Richtig Energiesparen an heißen Tagen

Verfasst am 17.07.2013


Im Büro hat es 29 Grad, das Denken fällt immer schwerer und man kann den Feierabend kaum erwarten. Doch statt Erholung im Kühlen hat auch die eigene Wohnung bereits eine unerträgliche Hitze, die die eigene Leistungsfähigkeit rapide sinken lässt.

Steckdosenleiste

So sehr wir den Sommer mögen, zu viel der Hitze muss es dann doch nicht sein. Besonders in Städten, die dicht bebaut sind, leiden die Bewohner darunter, dass es nicht einmal in der Nacht abkühlt. In Folge dessen gibt es auch sehr hohe Innentemperaturen tagsüber.
Wir haben einige Tipps, wie Sie in Ihrer Wohnung bestmöglich und kostengünstig über die heißen Tage kommen:

Äußerer Sonnenschutz

Um Hitze in der Wohnung zu vermeiden, muss der Sonnenschutz bereits zu Beginn der Sonneneinstrahlung aktiviert werden und nicht erst, wenn es heiß wird. Um optimalen Wärmeschutz zu garantieren, müssen Schutzmaßnahmen an der Außenseite des Glases angebracht sein. Außen angebrachter Sonnenschutz kann die Sonneneinstrahlung um bis zu 75 Prozent reduzieren, während innen angebracht die Einstrahlung nur um etwa 25 Prozent verringert wird. Mieter müssen jedoch beachten, dass sie vor einem Eingriff in die Bausubstanz oder in das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes durch das Anbringen von Jalousien, Fensterläden oder Markisen, auf jeden Fall die Erlaubnis des Vermieters benötigen.

Temperatur aktiv senken

Vermeiden Sie das Lüften während des Tages, da dadurch zu viel Wärme in den Raum gelangt und die Raumtemperatur später schwer wieder zu senken ist. Am besten sollten Sie bereits in den Morgenstunden oder in der Nacht lüften.
Die Hitze gelangt nicht nur von außen in die Wohnräume, sondern wird auch durch diverse Geräte, die sich in der Wohnung befinden, erzeugt. Auch der Stromzähler darf einmal Ferien machen: schalten Sie vor Reiseantritt alle Elektrogeräte, wie beispielsweise Kühlschrank, Fernseher, Kaffeemaschine, Radiowecker etc., aus. Auch auf Stand-by sollte unbedingt verzichtet werden.
Einen kühlenden Luftzug schafft man, indem man für Luftbewegung sorgt. Hierfür eignen sich Decken-, Raum- und Tischventilatoren, die relativ kostengünstig und energiesparend sind. Sie ändern zwar nichts an der vorhandenen Raumtemperatur, sorgen aber sehr wohl dafür, dass die Temperatur um einige Grad kühler empfunden wird.

Energie sparen

Besonders den Kühlschrank sollte man an heißen Tagen bewusst nutzen, denn bei jeder Öffnung geht Energie verloren. Durch Ordnung und regelmäßiges Abtauen kann man bares Geld sparen. Im Sommer ist eine Temperatur von 7°C im Kühlschrank und -18°C im Gefriergerät völlig ausreichend. Stärkeres Kühlen führt nur zu unnötig hohen Energiekosten. Je kälter der Raum ist, in dem eine Gefriertruhe steht, desto weniger Strom wird verbraucht. Jedes Grad mehr Außentemperatur führt zu einem Stromkostenanstieg von rund 6 Prozent. Einen Kühlschrank sollte man außerdem nicht neben einem Herd oder einem Geschirrspüler platzieren, da er dadurch sehr viel Energie zum Kühlen benötigt. Damit Sie noch mehr an Energiekosten sparen können, besuchen Sie unseren Strompreisrechner, bei dem Sie die günstigsten und für Sie passenden Tarife kostenlos und anonym vergleichen können.
Klimaanlagen sind teuer in der Anschaffung und bekannte Stromfresser. Daher sollten Sie sich bei der Konzeption eines Raumes über mögliche Alternativen Gedanken zu machen, um hohem Stromkonsum durch solche Geräte bereits vorab aus dem Weg zu gehen. Durch das Anbringen von Deckenventilatoren beispielsweise kann man die Klimaanlage um ca. 40 Prozent entlasten. Der Ventilator verteilt die durch die Klimaanlage gekühlte Luft effektiv im Raum. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Klimaanlage seltener aktiviert werden muss. Die regelmäßige Wartung einer Klimaanlage kann Ihnen zusätzlich helfen, 20 Prozent Strom einzusparen.

Der Wäschetrockner ist im Winter sehr hilfreich. Im Sommer kann man darauf jedoch getrost verzichten. Ohne zusätzlichen Energieeinsatz trocknet an heißen Tagen die Wäsche problemlos an der frischen Luft. So tut man etwas Gutes für die Umwelt und natürlich auch die eigene Geldbörse.
Kalt duschen im Sommer trägt nicht nur dazu bei, die Energie für die Wassererwärmung zu sparen, sondern tut auch dem Kreislauf und Bindegewebe gut. Um zusätzlich zu sparen, können Sie Sparduschköpfe verwenden. Hierbei wird das Wasser mit Luft gemischt und der Wasserverbrauch einfach halbiert.

Energie sparen als Hobby-Gärtner

Beim Kauf eines Rasenmähers sollten Sie auf jeden Fall auf die Energieeffizienz bzw. den Benzinverbrauch des Gerätes achten. Beim Rasenmähen selbst ist es hilfreich, dies zügig zu tun, um so sparsamer zu mähen. Entfernen Sie vor dem Mähen herumliegende Gegenstände und vermeiden Sie es, nassen Rasen zu mähen, da dies zu Verzögerungen führt und einen höheren Energieaufwand zur Folge hat.
Elektro-Heckenscheren sind bekannt dafür, viel Energie zu benötigen. Daher gilt es, das Gerät regelmäßig zu warten und zu pflegen, damit es auch hier zu keinen unnötigen Verzögerungen kommt. Auch der Füllstand des Ölbehälters sollte regelmäßig kontrolliert werden, da das Verwenden einer Kettensäge ohne Öl zu einem höheren Energieverbrauch führt. Ist die Hecke längere Zeit nicht geschnitten worden und gilt es auch dickere Äste zu bezwingen, sollten diese zuvor mit einer Handsäge weggeschnitten werden.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Stromverbrauch im Sommer zu senken. Durch die richtige Art und Weise zu lüften und den richtig angebrachten Sonnenschutz lässt sich die Raumtemperatur mäßigen. Um bestmöglich Energie und Kosten zu sparen, sollte der Einsatz von Klimaanlagen und Wäschetrocknern vermieden werden. Auch die Hobby-Gärtner unter Ihnen können etwas zum Energiesparen beitragen, indem Rasenmäher und Heckenschere mit Bedacht benutzt werden. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen können Sie die Kosten durch einen Energieanbieterwechsel auf durchblicker.at erheblich senken.

Foto: wetwater - Fotolia.com

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