Zahl der Fahrraddiebstähle in Österreich wieder gestiegen

Verfasst am 15.04.2013


Quelle: istocksphoto

Fahrrad oder E-Bike – ein schönes Exemplar kostet meist viel Geld. Besonders blöd, wenn das Rad dann auf einmal verschwunden ist.


Laut Innenministerium sind allein im Jahr 2012 fast 25.000 Fahrräder in Österreich gestohlen worden. Das ist ein Anstieg um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erschrecken ist, dass die Dunkelziffer aber deutlich höher sein dürfte. Denn gerade bei älteren Rädern machen sich viele Betroffene gar nicht die Mühe, den Diebstahl anzuzeigen.

Wo werden die meisten Fahrräder gestohlen?

In ganz Österreich steigt die Zahl der Diebstähle, Spitzenreiter ist aber weiterhin Wien. Hier ist das Risiko, Opfer eines Fahrraddiebstahls zu werden deutlich höher als in den übrigen Bundesländern. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Niederösterreich und die Steiermark. Die wenigsten Fahrräder wurden im Burgenland entwendet.

Aufklärungsrate

Erschrecken ist die Aufklärungsquote bei Fahrraddelikten. Die Wahrscheinlichkeit, ein gestohlenes Fahrrad wiederzubekommen, ist leider relativ gering. Im Vorjahr kam laut VCÖ nur jedes 18. Fahrrad an den Besitzer zurück. Im Vergleich dazu erscheint die Aufklärungsquote bei Kfz-Diebstählen hoch. So ist die Chance ein entwendetes Auto wiederzubekommen fast dreimal so hoch wie bei einem Drahtesel.

Sicherung und Versicherung immer wichtiger

Egal weshalb ein Drahtesel gestohlen wird, ärgerlich ist es in jedem Fall. Daher gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Die Investition in ein qualitativ hochwertiges Fahrradschloss zahlt sich aus.

Es gibt auch die Möglichkeit sein Rad zu codieren oder registrieren zu lassen. Bei der Codierung wird in das Fahrrad ein individueller Code gefräst, um es jederzeit wieder identifizieren zu können. Herrenlose, gefundene oder sichergestellte Fahrräder können so dem Eigentümer schnell wieder zugeordnet werden.

Parallel zur Codierung hat sich auch die Registrierung durchgesetzt. Dabei werden Rahmennummer, Marke, Modell, Farbe und noch weitere Details Ihres Fahrrades in einer zentralen Datenbank abgelegt. Durch das Registrieren von Fahrrädern unmittelbar bei deren Kauf wird eine große Flächendeckung des Systems erwartet. Je mehr Fahrräder erfasst werden, desto schwieriger wird es für Fahrraddiebe, gestohlene Fahrräder zu verkaufen.

Zwar sind Fahrräder grundsätzlich in der Haushaltsversicherung mitversichert, allerdings nur sehr eingeschränkt. Wird ein Fahrrad nämlich außerhalb des eigenen Grundstückes entwendet, besteht aus der Haushaltsversicherung kein Versicherungsschutz. Hierbei ist zu bedenken, dass laut Polizei an Bahnhöfen, vor Universitäten und vor Freizeiteinrichtungen mit einem erhöhten Diebstahlrisiko zu rechnen ist.

Aber auch auf dem versicherten Grundstück muss das Rad gesichert sein. Wird das Rad vor der Haustüre gestohlen, sind Probleme mit der Versicherung vorprogrammiert.

Wer sich ein sehr teures Fahrrad zulegt, sollte sich daher mit einer eigenen Fahrradversicherung gegen Diebstahl absichern. Angebote für Fahrradversicherungen bieten sowohl Verkehrsklubs und Organisationen, die eine Versicherung im Rahmen einer Mitgliedschaft anbieten, als auch Versicherungsunternehmen an.




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