Winterreifenpflicht ab 1. November: Mit den richtigen Reifen in die kalte Jahreszeit!

Verfasst am 16.10.2015


Der Winter naht und damit auch der Beginn der Winterreifenpflicht am 1. November! Damit Sie darauf vorbereitet sind und sich die richtigen Reifen zulegen, sollten Sie diese 5 Tipps beachten!


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1. Winterreifenpflicht wegen Unfallgefahr und Versicherung ernst nehmen

Ab 1. November bis Mitte April gilt in Österreich bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen die Winterreifenpflicht! Das bedeutet, dass die Straßen insbesondere bei Schnee, Schneematsch oder Eis nur mit Winterreifen befahren werden dürfen. Doch warum eigentlich? Aufgrund des winterlichen Wetters kommt es zu längeren Bremswegen, welchen die Winterreifen vorbeugen! Das belegen sogar Studien, denn seit der Einführung der Winterreifenplicht kam es zu einem Rückgang der Unfallzahlen.

Wer meint, er möchte trotzdem auf die Winterreifen verzichten, der sollte diese Entscheidung nochmals überdenken. Sollte ein Fahrzeug mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt sein, kann dies negative Auswirkungen auf die Versicherungsdeckung haben. Im Rahmen der Kaskoversicherung kann der Fahrer leer ausgehen, denn der Schaden kann aufgrund der falschen Bereifung als grob fahrlässig gewertet werden. Bei der Haftpflichtversicherung kann hingegen dem Lenker eine Mitschuld am Unfall gegeben werden, was zum Verlust einer Bonusstufe und damit zum Anstieg der Versicherungsprämie führen kann.

2. Wichtige Merkmale bei Wahl der Reifen beachten

Um Unfällen vorzubeugen, ist die Wahl einer guten Bereifung besonders im Winter sehr wesentlich. Aufgrund der Vielzahl der angebotenen Reifenmodelle ist es ratsam, sich vor dem Kauf über die wesentlichen Qualitätsaspekte des zu informieren. Dafür sind Produkttests und das Reifenlabel der EU wichtige Tipps.

Besonders die Performance bei unterschiedlichen Fahrbahnbedingungen sollte dabei beachtet werden, vor allem bei Nässe, Schnee und Eis. Ein weiteres ausschlaggebendes Kriterium ist der Einfluss der Reifen auf den Kraftstoffverbrauch. Diese Aspekte sowie die Lärmemissionen bzw. das Rollgeräusch befinden sich auf dem Reifenlabel der EU. Nässeperformance und Energieverbrauch werden dabei in 6 Klassen (A-G) angegeben, die Rollwirkung in 3 Klassen.

3. Bremsweg und Kraftstoffverbrauch durch höhere Reifenklasse verringern

Die Nasshaftung hängt natürlich stark vom Fahrzeug und den Fahrbedingungen ab, aber auch die Reifen tragen dazu bei. Im Falle einer Vollbremsung kann sich der Bremsweg mit Reifen der Klasse A im Vergleich zur Klasse F um bis zu 30 % verkürzen. Bei einem durchschnittlichen PKW mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h kann sich der Bremsweg daher um bis zu 18 Meter verringern! Der Kraftstoffverbrauch lässt sich hingegen mit sehr energieeffizienten Reifen im Vergleich zu wenig effizienten Produkten um 7-8 % reduzieren.

Eine aktuelle Übersicht von Reifen der besten verfügbaren Klassen für Kleinwagen, Mittelklassewagen, Limousinen und SUVs/Geländewagen sind auf Topprodukte.at zu finden. Die Produktdaten zeigen, dass topenergieeffiziente Reifen oft ein wenig schlechter hinsichtlich Nasshaftung sind und umgekehrt. Aktuelle Tests zu Winterreifen gibt es unter anderem von ARBÖ und ÖAMTC , welche zeigen, dass eine Kombination aus guter Nasshaftung und Energieeffizienz vor allem bei 15- und 16-Zoll-Produkten (205/55) angeboten wird.

4. Mindestprofiltiefe bei alten Reifen kontrollieren

Falls Sie sich keine neuen Reifen zulegen, sollten Sie unbedingt auf die Mindestprofiltiefe Ihrer Winterreifen achten! Diese sollte immer mindestens vier Millimeter betragen, bei Reifen mit Radialbauweise sogar fünf Millimeter.

Die Reifen sollten allerdings nicht bis zur exakten Mindestprofiltiefe abgefahren werden, sondern bereits früher ausgetauscht werden, um die Fahrsicherheit und Fahrleistung nicht zu gefährden. Spätestens sollten Reifen aber nach 10 Jahren ausgetauscht werden, auch wenn die Mindestprofiltiefe noch nicht erreicht ist.

5. Richtige Autoversicherung finden und sparen

Um im Ernstfall eines Unfalls besser geschützt zu sein, empfiehlt sich der Abschluss einer KFZ-Kaskoversicherung. Dies gilt insbesondere für Autos in einem sehr guten bis relativ guten Zustand, denn die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung deckt in der Regel nur Fahrzeugschäden anderer Verkehrsteilnehmer und bietet damit nur eingeschränkten Schutz.

Wenn Sie bereits versichert sind, sollten Sie mindestens alle zwei bis drei Jahre überprüfen, ob Ihre Versicherungsprämie im Vergleich zu anderen Angeboten nicht zu hoch ist. Das können Sie im Vergleichsrechner für Autoversicherungen ganz einfach herausfinden und anschließend direkt Ihre Wunschversicherung abschließen! Durch die Wahl des richtigen Angebots können Sie so bis zu 700 Euro im Jahr sparen!


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