Diese Taktiken beim Energiewechsel machen Sinn

Verfasst am 08.08.2019


Mit oder ohne Wechselbonus? Jährlich oder einmalig wechseln? Beim Wechsel des Energieanbieters gibt es verschiedene Herangehensweisen, um Geld zu sparen. Aber wie spart man auf Dauer am meisten? Und welche Alternativen machen darüber hinaus Sinn?

Energieanbieter-Wechsel Ersparnis
Foto: Roman Samborskyi/shutterstock.com

Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher wechseln ihren Energieanbieter – kein Wunder: bis zu 900 Euro Ersparnis im Jahr sind beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Anbieter möglich, davon bis zu 250 Euro bei Strom und sogar bis zu 650 Euro bei Gas! Viele Haushalte wechseln jedoch nur einmalig, obwohl es sich auch nach dem ersten Wechsel lohnt, regelmäßig die aktuellen Angebote am Markt zu vergleichen.

So sparen Sie innerhalb von drei Jahren am meisten!


Für Haushalte kommen beim Thema Energieanbieterwechsel prinzipiell drei Strategien in Frage:
Was ist am sinnvollsten? Um diese Frage zu klären, haben wir die Auswirkungen der unterschiedlichen Strategien auf einen Zeitraum von drei Jahren simuliert. Das Ergebnis gilt für alle Netzgebiete gleichermaßen: Die größte Ersparnis innerhalb von drei Jahren bringt der jährliche Wechsel zum günstigsten Anbieter inklusive Wechselbonus.

Strom: Sparen Sie innerhalb von 3 Jahren bis zu 552 Euro mehr

Wie groß die Differenzen bei Strom sein können, veranschaulichen die Ersparnisse für einen Standardhaushalt mit 4.000 Kilowattstunden in St. Pölten:

Stromanbieter-Wechsel Ersparnis

Wer einmalig vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Stromanbieter inklusive Wechselbonus wechselt, spart in St. Pölten innerhalb von drei Jahren 229 Euro. Warum diese Ersparnis nicht noch höher ist? Der großzügige Wechselbonus gilt nur für das erste Vertragsjahr und fällt damit im Folgejahr weg. Damit fällt der Stromanbieter ab dem zweiten Jahr teurer aus als anfangs.

Um das zu vermeiden, können Sie nach dem ersten Vertragsjahr einfach erneut verschiedene Stromanbieter vergleichen und online zu einem passenden Tarif wechseln. So sparen Sie auf Dauer am meisten! Die Ersparnis in St. Pölten liegt dabei bei 781 Euro innerhalb von drei Jahren – der jährliche Wechsel spart hier also um 552 Euro mehr als der einmaligen Wechsel auf einen Tarif inklusive Wechselbonus.



Gas: 914 Euro mehr Ersparnis durch jährlichen Wechsel möglich

Auch beim Gasanbieter zeigt sich ein ähnliches Bild, wie die Ersparnisse für einen Standardhaushalt mit 15.000 Kilowattstunden in Linz zeigen:

Gasanbieter-Wechsel Ersparnis

Wer einmalig vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Gasanbieter inklusive Wechselbonus wechselt, spart in Linz innerhalb von drei Jahren 419 Euro. Auch hier gilt der großzügige Wechselbonus nämlich nur für das erste Vertragsjahr und fällt im Folgejahr weg.

Wer nach dem ersten Vertragsjahr einfach erneut wechselt, spart auch hier auf Dauer am meisten! Die Ersparnis in Linz liegt dabei bei ganzen 1.333 Euro innerhalb von drei Jahren – der jährliche Wechsel spart hier also mehr als das Dreifache, nämlich 914 Euro mehr, als der einmaligen Wechsel auf einen Tarif inklusive Wechselbonus!

Möchten Sie nur einmalig wechseln?

