Es bleibt frostig – Heizkosten mit optimaler Raumtemperatur senken!

Verfasst am 19.02.2018


Mit Tagestemperaturen von bis zu -13 Grad Celsius bleibt es weiterhin frostig in Österreich! Sie möchten Ihre Heizungen hochdrehen, ohne dass die Heizkosten ins Unermessliche steigen? Dann sollten Sie wissen welche Raumtemperaturen für die jeweilige Raumnutzung optimal sind und wie Sie Ihre Kosten trotz höherem Heizbedarf niedrig halten!

Optimale Raumtemperatur
Foto: REDPIXEL.PL/shutterstock.com

Die Temperaturen sinken weiter und die Heizungen werden weiter hochgedreht. Wer die Raumtemperatur aber zu hoch ansetzt, ist durch den hohen Temperaturunterschied zur Außentemperatur erhöht erkältungsgefährdet und verbraucht unnötig viel Energie und Kosten. Um das zu vermeiden, gibt es die folgenden wichtigen Tipps!

Optimale Raumtemperatur für Wohnräume

Die optimale Raumtemperatur innerhalb der eigenen vier Wände richtet sich nach dem Nutzen des jeweiligen Raumes. Dabei sollte vor allem die minimale Raumtemperatur in der Wohnung nicht unterschritten werden. In Wohnräumen sollte die Temperatur grundsätzlich höher liegen als in Schlafräumen.

Die empfohlene Zimmertemperatur für das Wohnzimmer liegt bei 20 bis 22 Grad Celsius. Wer die Heizkörper in seinem Wohnzimmer selbst regulieren kann, sollte für diese Temperatur den Thermostat an der Heizung mindestens auf Stufe 3 oder eine Stufe höher stellen.

Im Badezimmer ist eine etwas höhere Raumtemperatur zu empfehlen, da es dort nach einem Bad oder einer Dusche angenehmer ist, nicht direkt aus dem warmen Wasser in ein kaltes Zimmer zu kommen. Im besten Fall stellen Sie den Thermostat am Heizkörper auf die Stufe 4, um eine optimale Zimmertemperatur von 23 Grad Celsius zu erhalten. Wird das Badezimmer nicht genutzt, kann die Temperatur dann wieder heruntergedreht werden – das spart zusätzlich Kosten!

In der Küche liegt die zu empfehlende Raumtemperatur bei 18 bis 19 Grad Celsius. Durch das Kochen und die Wärme des Herds, Backofens und anderer Küchengeräte steigt die Temperatur in diesem Raum von selbst an. Den Regler an der Heizung können Sie deshalb auf Stufe 2,5 stellen.

Schlafräume sollten kühler sein

In Schlafräumen muss die Temperatur in der Regel nicht besonders hoch sein, da die optimale Schlaftemperatur bei etwa 16 bis 19 Grad Celsius liegt. Außerdem wird das Schlafzimmer tagsüber nicht genutzt. Ratsam ist eine Raumtemperatur von ungefähr 18 Grad Celsius, dazu müssen Sie den Thermostat auf die Stufe 2 schalten. Es genügt, wenn die Tür geschlossen bleibt, damit sich die warme Luft der anderen Räume nicht mit der kühleren aus dem Schlafzimmer vermischt.

Kinderzimmer sollten im Herbst und Winter etwas wärmer sein – vor allem für Kleinkinder sollte die Temperatur im Raum angepasst werden. Dabei liegt die optimale Raumtemperatur bei ungefähr 23 Grad Celsius.

Mit diesen Innenraumtemperaturen wird die Wohnung nicht zu kalt und die Heizkosten für die kalte Jahreszeit steigen nicht ins Ungewisse. Das Senken der Zimmertemperaturen der jeweiligen Räume um 1 Grad Celsius bringt eine Ersparnis der Heizkosten von mindestens 6 Prozent.

Energieaufwand auch in der Nacht senken

Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung nicht komplett ausgeschaltet werden. Am besten lässt man sie auf einer niedrigen Stufe weiterlaufen, um später einen erhöhten Energieverbrauch durch Wiederaufheizen zu vermeiden. Während der Nacht können Sie den Nachtmodus der Heizung einschalten, wenn Sie einen zur Verfügung haben. Die Raumtemperaturen in der Wohnung sollten dabei auch nachts nicht weniger als 15 Grad Celsius betragen. Ein Aufheizen tagsüber auf die gewünschte Temperatur würde wieder mehr Energie verbrauchen als eine minimalere Temperatureinstellung an der Heizung selbst.

