Girokonto: Bei der DKB ist es kostenlos

Verfasst am 05.12.2013


20.000 Österreicher haben bereits bei der deutschen Direktbank DKB ein Online-Konto eröffnet. Warum dies so ist, verraten die Details.



Wenn Sie Ihre Kolleginnen oder Kollegen im Betrieb fragen, ob es möglich ist, über das Internet ein deutsches Online-Girokonto zu eröffnen, werden viele sagen, dass das nicht geht. Und zugegeben: Ich habe es vor kurzem auch nicht gewusst. Möglich machen das EU-Vereinbarungen. Aber das erklärt natürlich immer noch nicht, warum sich bereits mehr als 20.000 Personen, die in Österreich gemeldet sind, ein solches Konto über das Internet gesichert haben.
Man muss sich die Details anschauen und ist überrascht, was dieses Konto leistet. Im Vergleich beispielsweise zu einem Gehaltskonto bei der Bank Austria oder Erste Bank, den beiden Platzhirschen in Wien. Hier das von den Experten von Biallo.at erstellte Ergebnis auf einen Blick:

Die Eröffnung von DKB-Cash

Die Eröffnung eines DKB-Cash-Kontos gestaltet sich sehr einfach. Die Anmeldung zum Online-Tagesgeld kann bequem im Internet vorgenommen werden. Sobald der künftige Kunde alle Daten wie seine Adresse in ein Internetformular eingetragen hat, werden die Angaben über eine sichere Internetverbindung zur DKB übermittelt. Anschließend erhält der Neukunde noch eine Bestätigungs-Email. Die ebenfalls der Sicherheit dienende Legitimation wird in Österreich von der Post durchgeführt. Innerhalb von zwei Wochen nach der Online-Anmeldung stellt ein Postmitarbeiter an den zukünftigen Kontoinhaber einen Ident-Brief zu und schickt die Ausweisdaten des Kunden an die DKB.

Einen einzigen kleinen Nachteil hat dieses Konto: Wer bei einer anderen österreichischen Bank ein Tagesgeldkonto eröffnen will, wie etwa bei der Denizbank oder der Livebank, der sollte weiterhin ein österreichisches Girokonto haben. Weil beide Anbieter dieses Referenzkonto für Rücküberweisungen voraussetzen. Immer mehr Kunden nutzen das DKB-Konto daher als gratis Zweitkonto. Andererseits ist der Zinsabstand zwischen den genannten Anbietern und der DKB (1,05 Prozent) nicht sehr groß. Alle drei Anbieter finden Sie in unserem Tagesgeldvergleich.

Ohne Zusatzspesen zum Bargeld

Wer außerhalb der Eurozone reist, kann über die zum DKB-Online-Konto mitgelieferte Visa-Karte völlig kostenfrei von Geldautomaten Bargeld beziehen. Beispiel Schweiz: Wenn Sie mit einer normalen österreichischen Bankkarte in der Eidgenossenschaft Geld abheben, zahlen Sie für das Frankenäquivalent von 400 Euro rund fünf Euro Spesen. Verwenden Sie aus Unkenntnis über die horrenden Zuschläge für Barbehebungen gar Ihre heimische Visa-Karte, sind Sie gleich mal in der Region von 20 Euro Gebühren. Mit der speziellen Visa-Karte der DKB zahlen Sie null Euro. Die Visa-Partnerkarte ist ebenfalls gratis. Auch zwei Maestro-Karten sind dabei.

140 Euro pro Jahr verschenkt

Mit DKB-Cash erhalten Kunden zwei Produkte in einem: Einerseits ein Tagesgeldkonto im Internet ohne Kontoführungsgebühren. Andererseits eine gratis DKB-Visa-Karte. Wer in Österreich bei einer Filialbank Kunde ist, zahlt für sein Gehalts- oder Pensionskonto fast immer mehr als 60 Euro pro Jahr. Für eine Kreditkarte werden zusätzlich jährlich rund 50 Euro fällig, für eine Partnerkarte noch mal rund 30 Euro. Derart summieren sich allein die Jahresgrundgebühren auf 140 Euro. Das bedeutet: Wer zehn Jahre auf einen Wechsel zu einer kostenfreien Online-Bank wie etwa der DKB verzichtet, verliert zumindest 1.400 Euro. Die extrem hohen Spesen bei Reisen ins EU-Ausland wie etwa die Schweiz sind hier noch gar nicht berücksichtigt.

Gastbeitrag von: Franz Steinbauer, biallo.at

Foto: bloomua - Fotolia.de

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