Neue Verkehrsregeln 2019: Das ändert sich auf Österreichs Straßen

Verfasst am 11.01.2019


Ein neues Vormerkdelikt, Neuheiten bei Vignette und automatisiertem Fahren sowie Änderungen bei Elektroautos und Fahrradregeln – das und vieles mehr ist im neuen Jahr im Straßenverkehr anders. Was Sie über die Verkehrsregeln 2019 auf Österreichs Straßen wissen sollten, erfahren Sie hier!

Neue Verkehrsregeln 2019
Foto: DaLiu/shutterstock.com

Am Puls der Zeit: Automatisiertes Fahren

Auch wenn automatisiertes Fahren für viele wie Zukunftsmusik klingt, rückt es immer stärker in den Vordergrund. Fahrassistenzfunktionen sind schon heute stark verbreitet und der teil-, hoch- und vollautomatisierter Fahrbetrieb rückt immer stärker in den Fokus – und wird damit auch zum Thema zukünftiger Regulierungen.

Die diesjährigen Verordnungen betreffen den Autobahn- und Einparkpilot – wann genau sie jedoch in Kraft treten werden, ist noch unklar. Mit Inkrafttreten gibt es zwei Erleichterungen: Das Lenkrad muss bei aktiviertem Fahrassistenzsystem auf Autobahnen nicht mehr mit mindestens einer Fahrerhand festgehalten werden. Voraussetzung ist, dass das System eine Notfallvorrichtung zur Deaktivierung hat und der Fahrer im Notfall sofort wieder lenken kann. Außerdem ist das Ein- und Ausparken mittels automatisierter Lenkfunktion in Zukunft erlaubt. Dabei muss sich der Lenker zwar nicht im Fahrzeug, aber in dessen Sichtweite befinden, und es muss eine Notfallvorrichtung zur Deaktivierung vorhanden sein.

Probebetrieb: Rechts abbiegen bei Rot & 140 km/h auf der Autobahn

Der Pilottest "rechts abbiegen bei Rot" sollte ursprünglich mit Anfang des Jahres gestartet werden. Noch scheitert es aber an den gesetzlichen Voraussetzungen, die Vorlage liegt im zuständigen Verkehrsausschuss. Laut ÖAMTC startet ein einjährige Probetrieb voraussichtlich ab 1. April 2019 in Linz und Wels, weitere Orte seien möglich.

Einen anderen Probebetrieb, nämlich 140 km/h auf der dreispurigen Autobahn, gibt es inzwischen schon ein Jahr lang. Im neuen Jahr könnten weitere Strecken freigegeben werden, darunter wohl auch zweispurige Abschnitte.

Achtung, verboten: Vormerkdelikt Rettungsgasse & noch mehr

Zum Vormerkdelikt wird mit der Novelle des Führerscheingesetzes nun das Befahren der Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstraßen. Außerdem drohen beim Verstoß bis zu 2.180 Euro zur Strafe.

Bei Verwaltungsstrafen ist indessen das Zurückziehen eines vollen Einspruchs ab 1. Jänner 2019 möglich, bisher war das nur bei Einsprüchen der Höhe nach möglich. Zudem werden einheitliche Strafenkataloge durch Verordnung möglich, welche frühestens mit 1. Jänner 2019 in Kraft gesetzt werden dürfen.

Wer die Führerscheinprüfung noch vor sich hat, sollte wissen, dass es auch hier Neues gibt: Schummeln wird nun bestraft. Wird man erwischt, muss man neun Monate warten, um erneut zur Prüfung anzutreten.

Vignette 2019: Das ist heuer anders!

Wer die neue Vignette noch benötigt, sollte sich nicht mehr viel Zeit lassen – vor allem was die digitale Variante betrifft. Erfahren Sie was heuer neu ist, wie viel die Vignette kostet und wo sie erhältlich ist: Wichtiges zur Vignette 2019!

Das Geld, das Sie in Ihre neue Vignette investieren, können Sie übrigens auf einem anderen Weg wieder zurückholen! Denn durch den Vergleich Ihrer Versicherung können Sie bequem bis zu hunderte Euro im Jahr sparen. Einfach im Autoversicherungsvergleich oder Motorradversicherungsvergleich Anbieter vergleichen, Versicherung direkt abschließen oder wechseln und Fixkosten sparen!

Fahrradfahrer aufgepasst: Reißverschlusssystem & Vorrangregel

Nicht nur für Auto- und Motorradfahrer gibt es Neuheiten, denn auch Radfahrer werden neue Regeln beachten müssen. Für diese wird neuerdings am Ende eines Radfahr- oder Mehrzweckstreifen das Reißverschlusssystem gelten – aktuell gilt noch Nachrang für sie. Zusätzlich wird nun der Geradausfahrende Vorrang haben, auch wenn er vom Rechtsabbieger gekreuzt wird.

E-Autos, E-Scooter & mehr: Neue Regelungen für „neue“ Verkehrsteilnehmer

Für Fahrer von Elektrofahrzeugen gibt es nun einen Vorteil: Auf Autobahnen oder Schnellstraßen gelten Ausnahmen von den Geschwindigkeitsbeschränkungen des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L).

Gleichzeitig gilt ab Juli aber auch eine neue Vorschrift auf dem Gebiet der Elektromobilität: Ab diesem Zeitpunkt müssen neu genehmigte Elektrofahrzeuge bis 20 km/h ein akustisches Fahrzeugwarnsystem beinhalten. Verpflichtende Geräusche beim Fahren und Bremsen sollen mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen.

Aber nicht nur E-Autos werden stärker reguliert – auch für E-Scooter, Tretroller und Hoverboards gibt es mit Mai 2019 nun klar definierte Regelungen wie Tempolimits, um die Sicherheit im Verkehr zu erhöhen.

Kommentare:

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Kommentare


Theresa Wineroither am 13.01.2019

Danke für die Informationen, die uns Konsumenten zugutekommen und dass wir von den vielen Neuerungen bestens informiert werden.

Herbert Haselmayr am 14.01.2019

War sehr informationsreich!

Wagner Franz am 16.01.2019

Einerseits die Pannenstreifen freigeben und Strafen wegen befahrens der Rettungsgasse. Finde den Fehler


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