derstandard.at – Auf dem Land bekommen schon die Kleinen neun Euro Taschengeld

Verfasst am 25.10.2017




Auf dem Land erhalten die Kleinen mehr, in der Stadt die Großen. Die meisten dürfen selbst entscheiden, was sie damit tun Wien – Der Weltspartag hat seine besten Zeiten wohl schon hinter sich. Geldbörsel, Plüschtiere, Taschenlampen und Malsets können die Jungen nicht mehr locken. Die seit Jahren niedrigen Zinsen tun ihr Übriges. Ein guter Anlass, um über Geld zu reden oder den Umgang damit zu thematisieren, ist der 31. Oktober aber allemal.

Das Tarifvergleichsportal Durchblicker nimmt ihn zum Anlass, um in einer aktuellen Onlineumfrage bei seinen Nutzern zu erfragen, wie sie es mit dem Taschengeld halten. Demnach ist der Geldbetrag für die jungen Familienmitglieder heute für die meisten eine Selbstverständlichkeit. Drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen erhalten im Schnitt 26,70 Euro pro Monat. Bei Volksschülern sind es 70 Prozent, unter den 10- bis 14-Jährigen bekommen bereits 94 Prozent Geld von ihren Eltern.

Altersfrage

Die Höhe des Taschengelds hängt wenig überraschend in erster Linie vom Alter der Kinder ab: Bei den unter Fünfjährigen bekommen immerhin schon 38 Prozent durchschnittlich 6,93 Euro Taschengeld pro Monat. Unter den Fünf- bis Neunjährigen können bereits 70 Prozent im Schnitt über 10,51 Euro pro Monat verfügen. Zwischen zehn und 14 Jahren dürfen sich bereits 94 Prozent über durchschnittlich 25,58 Euro freuen. 92 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren bekommen von ihren Eltern im Schnitt 73,83 Euro anvertraut.

Unterschiede gibt es hier zwischen Stadt und Land: Während die unter Fünfjährigen auf dem Land im Schnitt bereits 8,79 Euro zur Verfügung haben, müssen die Stadtkinder noch mit 5,08 Euro auskommen. Umgekehrt ist das bei den 15- bis 18-Jährigen: Auf Land haben diese Jugendlichen durchschnittlich 69,41 Euro zur Verfügung, während ihre Altersgenossen in der Stadt im Schnitt 80,56 Euro pro Monat bekommen.


grafik: durchblicker
Dafür geben die Jungen Leute ihr Geld aus.

In der Mehrzahl der Fälle darf der Nachwuchs auch selbst entscheiden, wofür er das Geld ausgibt. Während rund 41 Prozent der Eltern angeben, dass ihre Kinder vollkommen eigenständig entscheiden, wie sie ihr Taschengeld verwenden, machen rund 33 Prozent zumindest Vorschläge. Bei einem guten Viertel gibt es einzelne Bereiche, wofür die Kinder das Taschengeld nicht ausgeben dürfen.

Weltspartag hat an Bedeutung verloren

Wie sehr der Weltspartag wahrgenommen wird, hat naturgemäß ebenfalls mit dem Alter der Kinder zu tun. Obwohl die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen einen Teil ihres Geldes spart, sehen nur drei von zehn Eltern den Weltspartag als Pflichtprogramm. Jene mit Kindern unter zehn Jahren sind dabei deutlich affiner (34 Prozent) als jene mit Kindern zwischen zehn und 18 Jahren (21 Prozent). Rund ein Drittel geht mit den Kindern zur Bank, wenn es sich ergibt beziehungsweise genügend Zeit ist, ein gutes Viertel der Eltern hält den Weltspartag für unwichtig.

Sumsi und Sparefroh locken die Menschen am ehesten noch im ländlichen Raum in die Filialen. Dort pilgern 37 Prozent der Eltern zum Weltspartag fix auf die Bank. In den Städten sehen das nur mehr rund 17 Prozent als Pflichtprogramm an.

Die Onlineumfrage wurde unter rund 1.000 Nutzern der Vergleichsplattform durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Nutzerinnen und Nutzer von durchblicker.at, die mit Kindern unter 18 Jahren im gleichen Haushalt leben.

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