Die Presse – Sparen: Attraktiv ist gar nichts mehr

Verfasst am 03.11.2015




Sparzinsen. Für täglich fälliges Geld bekommt man effektiv weniger als ein Prozent.

Wien. Konnte man am Weltspartag vor einem Jahr für täglich fällige Guthaben im besten Fall noch 1,4 Prozent Zinsen lukrieren, so waren es heuer nur noch 1,1 Prozent (von zeitlich befristeten Neukundenangeboten abgesehen). Das hat das Vergleichsportal Durchblicker.at erhoben. Zieht man die KESt ab, erhält man damit selbst im besten Fall nur noch 0,83 Prozent. Bei einer Einlage von 1000 Euro entspricht das 8,28 Euro im Jahr.

Dabei sind es vor allem Online-Banken, die noch Zinsen auf diesem Niveau bieten. Bei Großbanken bekommt man nur noch zwischen 0,0625 und 0,125 Prozent Zinsen, wobei dann erst die KESt abgezogen wird.

Erst ab einer Bindefrist von zwei Jahren kommt man im besten Fall auf 1,45 Prozent vor Steuern und damit effektiv auf 1,08 Prozent. "Die gute Nachricht ist, dass Sparer bei einer mittleren Bindefrist von zwei Jahren derzeit noch den Wert ihrer Anlage sichern können", meint Durchblicker-Geschäftsführer Reinhold Baudisch. "Die schlechte Nachricht ist, dass dazu die Inflation weiterhin auf dem niedrigen Stand von derzeit rund einem Prozent bleiben muss."

Wer sein Geld partout in klassischen Sparformen anlegen will, dem rät der Experte zu einer mittelfristigen Veranlagung oder zu einem Bausparvertrag.

Quelle: "Die Presse" vom 02.11.2015 Seite: 12 Ressort: Finanzen

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