AK – Preismonitoring zeigt: Strom- und Gaspreis zu hoch

Verfasst am 27.04.2012


Der Strom-Großhandelspreis ist seit Jänner gesunken, die Preissenkung wurde aber nicht an die Kunden weitergegeben. Der Gas-Großhandelspreis hingegen ist gestiegen, die Gaspreiserhöhung für Privathaushalte fiel aber höher aus. Das geht aus dem aktuellen Arbeiterkammer-Preismonitoring bei 14 Strom- und zwölf Gaslieferanten vom April hervor.

Seit Jänner kaufen die Stromhändler Ökostrom günstiger ein. Zusätzlich ist der Großhandelspreis für Strom stark gesunken. Dies müsste, laut Angaben der AK, zu einer Senkung der Preise um bis zu 5 Prozent führen.

Strompreise wurden nicht gesenkt

Mit 1. Jänner sind die Ökostrom-Verrechnungspreise gesunken. Einige Stromlieferanten haben ihre Energiepreise zumindest ein bisschen angepasst: So haben die Unternehmen der Energieallianz (Wien Energie, EVN und Bewag) Anfang Jänner ihren Energiepreisen um 3,4 Prozent gesenkt. Anfang Februar setzte die IKB und die TIWAG ihre Energiepreise herab (4,6 bzw. 4,8 Prozent) ebenso wie die Salzburg AG (2,8 Prozent). Anfang März verbilligte die VKW ihre Preise um 5,1 Prozent.

Andere Stromlieferanten haben ihre Preise laut AK-Erhebung allerdings nicht verändert: Verbund, Energie Klagenfurt, Kelag, Linz AG und Energie AG. Die Steweag-Steg und die Energie-Graz erhöhten Anfang Jänner sogar ihre Strompreise um 3,9 bzw. 3,8 Prozent – zwar erstmals seit Juli 2008, aber trotzdem zu einem falschen Zeitpunkt. Die Stromhändler müssten alle günstigen Preise vollständig an die Haushalte weitergeben, fordert die AK.

Auch Gas ist zu teuer

Dies zeigt ebenfalls das aktuelle AK Energie-Preismonitoring. Der Gas-Großhandelspreis ist seit Jänner zwar gestiegen – die Preiserhöhungen für die Haushalte fielen aber weit höher aus. Steigende Großhandelspreise werden sofort oder viel zu hoch weiterverrechnet, sinkende gar nicht oder nur unzureichend, so die AK Kritik.

Mehrkosten von 124 Euro durch zu hohen Gaspreis

Die Preiserhöhungen wurden sofort an die Konsumenten weitergegeben. Preissenkungen hingegen werden, wenn überhaupt, nur zögerlich weitergegeben. Damit haben innerhalb eines Jahres alle untersuchten Gas-Anbieter, bis auf den neuen Anbieter Goldgas, ihre Gaspreise erhöht. Für einen durchschnittlichen Gas-Haushalt (15.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch) bedeutet das, Mehrkosten von bis zu 124 EUR pro Jahr.


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