Wie Sie das Risiko eines Wildunfalls im Herbst minimieren

Verfasst am 24.09.2014


Besonders im Herbst steigt die Gefahr, dass sich Bambi, Wildschwein und Co. auf die Fahrbahn verirren.



Allein im letzten Jahr gab es in Österreich 297 Wildunfälle. Doch durch welche Fahrweise kann man einen Zusammenprall mit einem Tier verhindern? Denn laut TÜV Austria kann jeder Autofahrer selbst dazu beitragen, das Unfallrisiko merklich zu verkleinern.

Allgemeine Tipps bei vermehrtem Wildwechsel

Fahren Sie aufmerksam und konzentrieren Sie sich auch immer auf die Randbereiche der Fahrbahn. Achten Sie außerdem darauf, ob Sie sich gerade in einem Streckenbereich befinden, in dem besonders häufig mit Wildtieren zu rechnen ist, wie beispielsweise im Wald oder bei Feldern, die landwirtschaftlich genutzt werden.

Fahren Sie bremsbereit und versuchen Sie, die Geschwindigkeit immer an die Situation anzupassen. Achten Sie auf Verkehrsschilder, die dezidiert auf Wildvorkommen hinweisen, wie beispielsweise „Achtung Wildwechsel“.

Falls Tiere auftauchen …

Sollten sich tatsächlich Tiere auf die Fahrbahn verirren oder in der Nähe der Straße sichtbar sein, sollten Sie schnellstmöglich die Scheinwerfer abblenden. So können Sie verhindern, dass das Tier irritiert ist oder geblendet wird.

Bremsen Sie ab, und hupen Sie, auch gegebenenfalls mehrfach. Bedenken Sie außerdem, dass Wildtiere oft in Gruppen auftreten, daher sollten Sie Ihre Fahrt langsam und vorsichtig fortsetzen.

Droht tatsächlich ein Zusammenstoß mit einem großen Tier wie Hirsch oder Wildschein, sollten Sie eine Vollbremsung einleiten und das Lenkrad mit beiden Händen festhalten. Vermeiden Sie riskante Ausweichmanöver oder einen plötzlichen Spurwechsel, dadurch gefährden Sie nämlich auch noch andere Verkehrsteilnehmer.

Wichtiges im Schadensfall

Sollte es tatsächlich zu einem Zusammenstoß kommen, gilt es, sich wie folgt zu verhalten: Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie eine Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle (auch mit Pannendreieck). Außerdem sind Sie verpflichtet, die Polizei zu verständigen, wobei diese für die Schadensmeldung bei der Versicherung eine polizeiliche Unfallmeldung erstellen muss.

Versicherungen decken Schäden mit Wildtieren grundsätzlich nur in der Teil- oder Vollkaskoversicherung. Jedoch unterscheiden sich hierbei die Deckungen von Anbieter zu Anbieter. Ein Versicherungsvergleich zeigt Ihnen daher genau, welchen Umfang die jeweiligen Angebote beinhalten. Viele Versicherungen unterscheiden bei der Deckung zusätzlich zwischen Feder- und Haarwild, wobei die erste Kategorie Vögel wie Rebhuhn oder Fasan umfasst und die zweite Gruppe Säugetiere wie Luchse, Hirsche oder Kaninchen bezeichnet. Ein Vergleich der Anbieter gibt die Möglichkeit, durch einen Klick auf „Details“ auch diesen Bereich detailliert miteinander zu vergleichen.

Foto: in-foto-backgrounds – Fotolia.de

 

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