Ab 21.12.: Versicherungen für Frauen bis zu 80 % teurer

Verfasst am 09.12.2012


durchblicker.at: Erste Neu-Tarife bestätigen erwartete Preiserhöhungen durch neue Unisex-Bestimmungen - Frauen zahlen für neue Ablebensversicherungen künftig bis zu 4.300 Euro mehr – Männer-Prämien sinken nur moderat - Zeitfenster für Abschluss zu alten Prämien schließt sich, durchblicker.at warnt vor überhastetem Vertragsabschluss ohne Vergleich der Angebote.

Wien, 9. Dezember 2012 – In zwölf Tagen treten in Österreich neue Versicherungstarife in Kraft. Grund dafür ist eine Unisex-Richtlinie der EU. Neue Polizzen müssen für Frauen und Männer künftig gleich viel kosten. Die ersten Versicherungen haben in den vergangenen Tagen ihre neuen Tarife vorgelegt. Vor allem Ablebensversicherungen für Frauen werden demnach mit 21.12. teilweise erheblich teurer werden – um bis zu 78 Prozent, ergab eine am Sonntag veröffentlichte Analyse des Verbraucherportals durchblicker.at. durchblicker.at rät, sich über die neuen Angebote in der nächsten Zeit besonders gut zu informieren. Ein individueller Vergleich der bereits verfügbaren neuen Prämien ist für Konsumenten im Vergleichsrechner Lebensversicherung kostenlos abrufbar.

„Wir haben vor einigen Wochen bei Ablebensversicherungen für Frauen Preissteigerungen von bis zu 80 Prozent erwartet. Tatsächlich haben sich unsere Erwartungen mit den ersten nun vorliegenden Neutarifen erfüllt. Allerdings sind die Anpassungen nicht bei allen Versicherungen so drastisch ausgefallen“, erklärt Reinhold Baudisch von durchblicker.at. Bis dato haben vier Versicherungen ihre künftigen Tarife veröffentlicht, die anderen halten sich noch bedeckt und folgen voraussichtlich Ende der Woche.

Unisex bringt gleiche Prämien bei Neuabschlüssen für Männer und Frauen

Betroffen sind von den neuen Unisex-Bestimmungen neben den Ablebensversicherungen auch die Neuabschlüsse bei Rentenversicherungen, Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherungen sowie Berufsunfähigkeitsversicherungen. Bei bestehenden Verträgen sowie wie bei Sachversicherungen wie Kfz- und Haushaltsversicherungen ändert sich nichts.

Durch die gesetzliche Umstellung der Tarife kommen je nach Versicherungsprodukt für neu abgeschlossene Verträge auf die jeweils für die derzeit günstigeren Geschlechter Prämiensteigerungen zu. Bei der Ablebensversicherung waren die Prämienunterschiede zwischen Frauen und Männern in der Vergangenheit besonders groß. Vor allem für ältere Frauen wird es hier künftig deutlich teurer: Während Frauen mit 35 Jahren bei den neuen Tarifen Steigerungen zwischen 27 und 60 Prozent hinnehmen müssen, betragen die Tarifsteigerungen bei 55-jährigen Frauen je nach Anbieter zwischen 38 und 78 Prozent. Das bedeutet im Extremfall auf die Vertragslaufzeit Zusatzkosten von bis zu 4.300 Euro.

Versicherungen nützen Umstellung zur generellen Anhebung des Prämienniveaus

Etwas mehr zahlen Frauen in Zukunft auch für Unfallversicherungen. Männer müssen bei Rentenversicherungen, Kranken-, Pflege und Berufsunfähigkeitsversicherungen mit Tarifsteigerungen rechnen. Tarifsenkungen für das jeweils andere Geschlecht, das bisher in der jeweiligen Versicherung mehr gezahlt hat, dürften dagegen eher moderat ausfallen.

In der Ablebensversicherung etwa werden Männer nach den bisher vorliegenden Daten maximal 23 Prozent weniger, bei einem Anbieter sogar 11 Prozent mehr zahlen. „In Summe gehen wir deshalb nach dem derzeitigen Stand davon aus, dass einige Versicherungen die Umstellung zu einer generellen Anhebung des Prämienniveaus nützen werden“, so Reinhold Baudisch. Ein Wechsel aus einem laufenden Vertrag in einen billigeren Unisex-Tarif wird sich deshalb nur in wenigen Fällen auszahlen.

Baudisch: Nicht überhastet Vertrag abschließen, Vergleich lohnt sich

Trotz der teils enormen Preissteigerungen warnt das Verbraucherportal vor einem überhasteten Neuabschluss in den nächsten Tagen. Vor allem bei langfristigen Vorsorgeprodukten wie der Ablebensversicherung sollte man sich Zeit nehmen, um die Angebote am Markt zu vergleichen. Baudisch: „Schon bei den bisherigen Tarifen, die noch bis 21.12. gelten, gab es enorme Preisunterschiede. Auch ein Last-Minute-Angebot zu den alten Konditionen muss deshalb nicht attraktiv sein.

Da sich die Tarife stark abhängig von Laufzeit, Lebensalter und anderen Faktoren wie Raucher/Nichtraucher oder gefährlichen Sportarten unterscheiden, sollte jeder individuell die Angebote am Markt vergleichen und dann eine persönliche Entscheidung treffen. Einen kostenlosen Online-Vergleichsrechner für die Ablebensversicherung bietet durchblicker.at Konsumentinnen und Konsumenten im Lebensversicherung-Rechner an.

Über durchblicker.at

durchblicker.at erstellt seit 2010 aktuelle Tarif-Vergleiche für KonsumentInnen in Österreich. Als erstes unabhängiges Internet-Portal für den Vergleich von Fixkosten beobachtet durchblicker.at laufend die Entwicklungen an den Energie-, Finanz- und Versicherungsmärkten und sorgt mit regelmäßigen Studien für Transparenz bei den Preisen. Partner des Unternehmens sind die Arbeiterkammer Oberösterreich, der ARBÖ und Global 2000.

Über die Website können KonsumentInnen anonym und tagesaktuell die für ihre individuellen Anforderungen günstigen Anbieter ermitteln. durchblicker.at bietet außerdem kostenlose Beratung und unterstützt beim Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Dadurch können Verbraucher Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Jahr erzielen. durchblicker.at schafft dadurch mehr Wettbewerb und bringt mit den Möglichkeiten des Internets den österreichischen Markt in Schwung. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Wien 15 MitarbeiterInnen.

Weitere Informationen unter https://durchblicker.at.

Rückfragehinweis:
Mag. Reinhold Baudisch, MBA
Geschäftsführer durchblicker.at
Tel. 01-23060-3580 | Mobil: 0699-17180604 | Email: r.baudisch@durchblicker.at


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