Autoversicherung: Was beeinflusst die Prämie? Wofür gibt es Rabatte oder Zuschläge?

Verfasst am 24.08.2018


Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie die Prämienhöhe Ihrer Autoversicherung zustande kommt? Wodurch diese bestimmt wird und welche Faktoren davon beeinflusst werden können, verraten wir Ihnen hier! So senken Sie einfach Ihre Prämie und sparen Jahr für Jahr!

Autoversicherung Prämie
Foto: oneinchpunch/shutterstock.com

Wissenswertes zur Bonus/Malus Stufe

Einer der größten Einflussfaktoren für die Prämienhöhe in der KFZ-Versicherung, den jeder Autofahrer kennt, ist die Bonus/Malus Stufe. Je länger Sie ununterbrochen schadenfrei sind, desto niedriger ist Ihre Bonus/Malus Stufe und damit die Prämienhöhe. Diese Stufen sollen dabei helfen, das Fahrverhalten und das Unfallrisiko des Fahrers einzuschätzen. In den meisten Fällen steigt ein Fahranfänger mit seinem ersten Fahrzeug in der Grundstufe 9 ein. Er muss dann 100 Prozent der Grundprämie der Versicherung bezahlen – das ist rund doppelt so viel wie jemand, der sich in Stufe 0 befindet – außer es werden Risikozuschüsse verrechnet oder zusätzliche Rabatte gewährt.

Rabatte sind möglich, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. Einige Versicherer bieten beispielsweise günstigere Prämien und sogar bessere Bonus/Malus Stufen an, wenn bereits ein Fahrzeug im gleichen Haushalt beim selben Anbieter versichert ist. Wenn man die Bonusstufe der Eltern, Großeltern oder anderen nahen Verwandten übernimmt, kann man einiges sparen. Sollte jemand aus der Familie sein Auto abmelden und Ihnen die Bonusstufen schenken wollen, ist dies bis zu zwölf Monate nach der Abmeldung möglich.

Risikozuschüsse für stärkere Autos und bestimmte Fahrzeugmodelle

Mindestens genauso stark wie die Bonus/Malus Stufe bestimmen die Merkmale des Fahrzeugs die KFZ-Prämie. Hat das Auto beispielsweise eine höhere Motorleistung, kann die Prämie schnell mit in die Höhe schießen. Auch das Datum der Erstzulassung, die Fahrzeugart und der Verwendungszweck (private oder gewerbliche Nutzung) sind relevant. Bei Neufahrzeugen kann die Prämie aufgrund der modernen Fahrzeugtechnik und der potenziell vorsichtigeren Fahrweise des Eigentümers dabei um einiges günstiger sein.

Grundsätzlich werden die verschiedenen Fahrzeugmodelle anhand ihrer Schadens- und Unfallbilanz bestimmten Typklassen zugeteilt. Diese geben Aufschluss darüber, wie hoch das Unfallrisiko eines Fahrzeugmodells basierend auf jährlichen Statistiken ist. Die Zuordnung zu den unterschiedlichen Typklassen wird jährlich angepasst. Mit einem erhöhten Unfallrisiko steigt auch die KFZ-Prämie für dieses Fahrzeug.

Alter und Fahrleistung entscheidend

Das Unfallrisiko wird auch durch die Dauer des Führerscheinbesitzes und das Alter beeinflusst. Da laut Statistiken bei besonders jungen und älteren Fahrern ein erhöhtes Risiko besteht, verrechnen einige Versicherer bei diesen Altersgruppen eine höhere Prämie. Dieser Aufschlag kann die Autoversicherung um 30 bis 50 Prozent verteuern. Junge Fahranfänger werden aufgrund ihrer Unerfahrenheit und statistisch höheren Unfallquote ebenso meist riskanter eingestuft.

Generell gilt, je weniger Sie im Jahr fahren, desto geringer ist Ihr Unfallrisiko und damit die Prämienhöhe. Die Fahrleistung wird dabei gestaffelt, weshalb meist einige Kilometer entscheidend für die Prämienhöhe und die Möglichkeit auf einen Wenigfahrerrabatt sein können. Fahren dazu ausschließlich Sie mit Ihrem versicherten Fahrzeug, kann der Anbieter einen Einzelfahrerrabatt gewähren. Bei Fahrern unter 23 Jahren ist hingegen meist mit einem Zuschuss zu rechnen.

