Tierische Versicherungsfälle

Verfasst am 20.05.2015


Wenn es tierisch zugeht, kann schon das eine oder andere Missgeschick passieren. Kuriose Versicherungsfälle sind die Folge: Vom Hund, der sich Leckerbissen aus dem Karpfenteich im Wert von 19.000 Euro schnappt bis zum Seehund, der einen in den Allerwertesten beißt. Bei diesen und weiteren Stories werden Sie verblüfft sein, staunen und gespannt sein, wer am Ende für die Schäden aufkommen musste.

Tierische Versicherungsfälle Foto: shutterstock.com

Vorsicht, bissig und schlagfertig

Abgesehen vom Seehund, der einem Spaziergänger in den Allerwertesten gebissen hat, gibt es auch noch viele andere Tiere, die gerne mal zubeißen. Einem Baby-Hai ist das Anknabbern eines Zehs ja eher zuzutrauen. Aber eine Maus, die ihren Retter beißt, der sie vor einer Katze schützen wollte, kann wohl als undankbar bezeichnet werden. Von Frontalzusammenstößen mit einem Elsterschnabel im Sturzflug wollen wir gar nicht näher berichten.

Doch es wird nicht nur zugebissen, sondern auch gestoßen! So wurde beispielsweise ein Bauer durch einen Kopfstoß eines Schweins verletzt. Aber auch bei anderen Tieren besteht Verletzungsgefahr! In Versicherungsfällen waren unter anderem bereits Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und Fische involviert. Glücklicherweise werden bei solchen Kleintieren Schäden an Dritten im Rahmen der Haushaltsversicherung übernommen, da die kleinen tierischen Freunde damit automatisch haftpflichtversichert sind.

Der beste Freund des Menschen

Für Hunde sind allerdings spezielle Hundehaftpflichtversicherungen nötig, um abgesichert zu sein. In einigen Bundesländern sind diese sogar gesetzlich vorgeschrieben, was nicht verwunderlich ist. Hunde sind nämlich die Spitzenreiter, wenn es darum geht, welche Haustiere am öftesten in Unfälle verwickelt sind. Und Stolpern über den Dackel kann genauso schmerzhaft sein wie der ungewollte Zusammenstoß mit einer Dogge.

Wenn wir schon beim Thema Hunde sind sollten Sie sich diese Story dazu nicht entgehen lassen! Laut einem Tierarzt in Deutschland soll ein Schäferhund unerlaubt drei Koi-Karpfen aus seinem Gartenteich ergattert haben. Die japanischen Edelfische hätten einen Gesamtwert von etwa 19.000 Euro und wären damit ein teurer aber exklusiver (und sicherlich schmackhafter!) Hundehappen für zwischendurch gewesen. Für den Fall, dass der eigene Hund mal auf eine Luxusangeltour geht ist also ziemlich jeder Hundebesitzer froh über eine Hundehaftpflichtversicherung.

Auf Safari in Europa

Aber nicht nur Hunde, Katzen und andere übliche Haustiere werden häufig zum Versicherungsfall, denn unterwegs kann es auch zum Kontakt mit exotischen Tieren kommen - auch in Europa! Während einer Tour in einem europäischen Safari-Park traf eine Familie auf eine Giraffe und kam ihr dabei näher als gewollt. Durch die offenen Seitenfenster wollte die Giraffe sich nämlich etwas aus dem Auto schnappen und blieb dabei am Türrahmen hängen. Dabei entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro am Auto, der schließlich von der Versicherung übernommen wurde.

Auch bei anderen Autofahrern kam ein gewisses Safari-Feeling auf – wenn auch unfreiwillig und auf negative Weise. Während in Australien mit Kängurus auf Straßen gerechnet werden darf, ist der durchschnittliche oberösterreichische Autofahrer von ebensolchen doch überraschter. Das Beuteltier entwich seinem Besitzer, der das Känguru gemeinsam mit Schafen und Ziegen auf einer Weide hielt. Während das Känguru den Unfall glimpflich überstand, war das Auto doch erheblich beschädigt. In diesem Fall hätte sich der Besitzer des Kängurus sicher gefreut, wenn er für den Ausbrecher zuvor eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hätte.

Auch bei unseren Nachbarn in Deutschland schaffte es auch das ein oder andere Tier zu entwischen. Darunter war sogar ein Kamel vertreten, das seinen Weg vom Wanderzirkus zum Gehweg fand und dabei eine Passantin verletzte. Da der Besitzer sein Tier nicht unter Kontrolle hielt und damit seine Pflicht verletzte, musste er für den Schaden aufkommen.

Gefahr durch Wildwechsel vor allem im Frühjahr

Alltäglicher als Zusammenstöße mit Kängurus sind solche bei denen Autos mit heimischen Rehen, Hirschen, Feldhasen, Füchsen etc. kollidieren. Das sogenannte „Haarwild“ stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, die täglich Autofahrer auf den österreichischen Straßen trifft. Alleine im Jahr 2013 wurden rund 300 solcher Wildunfälle gezählt. Im Frühjahr ereignen sich übrigens die meisten Wildunfälle, da die Tiere jetzt sehr aktiv sind. Besonders in den Morgen- und Abendstunden sollten Sie bei bekannten Wildwechselstellen achtsam sein.

Folgeschäden werden häufig bereits bei einer Teilkaskoversicherung übernommen, sofern diese nicht durch grobe Fahrlässigkeit entstanden sind. Als grob fahrlässige Handlung zählt unter Umständen, wenn ein Autofahrer einem Haarwild ausweicht und dabei gegen einen Baum, eine Leitschiene oder ähnliches fährt. Eine Vollkaskoversicherung ist daher ratsam, um garantiert abgesichert zu sein – auch bei selbstverschuldeten Unfällen. Unabhängig davon für welche Versicherungsvariante Sie sich entscheiden, sollten Sie den Deckungsumfang und die Preise der verschiedenen Autoversicherungen vergleichen, um so einen guten und günstigen Schutz zu finden.


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