Neue Verkehrsregeln 2018: Das ändert sich auf Österreichs Straßen

Verfasst am 08.01.2018


Die digitale Vignette, neue Prüfpickerl-Vorschriften, ein verpflichtender eCall und vieles mehr – das Jahr 2018 bringt einige neue Verkehrsregeln auf Österreichs Straßen. Was Sie darüber wissen sollten, erfahren Sie hier!

Neue Verkehrsregeln 2018 - Das ändert sich!

Das ändert sich 2018 auf Österreichs Straßen Digitale Vignette, neue Prüfpickerl-Vorschriften, verpflichtender eCall und noch mehr!

Posted by durchblicker.at on Montag, 15. Januar 2018

Das neue Jahr bringt einiges an Veränderungen auf Österreichs Straßen mit sich. Wir haben die wichtigsten Infos vom ÖAMTC über die Neuerungen für Sie zusammengefasst!

Preis für Vignette 2018 steigt um 1 Prozent

Dieses Jahr wird der Preis für die Autobahn-Vignette um weitere 1 Prozent angepasst. Eine Jahresvignette für den Pkw ist seit 1. Dezember 2017 erhältlich und kostet 87,30 Euro, für Motorräder 34,70 Euro. Zwei-Monats- und Zehn-Tages-Vignetten sind ebenfalls wieder zu kaufen und kosten 26,20 Euro bzw. 9 Euro für das Auto und 13,10 Euro bzw. 5,20 Euro für das Motorrad. Die neue Vignette ist diesmal kirschrot und löst die alte Vignette spätestens am 1. Februar 2018 ab.

Sie können sich das Geld aber ganz einfach auf einem anderen Weg zurückholen: Ein Wechsel Ihrer Autoversicherung kann Ihnen bis zu 700 Euro im Jahr einsparen, bei der Motorradversicherung können Sie bis zu 250 Euro sparen! Dazu müssen Sie nur im Online-Vergleich für Autoversicherungen oder Motorradversicherungen die Tarife vergleichen und den Anbieter direkt online wechseln.

Erstmals digitale Vignette online erhältlich – Wartefrist beachten!

Alternativ zur klassischen Klebevignette kann dieses Jahr erstmals die digitale Vignette über die ASFINAG gekauft werden. Am Preis ändert sich hier nichts! Die Vorteile: Die digitale Vignette ist nicht mehr an das Fahrzeug, sondern an das Kennzeichen gebunden und muss somit im Falle eines Scheibenbruchs nicht erneut beantragt werden. Außerdem profitieren Besitzer eines Wechselkennzeichens, weil sie nicht mehr für jedes Fahrzeug eine eigene Vignette benötigen. Bei einem Totalschaden oder Diebstahl des Fahrzeugs kann kostenlos eine Umregistrierung auf ein neues Kennzeichen erfolgen. Zudem kann jeder online in der Vignettenevidenz durch Eingabe des Kennzeichens selbst überprüfen, ob beispielsweise das Mietauto eine gültige digitale Vignette hat.

Der Nachteil: Durch das Rücktrittsrecht bei Online-Käufen für Konsumentinnen und Konsumenten gilt die digitale Vignette erst am 18. Tag nach dem Kauf. Wer also am 1. Februar eine gültige digitale Vignette braucht, muss diese spätestens am 14. Jänner über das Mautsystem der ASFINAG kaufen. Die 18 Tage Wartezeit gilt nicht für Unternehmerinnen und Unternehmer, die die digitale Vignette für Unternehmenszwecke erwerben.

Neue § 57a-Vorschriften und Toleranzfristen

Bei der § 57a-Begutachtung zum Erhalt des Prüfpickerls werden sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Elemente am Fahrzeug überprüft, unter anderem die Bremsanlage und Lenkung, die Räder, Reifen, Umweltverträglichkeit und vieles mehr. Wird ein schwerer Mangel festgestellt, darf das Fahrzeug nun nur mehr maximal 2 Monate ab Überprüfung bis zur Reparatur genutzt werden. Bei Gefahr in Verzug kann die Behörde die Zulassung des Fahrzeugs sofort aufheben.