Versicherung in der Stadt teurer

Abhängig von Ihrem Wohnort beziehungsweise Ihres Zulassungsbezirks kann Ihre Prämie ebenso für Sie teurer oder entsprechend günstiger ausfallen. Statistische Auswertungen zeigen, dass sich das Schadensrisiko und die Unfallwahrscheinlichkeit von Region zu Region unterscheiden. Somit ist die zu zahlende Prämie in Ballungsgebieten mit hohem Verkehrsaufkommen deutlich höher. Bringen Sie Ihr Fahrzeug in der Regel in einer abschließbaren Garage unter und können es somit vor Diebstahl und Vandalismus schützen, dankt es Ihnen Ihre Versicherung hingegen mit einem Garagenrabatt.

Neben dem Wohnort, kann auch der Beruf Einfluss auf die Prämie haben. Für bestimmte Berufsgruppen wie Angestellte des öffentlichen Dienstes, Beamte oder Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen sind bei einigen Versicherern Sonderkonditionen erhältlich.

Rabatte durch Selbstbehalt

Die Wahl haben Sie bei der Zahlweise und bei der Höhe des Selbstbehalts. Zahlen Sie die Prämie jährlich, ersparen Sie sich bis zu 10 Prozent der motorbezogenen Versicherungssteuer im Vergleich zu einer halb-, vierteljährigen oder monatlichen Zahlweise. Entscheiden Sie sich einen Teil der Kosten im Schadensfall zu übernehmen, können Sie ebenso bei der Prämie sparen.

Gut zu wissen: Grundsätzlich besteht die Möglichkeit nach einem Schadensfall die von der Versicherung übernommene Leistung innerhalb von 6 Wochen zurückzuzahlen, um eine Umstufung in Richtung Malus bei diesem Anbieter zu vermeiden. Möchte man eine solche Umstufung vermeiden, aber den Schaden nicht aus eigener Tasche bezahlen, bieten einige Versicherungsgesellschaften bei Vertragsabschluss einen oder mehrere inkludierte Freischäden gegen einen Aufpreis an.

Einige Versicherer bieten außerdem Rabatte für eine Werkstattbindung an. Der Versicherungsnehmer lässt seine Kaskoschäden dann in einer Partnerwerkstatt des Versicherers reparieren.

Passenden Schutz wählen und Angebote vergleichen

Neben all diesen Einflussfaktoren bestimmt auch die Wahl der inkludierten Leistungen sowie versicherten Gefahren die Höhe der Versicherungsprämie mit. Entscheiden Sie sich, ob für Sie eine Voll- oder Teilkasko-Versicherung Sinn macht oder eine Haftpflicht ausreicht. Sowohl die Leistungen als auch die Preise können sich von Anbieter zu Anbieter enorm unterscheiden. Ein Vergleich der Autoversicherungen lohnt sich daher allemal und Sie können Ihr Wunschangebot anschließend mit wenigen Klicks abschließen!

Das gilt auch bei einer bestehenden Versicherung: Überprüfen Sie alle 2 bis 3 Jahre Ihre Polizze und vergleichen Sie sie mit aktuellen Angeboten. Mit unserem Online-Vergleich für Autoversicherungen können Sie einfach online wechseln und so bis zu 700 Euro im Jahr sparen!


Kommentare:

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Kommentare


. am 26.08.2018

Sehr geehrte Damen und Herren! Bei der Berechnung der Versicherungspraemie faellt mir auf, dass nur die Praemienstufe 2 existent, jedoch nicht die - 2. Vielleicht koennte man hier eine Anpassung vornehmen, denn ansonsten bringt das nichts, wenn man eine guenstigere Versicherung suchen moechte. Mit freundlichen Gruessen

durchblicker.at am 27.08.2018

Liebe Frau Haselmayer, vielen Dank für Ihren Kommentar! Bitte geben Sie in einem solchen Fall die Stufe 0 an und wählen Sie anschließend aus, vor wie vielen Jahren Sie in die Stufe 0 eingereiht wurden. So wird die Prämie auch für Minus-Stufen entsprechend berechnet. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten! Bei Fragen sind wir auch gerne telefonisch unter 01 / 30 60 900 für Sie da! Liebe Grüße, Ihr durchblicker.at-Team

Christian am 30.08.2018

gutes Portal um diverse Vergleiche anzustellen, verwende ich immer wieder als mündiger Konsument sind mir die diversen Einflußfaktoren aber ohnehin bekannt Fazit: ein Vergleich lohnt sich immer und überall, ist vielleicht manchmal nur ein wenig zeitaufwendig da es dem Konsumenten scheinbar manchmal absichtlich erschwert wird Vergleich anzustellen. Bei Durchblicker funktioniert's aber einfach und schnell !!! