Extradienst – Dieter, Sven und Gerd

Verfasst am 07.12.2015




Rund 54 Prozent der heimischen Verbraucher denken jetzt über einen Wechsel des Energielieferanten nach. Kein Wunder, dass viele Anbieter ihre Werbeaktivität steigern.

Nach der Wende ging den Optimisten ziemlich rasch der Saft aus. Allfällige Hoffnungen hinsichtlich elektrisierender Umsätze auf dem liberalisierten Energiemarkt erwiesen sich bestenfalls als frommer Wunsch. Rasch machte jenes Business-Mantra die Runde, dass mit Privathaushalten kein relevantes Geschäft zu machen sei in Österreich. Doch jetzt kommt offenbar Licht ins Dunkel der Kassen. Die Verbraucher machen mobil: Laut einer Umfrage von marketmind im Auftrag des Online-Vergleichsportals durchblicker.at überlegen rund 54 Prozent der Strom-und Gas-Kunden die Unterschrift unter neue Verträge. "Die letzten Jahre haben gezeigt: Wenn es kalt wird, denken die Leute über Energiekosten nach", weiß Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at, wo nach eigener Angabe in 30 Tagen 106.000 Vergleiche registriert wurden. Viel mehr passiert aber auch nicht. Trotz der vollmundig verbal hinterlegten Silberstreifen am Neukunden-Horizont ist erst jeder fünfte Haushalt zur konkreten Tat geschritten. Baudisch:"Rational ist es eigentlich kaum erklärbar, warum 14 Jahre nach der Liberalisierung rund 80 Prozent der Haushalte ihren Anbieter noch nie gewechselt haben."

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Quelle: "Extradienst" Nr. 11-12/2015 vom 04.12.2015 Seite 120,122,124,126 Ressort: Stories

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