Tipps für einen unfallfreien Frühjahrsputz

Verfasst am 02.04.2014


Die Sonne scheint durchs Fenster und mit ihr werden die Spuren der letzten Monate unübersehbar. Die Schlieren auf den Scheiben und der Staub auf dem Bücherregal zeigen deutlich, dass es wieder Zeit wird, die eigenen vier Wände einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Zeit also für den Frühjahrsputz!



Unfallgefahr wird meist unterschätzt

Ein bisschen staubsaugen, die Fenster ein wenig putzen, was soll da schon Schlimmes passieren? Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit sollte man die Gefahr nicht unterschätzen: ob Knochenbrüche oder offene Wunden, schneller als gedacht kann es zu bösen Verletzungen kommen.
Allein im März und April 2014 rechnet man mit rund 2.500 Verletzungen beim Frühjahrsputz, die so schwer sind, dass eine Krankenhausbehandlung notwendig ist. Das bedeutet, dass mehr als 40 Personen pro Tag sich beim Putzen so schwer verletzen, dass sie ärztliche Hilfe benötigen. Eine besondere Risikogruppe stellen hierbei Personen über 60 Jahren da, die rund ein Drittel aller Verletzten ausmachen.

Gut vorbereitet ist man schneller am Ziel

Um einen sicheren und trotzdem erfolgreichen Frühjahrsputz durchführen zu können, sollte bereits vorab ein wenig Zeit für die Planung aufgewendet werden. Bevor man voll Tatendrang loslegt, sollte man zuallererst kontrollieren, ob überhaupt alle notwendigen Putzutensilien vorhanden sind und diese gegebenenfalls nachkaufen.

Falls die Reinigung mehrere Tage in Anspruch nimmt, kann ein vorab erstellter Plan Übersicht verschaffen. Notieren Sie sich zu jedem einzelnen Raum, was zu tun ist. Danach können Sie den einzelnen Tätigkeiten bestimmte Zeiten zuweisen. Vorsicht jedoch: Häufig wird das Putzpensum unterschätzt. Planen Sie daher lieber einen Tag mehr ein, um nicht in Hektik zu verfallen. Sollten außerdem mehrere Personen gemeinsam putzen, kann in einem Putzplan effektiv aufgeteilt werden, wer für welche Aufgabe zuständig ist.

Bevor Sie tatsächlich mit der Reinigung loslegen, sollten Sie vorab bereits einmal aufräumen, ausmisten und falls nötig entrümpeln. So entfernen Sie Stolperfallen gleich im Vorfeld.

Langsam und stetig statt rasch und hastig

Ist die Vorarbeit einmal abgeschlossen, kann dann auch mit dem tatsächlichen Frühjahrsputz losgelegt werden. Gehen Sie langsam ans Werk und überstürzen Sie im anfänglichen Enthusiasmus nichts! Schnelligkeit führt häufig zu Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit, was wiederum zu einem erhöhten Unfallrisiko beitragen kann.
Sollten Sie einen Plan erstellt haben, halten Sie sich an die angedachte Reihenfolge, das spart nämlich auch Zeit.

Falls Sie zum Säubern etwas höherer Stellen eine Leiter verwenden, testen Sie diese bereits vorab auf deren einwandfreie Funktionsfähigkeit. Klettern Sie keinesfalls auf Stühle oder wackelige Hocker. Nur wenn Sie sich sicher fühlen und entspannt sind, können Sie auch unfallfrei putzen. Sollten Sie Wasser verschütten, reinigen Sie sofort den Boden, ansonsten können Sie rasch ausrutschen. Beim Staubsaugen sollten Sie außerdem auf das Kabel achten, dieses kann nämlich zur bösen Stolperfalle werden.

Legen Sie zudem regelmäßige Pausen ein und gönnen Sie sich Entspannung! Denn auch ein Frühjahrsputz in kleinen Etappen führt zu einer sauberen Wohnung.

Eine Unfallversicherung hilft im Fall der Fälle

Sollten Sie sich für den Notfall effektiv absichern wollen, kann die passende Unfallversicherung Abhilfe schaffen. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt nämlich nur Arbeitsunfälle.

Vergleichen Sie vor Abschluss einer Versicherung im Unfallversicherungsrechner die unterschiedlichen Angebote, um sicher zu gehen, welche Leistungen bei einem Freizeitunfall versichert sind. Diese gelten dann nämlich auch für Verletzungen, die im Rahmen eines Frühjahrsputzes entstehen können. 


Foto: pxel66 - istockphoto.com


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