DiePresse – Künftig mehr Auswahl bei Bausparverträgen

Verfasst am 16.02.2012


Ein Experte glaubt, dass sich etwaige Angebote der Bausparkassen in Zukunft stärker unterscheiden werden. Auch die Anbieter von Vorsorgewohnungen werden den Käufern entgegenkommen müssen.

Das geplante Sparpaket bringt zahlreiche Änderungen für Anleger. Bausparer erhalten eine geringere Prämie, Eigentümer von Vorsorgewohnungen müssen sich wegen der Vermögenszuwachssteuer mit einem geringeren Netto-Wertzuwachs begnügen. Kurzfristig drückt das auf die Rendite. Mittelfristig würden aber die Anbieter dieser Produkte den Kunden entgegenkommen müssen, um zu verhindern, dass die Nachfrage einbricht, glauben Experten.

So rechnet Reinhold Baudisch, Geschäftsführer des Vergleichsportals durchblicker.at, damit, dass die Bausparkassen den Entfall der staatlichen Prämie (diese liegt derzeit zwischen drei und acht Prozent der Einzahlungen und soll ab nächstem Jahr auf 1,5 bis vier Prozent halbiert werden) durch eine bessere Verzinsung ausgleichen werden.

Vergleichen wird wichtiger

Auch werde es künftig mehr Unterschiede geben. „Aktuell sind die Unterschiede bei den Bausparverträgen noch relativ gering“, stellt Baudisch in einer Aussendung fest. „Nach der Halbierung der staatlichen Prämie gehen wir davon aus, dass nicht zwingend alle Anbieter gleich reagieren werden. Daher wird für Konsumenten der Vergleich der Angebote noch wichtiger werden.“

Auch die Anbieter von Vorsorgewohnungen würden den Käufern entgegenkommen müssen, wenn sie ihre Produkte weiterhin verkaufen wollen, glaubt die Steuerberaterin Karin Fuhrmann von TPA Horwath. Das könnte dazu führen, dass die Preise für Vorsorgewohnungen etwas sinken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2012)




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