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5G-Tarife: Was sie kosten & wirklich können

Verfasst am 23.08.2019


5G könnte Internet in Österreich spürbar teurer machen – darauf deuten die ersten 5G-Ready-Tarife in Österreich hin. Aber lohnt sich der hohe Preis und was gibt es zu beachten?

5G-Tarife
Foto: GaudiLab/shutterstock.com

Die nächste Mobilfunkgeneration 5G könnte den Internet-Zugang in Österreich deutlich verteuern. Obwohl das 5G-Netz erst in ein paar Jahren flächendeckend in Österreich verfügbar sein wird, haben Magenta und A1 bereits 5G-Ready-Tarife veröffentlicht. Wir haben die Angebote mit den aktuell verfügbaren Internet-Tarifen verglichen.

Neue Technologie zum stolzen Preis

Internet-Tarif

Der bisher einzige reine Internet-Tarif mit 5G-Ready bietet unlimitiertes Datenvolumen und bis zu 500 Mbit/s. Dafür zahlt man bei A1 derzeit effektiv 104 Euro im Monat (A1 Net Cube-Internet 5G-Ready). Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte und mit etwas weniger Speed zufrieden ist, kann alternative DSL, LTE oder Kabel-Angebote wählen – hier startet der Preis für 300 Mbit/s österreichweit bei effektiv 73 Euro monatlich (Telematica DSL Next Home 300). Einen noch deutlich günstigeren Tarif gibt es in einigen Regionen im Westen Österreichs, hier gibt es 300 Mbit/s für effektiv 37 Euro monatlich (iKB Fiber 300).

Wenn Ihnen diese sehr hohe Geschwindigkeit ohnehin genügt, sparen Sie also österreichweit jährlich 370 Euro im Vergleich zum verfügbaren 5G-Ready-Tarif und in einigen Regionen Westörreichs sogar 795 Euro im Jahr.

Mobilfunk-Tarif

Ein typischer Handy-Power-User mit einem Verbrauch von 1.500 Minuten, 500 SMS und 20 GB bezahlt aktuell für den günstigsten Tarif effektiv 24 Euro für 300 Mbit/s (spusu 44.000 ) oder 15 Euro für 150 Mbit/s im Monat (bob). Wer einen 5G-Ready-Tarif möchte, hat die Wahl zwischen zwei Tarifen mit unbegrenztem Datenvolumen von Magenta. Hier sind 300 Mbit/s für monatlich effektiv 74 Euro zu haben (Magenta Mobile Platin) oder 150 Mbit/s für 60 Euro (Magenta Mobile Gold) – bei SIM-only kommt der Tarif um etwa 10 Euro im Monat günstiger.

Beim Mobilfunk liegt der Preisunterschied in diesem Fall trotz gleicher Geschwindigkeit also bei bis zu 50 Euro im Monat, die sich auf ganze 600 Euro im Jahr aufsummieren. Dieser Aufpreis ist also höchstens dann sinnvoll, wenn unbegrenztes Datenvolumen ein Muss ist – selbst für einen Ultra-Surfer sind nämlich 60 GB mit 300 Mbit/s im LTE-Netz bereits um effektiv 30 Euro monatlich zu haben (spusu 66.000).

Kompatibles Gerät benötigt

Wichtig zu wissen: Wer 5G nutzen möchte, benötigt auch ein kompatibles Gerät dazu. Beim Internet-Tarif von A1 wird der Net Cube kostenlos auf einen 5G fähigen Cube ausgetauscht, wenn das 5G-Netz verfügbar ist. Beim Mobilfunk ist es komplizierter: In Österreich ist bisher nur das Huawei Mate 20 X 5G erhältlich, weitere 5G-fähige Smartphones sind erst demnächst zu erwarten. Entweder man entscheidet sich also für das verfügbare Smartphone von Huawei oder wartet auf mehr Auswahl, um später ein entsprechendes Vertragsangebot mit 5G-Smartphone zu bestellen. Eine andere Option ist, bereits jetzt einen 5G-Ready-Tarif in der SIM-only Variante zu wählen und sich später ein kompatibles Handy dazu zu kaufen. Das neue Smartphone, das das 5G-Netz dann unterstützt, sollte preislich auch mitberücksichtigt werden.

5G erst 2025 flächendeckend in Österreich

Aber lohnt sich 5G derzeit überhaupt? Für Konsumentinnen und Konsumenten haben die aktuellen 5G-Tarife vorerst keinen erkennbaren Nutzen. In Zeitungskommentaren sind die ersten „5G-Ready-Tarife“ bereits als „Marketing-Schmäh“ und als „teure 5G-Tarife ohne 5G“ kritisiert worden.

Magenta hatte für seinen kommerziellen 5G-Start Ende März von mehreren tausend Sendestationen österreichweit gerade einmal 25 Sendemasten mit 5G aufgerüstet. A1 startet erst 2020 den kommerziellen 5G-Betrieb und will im Laufe des kommenden Jahres die Landeshauptstädte an das 5G-Netz anschließen. 2025 soll 5G flächendeckend in Österreich verfügbar sein. Daher könne man zwar schon jetzt einen 5G-Ready-Tarif abschließen, diesen in manchen Orten aber erst 2025 nutzen. Außerdem gäbe es keine Garantie, dass Kundinnen und Kunden mit 5G wirklich die beworbene Maximalgeschwindigkeit erreichen werden, so die Kritik.

So bekommen Sie Internet zum guten Preis

Die neuen Angebote sind ein Anzeichen dafür, dass Internet in nächster Zeit teurer werden könnte. Sowohl für später als auch jetzt gilt: Es lohnt sich die aktuellen Internet-Tarife am österreichischen Markt unter die Lupe zu nehmen. Nutzen Sie dafür unsere bequemen Online-Vergleiche für Internet für Zuhause, mobiles Internet oder Handytarife. Geben Sie dabei einfach Ihre gewünschte Datenmenge und -geschwindigkeit an und sparen Sie Monat für Monat mit einem günstigen Tarif!


Kommentare:

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Kommentare


Stills am 25.08.2019

Lassen wir uns mal überraschen, ob die Anbieter bei so hohen Geldbeträgen auch die versprochene Bandbreite liefern. In meiner Region (Wien 18) bezahle ich bei Drei für 30Mbit Download und bekomme im Durchschnitt 12-15 Mbit Download-Bandbreite geliefert. Möglich wären aber (getestete) 50 Mbit. Drei drosselt also die (theoretisch) vorhandene Bandbreite.

Conny am 25.08.2019

Also ich werde mich niemals ans 5G-Netz hängen. Mir ist das Internet schnell genug. Außerdem hat 5G sowieso ungeahnte Folgen auf unser aller Gesundheit. Vielleicht wird es gar nicht flächendeckend, wenn die städtische Bevölkerung durch 5G schon mit Krebsleiden palliativ gepflegt werden muß. 😉 Hoffentlich machen die Gesundheitsprobleme keinen Stopp vor den Politikern. Das würde ich denen vergönnen. 😁

Elrippo am 27.08.2019

An alle die schon sehnsüchtig auf das 5G Netz warten sei gesagt Es ist noch überhaupt nicht abzusehen welche Schäden in der Natur durch das 5G Netz entstehen, vor allem unsere Kleinlebewesen dazu zähle ich auch Kinder werden massiv unter der hohen Strahlenbelastung leiden Bitte informiert euch gründlich ob ein wenig mehr Download das alles Wert ist Ich sage deutlich Nein !!! Zu 5 G