Heizölpreis: Stärkste Verteuerung unter allen Energieträgern

Verfasst am 16.01.2018


Das letzte Jahr brachte Preisanstiege bei nahezu allen Energieträgern. Wir verraten Ihnen, wo Mehrkosten entstehen und wie Sie bares Geld sparen.

Heizölpreis
Foto: BurAnd/shutterstock.com

Der Energiepreisindex (EPI) ist laut Österreichischer Energieagentur im Jahr 2017 deutlich gestiegen. Österreichs Haushalte zahlten im November 2017 um 2,7 Prozent mehr für Energie als im gleichen Zeitraum des Jahres 2016. Vor allem die Preise für Heizöl und Treibstoffe haben den EPI nach oben getrieben. Auch im Monatsvergleich sprang der EPI von Oktober 2017 auf November 2017 um 1,3 Prozent nach oben.

Heizölpreis am stärksten gestiegen

Der Heizölpreis befindet sich auf einem 10-Monats-Hoch. Ende November 2017 kostete der flüssige Energieträger knapp 11 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das macht eine 3.000-Liter Tankfüllung Heizöl um 230 Euro teurer als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Einen Monat zuvor, im Oktober 2017, lagen die Mehrkosten für das Heizen mit Öl bezogen auf das Vorjahr noch bei 90 Euro. Der Heizölpreis erhöhte sich im Monatsvergleich um 3,6 Prozent. Im November 2017 erreichte er somit den höchsten Stand seit Jahresbeginn.

Heizöl ist von allen fossilen Energieträgern den größten Preisschwankungen ausgesetzt. In den Sommermonaten stürzte der Preisindex von 101.3 Punkte auf 89.9 Punkte (100 Punkte sind dabei der Heizölpreis von 2015). Im Vergleich zu Diesel und Super zeigt die Heizölpreisentwicklung auch einen viel stärkeren Aufwärtstrend der Kosten seit August 2017.

Heizölpreis vom Rohölpreis abhängig

Der Hauptgrund für den Anstieg der Heizölpreise ist deren enge Kopplung an den internationalen Preis für Rohöl. Der Heizölpreis ist direkt von ihm abhängig. Daher schlägt sich das seit Sommer 2017 stetig steigende Preisniveau am Markt für Rohöl auch dort nieder. Aktuell steigt der weltweite Verbrauch von Rohöl um etwa 2 Prozent pro Jahr. Das liegt vor allem am gestiegenen Rohöl-Verbrauch aufstrebender Schwellenländer wie Indien, China und die Staaten Lateinamerikas.

Super und Diesel waren im November 2017 um 6,4 Prozent bzw. 6,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Aber auch für Brennholz (+4,8 Prozent), Pellets (+2,8 Prozent) und Fernwärme (+2,4 Prozent) musste im heurigen Winter tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Gas im Jahresvergleich nur minimal teurer, Strom sogar günstiger

Der Gaspreis stieg lediglich um 0,7 Prozent an. Die Kosten für Gas begannen sich im Oktober 2017 erstmals seit sechs Monaten wieder zu erhöhen. Vergleicht man den Gaspreis mit dem Vorjahresmonat, beträgt die Differenz satte 14,3 Prozent. Seitdem steigt der Gaspreis weiter, auch wenn die Höchstwerte von 2012 noch entfernt sind.

Einzig bei den Strompreisen lässt sich eine positive Entwicklung erkennen. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 4,8 Prozent gefallen.

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