Motorrad-Versicherungen – Prämienvergleich und Kennzeichenhinterlegung können viel Geld sparen

Verfasst am 15.03.2012


Wer nicht vergleicht und Kennzeichen hinterlegt, fährt teuer – Arbeiterkammer und durchblicker.at warnen vor Kostenfalle bei der Motorrad-Haftpflicht – Vergleichsangebote einholen und Kennzeichen hinterlegen kann horrende Kosten sparen.

Ein aktueller Vergleich der Arbeiterkammer Oberösterreich gemeinsam mit dem Verbraucherportal durchblicker hat hohe Unterschiede zwischen den Anbietern ergeben. „Wer erstens Vergleichsangebote einholt und zweitens sein Kennzeichen hinterlegt, wenn er das Motorrad im Winter in der Garage stehen lässt, kann sich auf diese Weise aktuell bis zu 440 Euro pro Jahr sparen“, betont Michael Doberer von durchblicker.at.

Am 21. März ist Frühlingsbeginn und damit beginnt für viele Zweirad-Freunde auch wieder die Motorrad-Saison. „Das sollte man zum Anlass nehmen, seinen Versicherungsvertrag wieder einmal gewissenhaft zu überprüfen“, empfiehlt der Experte. Auf Basis einer SuperSport Rennmaschine und einer Vespa haben die AK OÖ und durchblicker.at die aktuellen Prämien der Haftpflichtversicherungen für Motorräder verglichen:

Prämienvergleich zeigt 60 Prozent Einspar-Potenzial bei Rennmaschine

Wer sein Zweirad das ganze Jahr über nützt, zahlt derzeit für eine Honda cbr 1000rr mit 999 ccm bei der günstigsten Versicherung eine Jahresprämie von 391 Euro, bei der teuersten unter denselben Konditionen fast 340 Euro mehr, nämlich 729 Euro. Wer im Winter sein Motorrad stehen lässt und seine Nummerntafel vier Monate hinterlegt, kann sich dadurch noch einmal 100 Euro sparen und kommt beim günstigsten Anbieter auf Jahreskosten von nur 290 Euro.

Ist einem die Hinterlegung zu umständlich, sollte man bei Versicherungsabschluss trotzdem mitteilen, wenn man im Winter nicht ausfährt. Die Versicherungen bieten dafür eigene Produkte mit einem sogenannten „Hinterlegungsverzicht“ an, die in manchen Fällen ebenfalls über 100 Euro günstiger sind als ein Ganzjahresvertrag.

Höchste Prämie für Vespa sogar drei Mal so teuer

Vergleichen zahlt sich laut der aktuelle Erhebung im Verhältnis sogar noch mehr bei kleineren Maschinen aus. Für eine Vespa gts mit 278 ccm kostet die günstigste Haftpflichtversicherung bei ganzjähriger Nutzung aktuell mit 157 Euro knapp die Hälfte dessen, was die teuerste Versicherung mit 297 Euro pro Jahr verlangt. Die Kennzeichen-Hinterlegung kann hier die Kosten je nach Anbieter nochmals um knapp 50 Euro senken. „Ohne Vergleich und Hinterlegung zahlt eine Vespa-Besitzerin damit im schlimmsten Fall aktuell um bis zu 190 Euro bzw. um fast das Dreifache mehr“, rechnet Doberer vor.

Achten sollte man dabei laut dem Experten auch auf die Zahlungsart. Eine jährliche Zahlung mit Bankeinzug kommt zumeist am günstigsten, da sich der Kunde dabei Zuschläge auf die Prämie erspart.

Alte Versicherung verlängert sich ohne rechtzeitige Kündigung automatisch

Die AK OÖ und durchblicker.at bieten auf ihren Internetseiten unter www.ak-konsumenten.info bzw. unter https://durchblicker.at/motorradversicherung einen kostenlosen Vergleichsrechner für Motorradversicherungen an.

Wer mit seiner Motorrad-Versicherung tatsächlich auf einen günstigeren Anbieter wechseln möchte, muss dabei auf die bestehende Vertragslaufzeit achten. Die Haftpflichtversicherung kann jährlich gekündigt werden. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und spätestens einen Monat vor Ablauf des Versicherungsvertrages bei der Versicherung einlangen. Ansonsten verlängert sich die Versicherung um ein weiteres Jahr. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten gibt es z.B. wenn die Versicherung die Prämie erhöht oder bei Verkauf des Fahrzeuges.


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