Weitere Tipps zum Senken der Heizkosten

Zusätzlich zur optimalen Raumtemperatur hält das richtige Lüften den Energieverbrauch niedrig. Beim Lüften gilt: mehrmals kurz anstatt selten länger – ein kurzes Stoßlüften mehrmals am Tag bringt am meisten, denn so kann die Luft im Raum zirkulieren und die Raumtemperatur fällt nicht zu stark ab. Um keine Energie zu verschwenden, sollte die Heizung vor dem Lüften abgeschaltet oder heruntergedreht werden.

Darüber hinaus sollten die Heizkörper ausreichend entlüftet sein. Es sollte keine Luft in den Heizungsrohren sein, da der Heizkörper sonst nicht mehr richtig warm wird. Auch verbaute Heizkörper können ihre Wärme nicht mehr optimal abgeben, deshalb sollten sie möglichst frei stehen und nicht hinter Möbeln oder Gardinen versteckt sein. Durch reflektierende Dämmmatten und gedämmte Heizungsrohre ist eine optimale Ausnutzung der Heizungswärme gegeben. Dichtungen in Fenstern und Türen sowie Jalousien und Rollläden sorgen zusätzlich dafür, dass keine kalte Luft hereinkommt und die warme Luft in den Innenräumen bleibt.

Durch günstigen Energieanbieter zusätzlich sparen

Um Ihre Heizungskosten langfristig niedrig zu halten, empfiehlt sich außerdem ein jährlicher Vergleich der Energieanbieter auf durchblicker.at/energievergleich. Durch einen Vergleich und Wechsel sind aktuell bis zu 600 Euro Ersparnis bei Gas und bis zu 300 Euro bei Strom möglich – ganz einfach online!


Kommentare:

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Kommentare


Reiter erwin am 19.02.2018

Bin im 1. Stock. Ober und unter mir wird nicht gheizt. Eine Seite>Stiegenhaus und andere Seite>dopplmauer. Ausseniso > ca 8 cm. Heize mit sehr gutem schwedenofen im Wo-zimmer. Aber in Tagen mit feuchter Luft wird es mühsam. In der früh im Wo-Zi 20-21 grad obwohl überall dicht (naja zu 90 %) Was kann ich besser machen?

durchblicker.at am 20.02.2018

Lieber Herr Reiter, wir können Ihnen diesbezüglich leider keine Auskünfte geben - wir empfehlen Ihnen diesbezüglich bei Bau-/Sanierungsexperten anzufragen. Es tut uns leid, dass wir Ihnen hierbei sonst nicht weiterhelfen können! Liebe Grüße, Ihr durchblicker.at-Team

Susanna am 21.02.2018

Ich hätte eine Frage diesbezüglich: ist es sparsamer, den Thermostat an der Gasheizung selbst niedrig zu drehen (auf Stufe 2 von 5 zB) und dafür die Heizkörper selber wärmer zu stellen? Oder umgekehrt? Oder macht das keinen Unterschied?

durchblicker.at am 21.02.2018

Liebe Susanna, danke für Ihre Nachricht! Direkt an der Gastherme wird für die richtige Vorlauftemperatur gesorgt. Hier stellen Sie die sogenannten Heizkurven ein und beeinflussen den Thermostat, der für das An- und Ausspringen des Brenners verantwortlich ist. Sie sollten also folgendermaßen vorgehen: Stellen Sie Ihre Thermostate an den Heizkörpern auf eine mittlere Einstellung. Bestimmen Sie anschließend an der Gastherme die Heizkurve durch Niveau und Neigung: Über das Niveau verschieben Sie die Heizkurve nach oben oder nach unten. Ist es in Ihren Räumen immer zu warm, regeln Sie die Kurve nach unten. Ist es immer zu kalt, regeln Sie nach oben. Die Neigung bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur verändert wird, wenn es draußen wärmer oder kälter wird. Sobald Sie die Heizkurve an der Gastherme optimal eingestellt haben, sollte es in den Räumen bei mittlerer Einstellung der Heizkörper-Thermostate angenehm warm sein. Liebe Grüße, Ihr durchblicker.at-Team

Stoilka Begusch am 25.02.2018

Bitte mit viefiel Prozent ist die Heizung erhöht. Bei mir mit 7 Prozent. Ist das korekt? Liebe Grüsse!

durchblicker.at am 28.02.2018

Liebe Frau Begusch, wir sind uns leider nicht sicher, was Sie meinen? Liebe Grüße, Ihr durchblicker.at-Team


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