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Richtig heizen: Mit 6 einfachen Tipps Heizkosten senken

Verfasst am 30.11.2021


In diesem Winter müssen Haushalte mit deutlich höheren Energiekosten rechnen. Da hilft nur eines: richtig heizen! Was dabei zu beachten ist, welche Temperaturen optimal sind und warum es sich nicht lohnt, die Heizung komplett auszuschalten - das erfahren Sie hier.


Foto: Adobe Stock

In diesem Winter drohen Haushalten die mit Gas heizen deutlich höhere Energiekosten: Die Preise für Gas steigen weiter an, viele Anbieter haben daher ihre Tarife bereits erhöht. Richtig Heizen ist also der beste Weg, um die Energiekosten zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie energieeffizient durch die kalte Jahreszeit kommen und dabei Geld sparen.

Neben der Heizung laufen gerade jetzt auch Lampen und Lichterketten auf Hochtouren: Hier verraten wir unsere 3 Strom-Spartipps für den Winter.

1) Heizung regelmäßig entlüften

Der Heizkörper gluckert und wird nicht richtig warm? Obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist? Dann befindet sich wahrscheinlich Luft im System! In diesem Fall ist es sinnvoll, den Heizkörper zu entlüften. Mit einem Entlüftungsschlüssel lassen sich die Ablassventile ganz einfach öffnen. Gut zu wissen: Auch wenn die Heizung noch keine Geräusche von sich gibt, lohnt sich ein regelmäßiges Entlüften.

2) Heizkörper freihalten & Heiznischen dämmen

Wer effektiv heizen möchte, der sollte die Heizkörper auf keinen Fall zustellen. Lange Vorhänge oder sperrige Möbel vor der Heizung verhindern nämlich, dass die warme Luft im Raum zirkulieren kann. Die Folge: Das Zimmer wird nicht gleichmäßig warm und wertvolle Heizenergie wird verschwendet.

Aber auch eine Dämmung hinter dem Heizkörper kann helfen: Vor allem in schlecht isolierten Altbauten sorgen Heizkörpernischen für einen unnötigen Wärmeverlust. Hier können Reflextions­matten zwischen Wand und Heizung angebracht werden. Diese bestehen aus einer dünnen Schicht Dämmstoff und einer Aluminiumfolie, die die Wärmestrahlung reflektiert.

3) Thermostatventil nicht voll aufdrehen

Ganz gleich, ob das Thermostat auf der Stufe 3 oder 5 steht – der Raum heizt sich gleich schnell auf. Der einzige Unterschied: Mit Stufe 5 wird viel mehr Energie verbraucht, denn die Stufen dienen nur zur Aussteuerung der Höchsttemperatur. Auf Stufe 3 heizen Sie zum Beispiel auf angenehme 20°, auf Stufe 5 überhitzen Sie den Raum mit 28°. Dadurch geht eine Menge an Heizenergie verloren.

Die Zahlen 1 – 5 stehen somit nicht für die Intensität des Heizens, sondern für die mögliche Maximaltemperatur:

  • * Sternchen: ca. 5° C, Frostschutz
  • Stufe 1: ca. 12° C
  • Stufe 2: ca. 16° C
  • Stufe 3: ca. 20° C
  • Stufe 4: ca. 24° C
  • Stufe 5: ca. 28° C

4) Optimale Raumtemperatur wählen

Die optimale Raumtemperatur innerhalb der eigenen vier Wände ist von Raum zu Raum unter­schiedlich. In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie, welche Zimmertemperatur für Wohnbereich, Küche, Bad sowie Schlaf- und Kinderzimmer besonders empfehlenswert ist.

Generell zählt beim Heizen aber jedes Grad: Denn das Senken der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius bringt eine Heizkostenersparnis von mindestens 6 Prozent. Bei Abwesenheit und nachts kann die Raumtemperatur ebenso gesenkt werden, um Energie und Kosten zu sparen. Gut zu wissen: Die Heizung ganz auszuschalten ist aber je nach Außentemperatur oftmals kontraproduktiv. Denn ausgekühlte Räume wieder aufzuheizen verbraucht noch mehr Energie.

5) Fenster und Türen abdichten

Die optimale Raumtemperatur bleibt am besten durch gut gedämmte Fenster und Türen erhalten. Gerade in älteren Gebäuden mit schlechter Isolierung geht viel Wärme verloren. Die Heizung höher zu drehen bringt meist nur wenig – zudem steigen dadurch auch die Heizkosten. Eine kurzfristige und schnelle Lösung: passende Schaumstoff- oder Gummidichtungsbänder an Fenster und Türen montieren.

Ein weiterer Tipp, um möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen: Wer Rollos hat, sollte diese im Winter nach Einbruch der Dunkelheit herunterlassen. Dadurch lässt sich der Wärmeverlust an den Fenstern um bis zu 20 Prozent reduzieren.

6) Richtig lüften

Auch im Winter braucht man auf Frischluft definitiv nicht verzichten. Denn regelmäßig Lüften sorgt für einen angenehmen Raumkomfort und transportiert überschüssige Feuchtigkeit aus den Wohnräumen. Frische Luft erwärmt sich zudem leichter, wodurch auch die Heizkörper effizienter arbeiten. Die Fenster über längere Zeit hinweg zu kippen ist allerdings keine gute Idee. Unser Tipp: Mehrmals kurz, anstatt selten und länger lüften. Davor aber bitte das Thermostatventil der Heizung runterdrehen!

Gasanbieter vergleichen

Viele Energieversorger haben in den vergangenen Monaten auf die steigenden Gaspreise an den Energiebörsen reagiert und ihre Tarife erhöht. Wer von einer Preiserhöhung betroffen ist, sollte die aktuellen Gastarife am Markt vergleichen. Dadurch kann eventuell ein Teil der Erhöhung abgefangen werden. Wer keinen günstigen Tarif findet, sollte mit einem Anbieterwechsel derzeit abwarten.

Wichtig für den Online-Vergleich: Sie sollten Ihre aktuellen Tarifkonditionen bzw. die exakte Preiserhöhung (z.B. neuer Cent/kWh Wert) wissen. Ansonsten stimmen unter Umständen das berechnete Einsparpotenzial oder die Mehrkosten nicht. Im durchblicker Vergleich für Gastarife können Sie ganz oben auf der Seite Ihren aktuellen Tarif bearbeiten (siehe Grafik).


Quelle: durchblicker Gasvergleich

Noch weitere Tipps, um energieeffizient durch die Heizsaison zu kommen, finden Sie auch auf den Seiten unserer Partner klimaaktiv und topprodukte.at.

Was sind Ihre persönlichen Tipps & Tricks, um Heizkosten im Winter gering zu halten? Verraten Sie es uns in den Kommentaren.

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