Salzburger Nachrichten – Der Postfuchs wird zum Makler für Strom und Gas

Verfasst am 13.09.2016




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Die Zahl der Österreicher, die sich für ein Jahr oder länger einmal von ihrem Stromanbieter verabschieden oder auch den Lieferanten von Gas wechseln, steigt zwar langsam, aber sie ist im internationalen Vergleich ziemlich überschaubar und liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Mehr als 80 Prozent der Haushalte in Österreich haben ihren Energieversorger noch nie gewechselt, obwohl die Liberalisierung des Marktes rund 15 Jahre zurückliegt. Im ersten Halbjahr 2016 gab es 163.000 Wechsel – höhere Werte gab es nur 2014 mit 263.000 Wechseln im ganzen Jahr, als der Verein für Konsumenteninformation erstmals seine Aktion „Energiekostenstopp“ durchführte. Insgesamt gibt es in Österreich mehr als 140 Stromanbieter und mehr als 30 Gasversorger.

Die Regulierungsbehörde E-Control begrüßt den neuen Service der Post. „Der Wettbewerb am Strom- und Gasmarkt wird dadurch weiter zunehmen“, erwartet E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. So „gibt es erstmals in ganz Österreich Verkaufsstellen für Strom- und Gasangebote“, betont die E-Control. Auch der frühere langjährige Chef der Behörde, Walter Boltz, hat angekündigt, mit seinem Unternehmen OHHO als Strommakler ab 10. Oktober zu starten. Reinhold Baudisch, Geschäftsführer des Online-Vergleichsportals Durchblicker.at: „Wir erwarten für den kommenden Herbst deutlich mehr Bewegung als bisher, da das Einsparpotenzial mit bis zu 890 Euro für Strom und Gas auf einem historischen Höchststand ist.“

Quelle: "Salzburger Nachrichten" Nr. 213 vom 13.09.2016 Seite: 13 Ressort: börse

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