise zwischen 2008 und Jänner 2011 um bis zu 10%. Auch bei den Strompreisen verhält es sich ähnlich. So sind die Einkaufspreise für Anbieter im Langzeitvergleich zwischen 2008 und Jänner 2011 um 12% gefallen. Von beiden Entwicklungen merken Konsumenten nicht viel. Ganz im Gegenteil  haben die meisten Stromversorger ihre Preise erhöht. Je nach Anbieter wurden die Preise laut AK zwischen 3% und 8% erhöht. Lediglich die Unternehmen der Energieallianz (Wien Energie, EVN und BEWAG) haben auf die gesunkenen Ökostrom-Verrechnungspreise ab Jänner 2011 reagiert und ihre Energiepreise Anfang des Jahres um 3,4 Prozent gesenkt. Noch deutlicher fielen die Preiserhöhungen bei Gas aus. So wurde die Preise für Gas um bis zu 27% erhöht. AK-Energieexperte Dominik Pezenka kritisiert: „Die Preise sind viel zu teuer. Steigende Großhandelspreise werden sofort oder viel zu hoch weiterverrechnet, sinkende gar nicht oder unzureichend“.  

Preisvergleich auf durchblicker.at zeigt Einsparungspotenzial von bis zu € 190

Dabei könnten Konsumenten durch den Wechsel des Strom- und Gasanbieters viel Geld sparen. Wie durchblicker.at analysiert hat, kann ein durchschnittlicher Haushalt durch den Wechsel zum günstigsten Anbieter bis zu € 190 pro Jahr bei Strom & Gas sparen. Michael Doberer von durchblicker.at: „Die individuelle Ersparnis hängt von Verbrauch, Region und den gerade gängigen Anbieterrabatten ab. Daher ist es wichtig, vor einem Anbieterwechsel einen individuellen Vergleich anzustellen“.

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