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Motorrad einwintern: 7 wichtige Tipps, damit Ihr Bike die kalte Jahreszeit übersteht

Verfasst am 17.10.2019


Wegen fallenden Temperaturen, Glatteisgefahr und Schneelage bleiben viele Motorräder über den Winter stehen. Wer das Motorrad nicht richtig einwintert, geht Risiken ein – vom Standplatten über einen streikenden Vergaser bis zum Motor, der nicht anspringt. Wie Sie das verhindern, verraten wir Ihnen hier.

Motorrad einwintern
Foto: Lukas Gojda/shutterstock.com

Standplatten? Nein, danke.

Wenn das Motorrad für eine längere Zeit lang nicht benutzt wird, kann es einen Standplatten bekommen. Ein stärkerer Reifendruck verhindert das, daher erhöhen Sie den Reifendruck idealerweise an der Luftdrucksäule in etwa 0,5 bar über der Herstellerangabe.

Alternativ können Sie das Motorrad auch unterbauen oder aufbocken, beispielsweise indem Sie es auf Getränkekisten lagern. Wichtig ist, dass dabei keines der Räder den Boden berührt. Ist ein Hauptständer vorhanden, hilft das beim Aufbocken. Sollte eine Entlastung der Räder nicht möglich sein, drehen Sie sie am besten alle paar Wochen ein bisschen weiter. So verhindern Sie Druckstellen vom Stehen und in weiterer Folge einen Standplatten.

Ölwechsel gefällig?

Ein Ölwechsel vor der Überwinterung ist Pflicht, denn die im alten Öl enthaltenen aggressiven Substanzen können bei Standzeiten Kolben, Laufflächen und Lager angreifen. Motoren mit Hydrostößeln, wie sie beispielsweise bei einer Harley Davidson verbaut sind, können dadurch verharzen. Den Motor sollte man mit Anlasser oder Kickstarter mehrmals durchdrehen, aber nicht laufen lassen. Am besten wird auch gleich der Ölfilter beim Ölwechsel mit ausgetauscht.

Auf den Tank kommt es an

Tank füllen oder leeren? Das kommt ganz auf das Material des Spritbehälters an. Kraftstofftanks aus Blech sollten möglichst bis zum Rand befüllt werden, falls das Motorrad auf dem Mittelständer abgestellt wird. Ansonsten sind die Angaben des Herstellers zu beachten. Kunststofftanks sollten hingegen möglichst leer sein.

Putzen, pflegen, prüfen

Bei einer gründlichen Reinigung des Motorrads sollten Sie auch auf entlegene Stellen, beispielsweise unter Sitzbank, Tank oder Verkleidung, achten. Besonders gut gelingt die Reinigung des Motorrads an einem speziellen Waschplatz mit Waschwasser-Aufbereitung.

Danach wird eine gründliche Behandlung der Maschine mit Konservierungsspray empfohlen. Während Lackteilen an der Verkleidung Hartwachskonserviere am besten tun, sollten Metallteile, insbesondere Motor, Auspuff, Stoßdämpfer und Gabelstandrohre, mit Korrosionsschutzspray behandelt werden.

Gegebenenfalls sollten Sie noch Kühlflüssigkeit und Frostschutzmittelkonzentration in der Maschine überprüfen. Untersuchen Sie Ihr Motorrad außerdem noch auf Mängel und ausständige Servicearbeiten. Da viele Motorradwerkstätten in den Wintermonaten freie Kapazitäten haben, kann die Sache rasch erledigt werden und das Bike ist anschließend fit für den nächsten Frühling.

Der Vergaser ist das A und O

Letzte Fahrt der Saison? Dann schließen Sie entweder den Benzinhahn rechtzeitig vor dem Abstellen des Motors oder lassen die Vergaser bei stehendem Motor über die Ablassschrauben leer laufen. Benzinrückstände, die über den Winter im Vergaser verdunsten, bilden harzige Rückstände, die im Frühjahr zu ungleichmäßigem Motorlauf und Startschwierigkeiten führen können. Vergessen Sie danach nicht, die Ablassschrauben wieder zu schließen.

Auf die Batterie nicht vergessen

Bauen Sie die Batterie aus und wintern Sie sie an einem trockenen Ort ein. Bei Standard-Blei-Batterien schadet auch ein Überprüfen des Säurestands nicht. Gegebenenfalls füllen Sie die Motorrad-Batterie dann mit demineralisiertem Wasser (niemals mit Säure!) bis zur Höchstmarke auf.

Von Zeit zu Zeit sollte die Batterie auch wieder kurzfristig geladen werden oder, wenn der Hersteller das ausdrücklich vorsieht, an ein Automatikladegerät gehängt werden. Das versorgt sie regelmäßig mit geringen Ladungen.

Nicht ohne den richtigen Stellplatz

Am wohlsten fühlt sich ein Motorrad in trockenen, gut belüfteten, nicht zu warmen Keller- oder Garagenräumen, wo es sich problemlos aufbocken lässt. Eine Abdeckhaube ist Pflicht – diese sollte aus Stoff und atmungsaktiv sein oder zumindest Belüftungsöffnungen haben.

Haben Sie keine entsprechende Stellmöglichkeit, können Sie alternativ einen Platz zum Einwintern bei Lageranbietern oder Motorradhändlern anmieten. Falls Sie das Motorrad notgedrungen im Freien überwintern, decken Sie es mit einer wasserdichten, undurchsichtigen, bis zum Boden reichenden Pelerine ab. An warmen Tagen lohnt es sich dann, den Wetterschutz abzunehmen und die Maschine gut auslüften zu lassen.

Wer das Kennzeichen hinterlegt, spart

Sie wissen schon, dass Sie Ihr Motorrad kein einziges Mal über die Wintermonate nutzen werden? Dann hinterlegen Sie das Kennzeichen bei einer Kfz-Zulassungsstelle und sparen Sie so die Versicherungsprämie für die Wintermonate ein.

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