Schneeglatt und eiskalt: Richtiges Verhalten bei winterlichen Fahrverhältnissen

Verfasst am 31.01.2014


Jetzt hat er lange auf sich warten lassen, doch dafür erwischt uns der Winter nun mit voller Wucht. Gerade jetzt, wo die Semesterferien so kurz vor der Tür stehen.



Damit auch Sie in dieser – für viele ungewohnten – Situation sicher durch den Straßenverkehr kommen, haben wir von durchblicker.at worauf es zu achten gilt für Sie zusammengefasst.

Das Auto in Schuss halten

Bei den derzeitigen Wetterbedingungen gilt es jedes Mal, bevor Sie mit Ihrem Kfz losfahren, das Auto zu kontrollieren und gegebenenfalls von Schnee zu befreien. Ausführliche Informationen wie das am besten klappt finden Sie hier. Immerhin müssen Sie freie Sicht haben, um sich im Straßenverkehr optimal verhalten zu können. Außerdem dürfen Sie Hinterherfahrende nicht durch herabfallendes Eis oder Schnee mutwillig gefährden.
Zusätzlich sollten Sie regelmäßig einen umfangreicheren Wintercheck durchführen, wie das geht erfahren Sie hier.

Richtiges Fahrverhalten

Grundsätzlich sollten Sie sich langsam und stressfrei an geänderte Fahrverhältnisse gewöhnen. Dafür eignen sich vorsichtige Bremsproben, allerdings nur dann, wenn keine Gefahr für andere besteht! Sollten Sie sich unsicher fühlen, sollten Sie extra üben, beispielsweise auf großen Parkplätzen.
Planen Sie außerdem immer einem größeren Zeitaufwand mit ein. Gestresst ist es unmöglich, aufmerksam am Verkehr teilzunehmen, vor allem wenn die Gegebenheiten vollkommen ungewohnt sind, und Sie können schnell einmal Gefahren übersehen. Achten Sie besonders auf andere – vor allem schwächere – Verkehrsteilnehmer, auch diese haben mit schlechter Sicht und winterlichen Fahrbahnverhältnissen zu kämpfen.

Im Verkehr selbst ist es besonders wichtig, auf den Umgang mit dem eigenen Fahrzeug zu achten, um nicht eine Gefahr für andere zu werden. Sie sollten sanft bremsen und vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen, um zu verhindern, dass Ihr Kfz nicht vollkommen unerwartet ausbricht oder zu rutschen beginnt. Sollte Ihr Auto ein ESP besitzen, so muss dieses angeschaltet sein um zu verhindern, dass Sie ins Schleudern geraten.
Passen Sie sowohl Geschwindigkeit als auch Abstand an die im Moment herrschenden Witterungsverhältnisse an. Bei der Schnelligkeit Ihres Fahrzeugs denken Sie daran, dass der Bremsweg länger wird! Von der erlaubten Höchstgeschwindigkeit müssen Sie daher folgende Abstriche machen: Sie sollten bei nasser Fahrbahn bereits 30 Prozent langsamer fahren, bei einer Schneefahrbahn sollte die Geschwindigkeit halbiert werden und bei Eis sollten Sie das Tempo des Autos um 70 Prozent reduzieren.
Fahren Sie besonders achtsam und vergrößern Sie den Abstand, denn auch andere Verkehrsteilnehmer könnten ins Straucheln geraten.
Nehmen Sie sich Zeit und werfen Sie einen Blick auf die geplante Route: Können Sie teilweise auf Hauptstraßen ausweichen? Diese sind in der Regel nämlich schneller geräumt. Lesen Sie die Zeitung, recherchieren Sie im Internet oder hören Sie Verkehrsfunk um bezüglich der Gegebenheiten immer am aktuellen Stand zu sein.

Spezielle Verkehrsregeln

Eine Tatsache, die häufig von Verkehrsteilnehmern außer Acht gelassen wird, ist der rechtliche Rahmen, der sich auch im Verkehr wetterbedingt ändern kann.
So gelten Bodenmarkierungen nicht, wenn sie aufgrund starken Schneefalls nicht mehr sichtbar sind. Dasselbe gilt für Verkehrszeichen, die vollkommen mit Schnee bedeckt sind. Ausnahme sind hier jedoch das „Stopp“- und das „Vorrang geben“-Schild, da diese Zeichen eine andere Form aufweisen und so auch eingeschneit noch erkannt werden können. Kurzparkzonen sind weiterhin aktiv, außer sie werden bei besonders starkem Schneefall aufgehoben. Sollte das tatsächlich der Fall sein, werden Sie in den Medien dezidiert darauf hingewiesen.

Als kurzes Fazit lässt sich also festhalten, dass vor allem Aufmerksamkeit von besonderer Wichtigkeit ist, wenn sich die Fahrverhältnisse verändern. Sie sollten sowohl ihrem Fahrzeug als auch der Umgebung und nicht zuletzt allen anderen Verkehrsteilnehmern bei schlechter Witterung noch mehr Ihrer Aufmerksamkeit schenken. Denn nur so kommen Sie beispielsweise sicher in den Winterurlaub!

Foto: Igor Link - Fotolia.com


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