Falls Sie nicht jährlich wechseln möchten, ist der Wechsel auf einen Tarif ohne Wechselbonus die beste Alternative! Einige Anbieter, die keinen Bonus für neue Kunden gewähren, verrechnen nämlich grundsätzlich einen niedrigeren Energiepreis. Wie groß die Ersparnis im Vergleich zu den anderen Wechselstrategien ist, zeigen auch hier unsere Modellrechnungen.

Die Ersparnis beim einmaligen Wechsel auf den günstigsten Stromtarif ohne Wechselbonus beträgt 526 Euro innerhalb von drei Jahren. Das sind zwar um 255 Euro weniger als beim jährlichen Wechsel auf einen Stromtarif mit Wechselbonus, aber immerhin um 297 Euro mehr als beim einmaligen Wechsel auf einen Stromtarif mit Wechselbonus!

Bei Gas spart der einmalige Wechsel auf einen Tarif ohne Wechselbonus 908 Euro und damit 425 Euro weniger als der jährliche Wechsel inklusive Wechselbonus, aber immerhin 489 Euro mehr als der einmalige Wechsel auf einen Tarif mit Wechselbonus.

Welche Taktiken wirklich Sinn machen

Wer nicht jährlich wechseln möchte, ist also mit einem Tarif ohne Wechselbonus gut beraten. Sie möchten lieber die größte Ersparnis herausholen? Dann gilt: Jährlich Angebote bequem im Online-Vergleich für Energie vergleichen und mit wenigen Klicks auf einen Tarif mit Wechselbonus wechseln.

Kommentare:

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Kommentare


Tomicek Gerhard am 11.08.2019

Sehr geehrte Damen und Herren, dank Ihrer Hilfe wechsle ich bis dato jedes Jahr den Anbieter, sowohl bei Strom als auch bei Gas. Ein Momentum kann ich allerdings oft nicht beurteilen - wann kann man den Status Erstkunde für sich beanspruchen? Immer, wenn ein Jahr Pause zwischen dem Vertragsverhältnis gelegen ist? Ich erkenne da oft günstige Angebote, aber bin mir nicht sicher, ob die am Ende des Tages (wenn sich herausstellt, dass ich schon vor Jahren einmal Kunde war) auch halten. Vielleicht könnten Sie dies auch auf Ihrer Homepage darstellen. Besten Dank! Herzlichen Gruß Gerhard Tomicek

Herbert Huber am 12.08.2019

Mein Vorgehen, jährlich mit Wechselbonus zu wechseln, wurde immer wieder durch meinen Netzbetreiber, die Stadtwerke Kufstein, konterkariert. Ja, wie denn? * Trotz mehrmaliger Reklamationen, wurden vom neuen Stromlieferanten viel zu hohe Akonti einbehalten, und das monatelang. Warum: Monatelanger Wohnungsleerstand mit Null Verbrauch, trotz Info an Strom und Netz keine Reaktion und ca. 6 Monate auf Abrechnung warten. * Wie vorhin gesagt, waren Stromkostenabrechnungen monatelang überfällig. * Bei der letzten Aktion "eine Rechnung für Strom und Netz" war es ursprünglich so, dass der Stromlieferant voll für Strom und Netz akontierte, trotz Hinweis darauf der Netzlieferant die Netzkosten zusätzlich einziehen wollte. * Wenn nicht eine Rechnung, dann sind Strom-Kwh und Netz-Kwh nicht selten unterschiedlich und man kennt sich nicht mehr aus. * Wenn Sie mich fragen: ein permanenter Saustall, so, als ob man die Wechsler vergraulen möchte. Eine einfache, für alle Beteiligten vorteilhafte Lösung wäre: 1) WECHSELZEITPUNKTE AUF JAHRESWECHSEL UMSTELLEN 2) RECHNUNG AUS EINER HAND OBLIGAT. DAS WÄRE BÄÄRIG. Beste Grüße aus Kufstein Herbert Huber


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