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Strompreisbremse wird gekürzt: Das gilt ab 1. Juli 2024

Verfasst am 05.06.2024


Ab 1. Juli 2024 kommt es bei der Strompreisbremse zu einer wichtigen Änderung: Die maximale Förderhöhe wird reduziert. Was das für Ihre Stromrechnung bedeutet? Wer ab Juli mehr für seinen Strom zahlen muss und für wen sich jetzt ein Anbieterwechsel lohnt? Das lesen Sie hier.

Foto: Alexander Raths - stock.adobe.com

Die Strompreisbremse wurde vor zwei Jahren eingeführt, um Haushalte bei ihren hohen Energiekosten zu unterstützen. Mittlerweile hat sich die Situation an den Energiemärkten wieder entspannt. Auch die Strompreise sind spürbar gesunken.

Ab 1. Juli wird daher der staatliche Zuschuss zu den Stromkosten reduziert. Das sollte Stromanbieter dazu anregen, ihre Preise weiter zu senken und den Kundinnen und Kunden günstigere Stromtarife anzubieten.

Strompreisbremse einfach erklärt

So funktioniert die Strompreisbremse

Die Strompreisbremse fördert einen jährlichen Stromverbrauch von maximal 2.900 Kilowattstunden (kWh). Von Ihrem Stromtarif müssen Sie als Kund:in 10 Cent pro kWh selbst bezahlen. Die Differenz - maximal jedoch 30 Cent pro kWh - übernimmt Staat. Ab Juli 2024 wird dieser maximale Zuschuss allerdings halbiert. Mit Jahresende läuft die Stromkostenbremse aus.

Strompreisbremse übernimmt ab Juli nur noch maximal 15 Cent

Zuschuss wird von 30 auf 15 Cent gesenkt

Die Strompreisbremse wird ab Juli halbiert. Das bedeutet: Von Juli bis Dezember 2024 erhalten Sie nur noch einen maximalen Zuschuss von 15 Cent pro Kilowattstunde (anstatt maximal 30 Cent pro kWh).

Die Obergrenze für den Energiepreis - bis zu dem die Bremse greift - liegt dann bei maximal 25 Cent. Was bedeutet das konkret?

Mehrkosten fallen bei Stromtarif über 25 Cent an

Wenn Sie aktuell mehr als 25 Cent / kWh netto bezahlen, liegen Sie über dem neuen Schwellenwert der Strompreisbremse und müssen ab Juli mit Mehrkosten rechnen.

Mit dem Wechsel in einen günstigeren Stromtarif lassen sich unnötige Mehrkosten ganz einfach vermeiden. Der Grund: Die Strompreise sind mittlerweile stark gesunken. Viele Stromversorger bieten Stromtarife unter 25 Cent netto pro kWh an.



Günstige Stromtarife starten aktuell ab 6 Cent netto

Ein aktueller durchblicker Stromtarif-Vergleich für Österreich zeigt: Günstige Festpreis-Tarife starten bereits ab 9,5 Cent (netto) pro kWh. Dank Preisgarantie kann man sich hier den niedrigen Strompreis für 12 Monate sichern. Float-Tarife mit monatlicher Preisanpassung starten aktuell ab 6 Cent (netto) pro kWh.

Gut zu wissen: Ein Anbieterwechsel lohnt sich auch, wenn Sie aktuell weniger als 25 Cent pro kWh bezahlen. Der Grund: Die Strompreisbremse bezuschusst nur den Energiepreis. Abgaben und Steuern (und auch die Netzgebühren) werden nicht günstiger. Ebenso können Sie bei einem Anbieterwechsel von hohen Neukundenrabatten profitieren und so bis zu 700€ jährlich bei Ihrer Stromrechnung sparen.



Wie wirkt sich die Halbierung der Strompreisbremse auf meine Stromkosten aus?

Schauen wir uns anhand von Beispielen an, wie sich die Reduktion des Stromkosten-Zuschuss ab Juli 2024 für Peter, Lisa und Alma auswirkt. Alle drei verbrauchen weniger als 2.900 kWh Strom pro Jahr, somit wird ihr gesamter Stromverbrauch gefördert.

Änderungen bei der Strompreisbremse in Österreich: So viel Zuschuss erhalten Sie ab Juli 2024

Peter befindet sich noch in einem teuren Stromvertrag (40 Cent netto / kWh). Ab Juli fördert die Preisbremse davon maximal nur noch 15 Cent. Das heißt: Peter muss 10 Cent sowie 15 Cent selber tragen - also insgesamt 25 Cent pro Kilowattstunde. Für Peter lohnt sich ein Anbieterwechsel besonders, um ab Juli nicht unnötig mehr zu bezahlen.

Lisa muss von ihrem Stromtarif 10 Cent pro Kilowattstunde selber zahlen. Die übrigen 15 Cent pro Kilowattstunde werden bis Dezember 2024 durch die Strompreisbremse gedeckt. Wechselt Lisa jetzt ihren Stromanbieter, greift die Strompreisbremse natürlich auch beim neuen Anbieter. Zusätzlich kann sie von attraktiven Neukundenrabatten profitieren und so ihre Stromrechnung zusätzlich senken.

Alma zahlt für ihren Stromtarif aktuell 6 Cent pro kWh netto. Sie erhält keine Förderung, da die Strompreisbremse erst ab 10 Cent pro kWh greift. Alma besitzt einen Float-Tarif. Dieser passt sich monatlich an die Marktpreise an und kann daher nach oben oder unten schwanken. Was passiert, wenn die Strompreise steigen? Dann wäre Alma durch die Strompreisbremse bis Jahresende “abgesichert” und müsste maximal 10 Cent pro kWh bezahlen - vorausgesetzt, ihr Float-Tarif übersteigt die Grenze von 25 Cent pro kWh nicht.

Sollte ich jetzt meinen Strom-Anbieter wechseln?

Ein Stromtarif-Vergleich zahlt sich aktuell für alle Haushalte aus. Denn die Strompreise sind in den letzten Monaten stark gesunken. Neben niedrigen Preisen bieten viele Anbieter aktuell auch attraktive Neukundenrabatte an. Mit einem Anbieterwechsel lassen sich somit bis zu 700€ bei den Stromkosten sparen.

Besonders für (Familien-)Haushalte mit hohem Stromverbrauch zahlt sich ein Anbieterwechsel aus. Der Grund: Die Stromkostenbremse fördert maximal nur einen jährlichen Stromverbrauch von 2.900 Kilowattstunden. Für alles, was darüber hinaus verbraucht wird, ist der Marktpreis zu bezahlen.


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