Fixkosten in der Pension: Viele unterschätzen zukünftige Lebenshaltungskosten

Verfasst am 24.07.2018


Viele heute noch Berufstätige sind der festen Überzeugung, dass ihre Lebenshaltungskosten im Ruhestand gerade mal etwa ein Drittel ihrer Pension ausmachen. Eine internationale Studie entlarvt dies jetzt als Irrglaube. Wir verraten Ihnen, welche Kostenfaktoren in der Pension am meisten unterschätzt werden und wie Sie schon jetzt sparen!

Fixkosten Pension
Foto: Rawpixel.com/shutterstock.com

Wie viel denken Sie, werden Sie später einmal von Ihrem Pensionseinkommen ausgeben? Und wie hoch ist der Anteil der Kosten für Lebenshaltung, Reisen, Gesundheit, Hobbys und mehr? Wenn es um die zukünftigen Finanzen in der eigenen Pensionszeit geht, unterscheidet sich die tatsächliche Situation teilweise stark von den eigenen Erwartungen. Das zeigt eine internationale Studie im Auftrag der Investmentfirma Schroders mit 22.000 befragten Anlegerinnen und Anlegern aus 30 Ländern.

Lebenshaltung macht 50 Prozent der Pension aus

Die noch berufstätigen Befragten gehen davon aus, dass sie durchschnittlich 34 Prozent ihres Pensionseinkommens für Lebenshaltungskosten wie Essen und Getränke, Kleidung, Miete oder Hypothekendarlehen ausgeben müssen. Dass das ein Irrglaube ist, zeigt die Studie ebenso, denn tatsächlich müssen Pensionistinnen und Pensionisten weltweit knapp die Hälfte ihrer Bezüge für die Lebenshaltung aufwenden. 15 Prozent der internationalen Anlegerinnen und Anleger verfügen zudem nicht über ein ausreichendes Pensionseinkommen, um einen komfortablen Ruhestand genießen zu können.

Die Kluft zwischen Glaube und Realität herrscht auch im deutschsprachigen Raum. Berufstätige in Deutschland rechnen beispielsweise damit, 38 Prozent ihrer Pension für Lebenshaltung aufwenden werden zu müssen – tatsächlich sind es aber 47 Prozent. Auch Gesundheitskosten und Hobbys werden als weniger geldintensiv erwartet, als sie dann tatsächlich ausfallen. Der finanzielle Bedarf für Reisen wird hingegen mit 15 Prozent sehr genau eingeschätzt.

Fixkosten Pension

Österreichische Anlegerinnen und Anleger wurden im Zuge der Untersuchung nicht befragt. Analyst Karsten Siegmund von Research Plus, der die Studie im Auftrag von Schroders mitdurchgeführt hat, sieht im Gespräch mit durchblicker.at jedoch keinen Grund zur Annahme, dass sich die Situation in Österreich stark von jener in Deutschland unterscheidet.

Österreichs Pensionisten bezahlen fast 27 Prozent fürs Wohnen

Dass Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten 51,7 Prozent ihrer Bezüge zur Deckung der Fixkosten benötigten (EU-Schnitt: 60 Prozent), besagt eine Allianz-Studie aus dem Jahr 2015. Den größten Anteil an den Fixkosten machen dabei mit 26,7 Prozent die Wohnkosten aus. Bedenkt man die steigenden Spannungen am Wohnungsmarkt, würde dieser Anteil tendenziell steigen. Auf Platz zwei stehen hier die Ausgaben für Lebensmittel (13 Prozent), gefolgt von den Kosten für Verkehr (12 Prozent) wie für ein eigenes Auto, eine Taxifahrt oder ein Bahnticket.

Zu hohe Erwartungen an Pensionsbezüge

Auch was die Höhe der benötigten Pension betrifft, gehen Wunsch und Realität auseinander. International sind Anlegerinnen und Anleger der Meinung, 74 Prozent ihres aktuellen Gehalts für eine angenehme Pension zu benötigen, in Deutschland sind es 67 Prozent. Weltweit werden durchschnittlich aber nur 61 Prozent der Letztbezüge für die Pension bezahlt, in Deutschland sind es 65 Prozent. Dieser Wert liegt in Österreich derzeit noch bei etwa 80 Prozent, würde aufgrund der längeren Durchrechnungszeiträume für zukünftige Pensionistinnen und Pensionisten aber sinken.

Nicht umsonst wird in der Studie davor gewarnt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 55 Jahren, die sich zu viel von ihren Pensionsbezügen erwarten, eine böse Überraschung erleben könnten. Die Österreicherinnen und Österreicher sorgen auch unterdurchschnittlich für ihre Pension vor, wie eine Untersuchung von Schroders zur Ruhestandsvorsorge ergeben hat. Demnach legen sie hierzulande etwa 10,4 Prozent ihres Einkommens für den Ruhestand auf die Seite, das europäische Mittel liegt bei 12 Prozent. 44 Prozent der österreichischen Befragten hatten es laut eigener Angabe bereut, nicht mehr für die Pension angespart zu haben.

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