Für das Prüfpickerl gelten mit dem 20. Mai 2018 neue Toleranzfristen für Lkw, Rettungsfahrzeuge und Taxis. Der Toleranzzeitraum beginnt dann 3 Monate vor dem Prüfmonat und ohne Überziehungsfrist. Für herkömmliche Pkw, Motorräder, Quads, Mopedautos, historische Fahrzeuge, Anhänger bis 3,5 Tonnen und Traktoren bis 40 km/h ändert sich nichts. Der Toleranzzeitraum liegt weiterhin bei einem Monat vor und vier Monaten nach dem Prüfmonat.

Verpflichtender eCall für neu genehmigte Fahrzeugtypen

Ab 31. März 2018 müssen alle neu genehmigten Pkw und Leicht-Lkw bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht über ein eCall-System verfügen. Damit soll gewährleistet werden, dass bei einem Unfall ein Crashsensor automatisch aktiviert wird und ein Notsignal aussendet. Das automatische Notrufsystem sendet wichtige Informationen wie die genaue Position des Fahrzeugs an die Notrufzentrale und die alarmierten Rettungskräfte.

Prüfung für Mopedführerschein nur mehr am Computer

Ab voraussichtlich 1. März 2018 werden die Voraussetzungen für die Erteilung der Mopedklasse mehr an andere Führerscheinklassen angepasst. Die Prüfung für den Mopedführerschein wird zukünftig nicht mehr auf dem Papier stattfinden, sondern auf dem Computer abgehalten. Um ein positives Prüfungsergebnis zu erzielen, müssen mindestens 80 Prozent der Multiple-Choice-Fragen richtig beantwortet werden. Seit 2017 kann die Ausbildung frühestens 2 Monate vor dem 15. Geburtstag angefangen werden, der Schein wird frühestens am 15. Geburtstag ausgestellt.

Strengere Überprüfung für historische Fahrzeuge

Seit 1. Jänner 2018 gelten neue Bestimmungen für die Begutachtung historischer Fahrzeuge. Oldtimer bzw. historische Fahrzeuge müssen künftig auch auf die Vorschriftsmäßigkeit überprüft werden. Gesetzlich dürfen historische Kraftwagen an maximal 120 Tagen im Jahr genutzt werden, historische Krafträder nur an 60 Tagen pro Jahr. Sie müssen alle zwei Jahre nach den § 57a-Vorschriften begutachtet werden. Dafür müssen das Fahrzeug-Genehmigungsdokument und das Fahrtenbuch vorgelegt werden. Somit wird das Fahrzeug überprüft, ob es mit dem genehmigten Zustand übereinstimmt und die zeitlichen Beschränkungen der Nutzung eingehalten wurden. Zudem können historische Fahrzeuge jetzt einzeilige Kennzeichen in der Größe der alten, schwarzen Kennzeichentafel bzw. zweizeilige im Format der alten, weißen Motorradkennzeichentafel beantragen.

Verschärfung des Lkw-Fahrverbots im Burgenland

Ab 1. Oktober 2018 wird im Burgenland auch die Klasse EURO II vom Fahrverbot eingeschlossen. Bisher galt das Fahrverbot der Abgasklasse EURO I seit Oktober 2017 für Lkw, Sattelfahrzeuge und Sattelzugfahrzeuge und der Klasse EURO O seit Jänner 2017. Fahrzeuge dieser Klassen, die nicht vom Fahrverbot betroffen sind, müssen mit einer entsprechenden Abgasklassenplakette gekennzeichnet werden. Ausgenommen davon sind Oldtimer und Kfz im Rahmen des Schaustellergewerbes.


Kommentare:

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Kommentare


Wilhelm Prokop am 08.01.2018

Für mich etwas unübersichtlich

Manuel am 14.01.2018

Die Prüfung für den Mopedführerschein wird zukünftig nicht mehr auf dem Papier stattfinden, sondern auf dem Computer abgehalten. Um ein positives Prüfungsergebnis zu erzielen, müssen mindestens 80 Prozent der Multiple-Choice-Fragen richtig beantwortet werden. also ich hab den Mopedschein vor ca.8 Jahren schon so am PC gemacht ...

Geiger am 14.01.2018

ECall ist nur eine weitere Schikane und Abzocke und eine Verfolgung der Menschen. Brauchen nur die Auto- und Telefonfirmen. F. Geiger

Helmut Schüssler am 15.01.2018

Danke für die Info, war ausreichend.

Herbert am 15.01.2018

WAS SOLL ES; ÄNDERUNGEN GIBT ES IMMER WIEDER OB POS. ODER MEHR NEGATIVE, MAN GEWÖHNT SICH DARANN, MUSS MAN JA.


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