Nach Fukushima – Österreichs Konsumenten kehren Atom-Strom den Rücken, Nachfrage nach sauberem Strom steigt rasant

Verfasst am 18.03.2011


Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima wenden sich immer mehr Konsumenten in Österreich von Atomstrom-Anbietern ab. Beim Internet-Strompreis-Rechner auf durchblicker.at haben sich die Abfragen seit der Katastrophe verdoppelt. Das Fixkosten-Vergleichsportal durchblicker.at hat die Daten von 25.000 Strom-Vergleichen analysiert: Die Bereitschaft der Österreicher, mehr Geld für sauberen Strom auszugeben, ist sprunghaft gestiegen.

Trendumkehr - Ende für Motto „Strom hat kein Mascherl“

Österreichs Bevölkerung war schon immer ein Land der Atomkraft-Gegner. 91 Prozent der Bevölkerung fordern nach jüngsten Umfragen den Ausstieg Europas aus der Kernenergie. Wenn es aber darum ging, wo die heimischen Strom-Anbieter ihren Strom bezogen, galt bisher der Grundsatz: „Strom hat kein Mascherl“. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima zeichnet sich aktuell aber auch im Konsumenten-Verhalten eine Trendumkehr ab. Die Zahl derer, die explizit Stromlieferanten ohne Atom-Strom in ihrem Energie-Mix suchen, hat sich durch Fukushima signifikant erhöht.

43% der Konsumenten wollen sauberen Strom

Das Fixkosten-Vergleichsportal durchblicker.at bietet Marktvergleiche für Strom und Gas. Aufgrund der Katastrophe in Japan und der aktuellen öffentlichen Diskussion rund um die Atomkraft hat das Portal die Daten von 25.000 Strom-Vergleichen ausgewertet. Reinhold Baudisch von durchblicker.at: „Wir wollten herausfinden, wie viele Österreicher jetzt Anbietern von sauberem Strom den Vorzug geben, auch wenn das unter Umständen bedeutet, mehr für Strom zu bezahlen. Die Ergebnisse sind für uns überraschend: Die Zahl derer, die bei der Auswahl des Stromanbieters Wert auf sauberen Strom legen, ist von 28 vor der Katastrophe auf 43 Prozent gestiegen. Es bleibt aber abzuwarten, ob dieser Trend anhält.“

Seit Fukushima +100% Strom-Vergleiche

Aktuell sieht sich das Portal mit einem sprunghaften Anstieg des Verbraucher-Interesses am Wechsel des Stromanbieters konfrontiert. „Seit dem furchtbaren Atomunfall in Fukushima haben sich die täglich durchgeführten Vergleiche fast verdoppelt“, so Reinhold Baudisch. „Neben der erzielbaren Kostensenkung für private Haushalte dürften hier Überlegungen zum Strom-Mix des bisherigen Anbieters eine zentrale Rolle spielen.“ Derzeit beziehen in Österreich ein Drittel der relevanten Energieversorger Atomstrom aus dem Ausland. Atomstrom dient dabei vor allem zur Abdeckung von Spitzenauslastungen. Gleichzeitig wird Atomstrom in der Regel deutlich günstiger gehandelt. Ungeachtet dessen haben mittlerweile zahlreiche heimische Strom-Anbieter Atomstrom aus ihrem Energie-Mix ausgeschlossen oder bieten ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen an. Auf www.durchblicker.at können sich Verbraucher über den aktuellen Energie-Mix ihres Strom-Anbieters informieren oder gezielt nach Anbietern ohne Atom-Strom suchen, deren Preise vergleichen und den Strom-Anschluss ummelden.

Über durchblicker.at

Aktuell sieht sich das Portal mit einem sprunghaften Anstieg des Verbraucher-Interesses am Wechsel des Stromanbieters konfrontiert. „Seit dem furchtbaren Atomunfall in Fukushima haben sich die täglich durchgeführten Vergleiche fast verdoppelt“, so Reinhold Baudisch. „Neben der erzielbaren Kostensenkung für private Haushalte dürften hier Überlegungen zum Strom-Mix des bisherigen Anbieters eine zentrale Rolle spielen.“ Als erstes unabhängiges Internet-Portal für den Vergleich von Fixkosten in Österreich sorgt durchblicker.at für Transparenz bei den Preisen, findet für Konsumenten den günstigsten Anbieter und erledigt die Formalitäten rund um den Anbieterwechsel. Damit schafft durchblicker.at mehr Wettbewerb und bringt mit den neuen Möglichkeiten des Internets den österreichischen Markt in Schwung. Das 2010 gestartete Vergleichsportal umfasst derzeit Marktvergleiche für Strom, Gas und Versicherungen. durchblicker.at ist Partner der Arbeiterkammer Oberösterreich und beschäftigt aktuell 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr Informationen auf www.durchblicker.at.

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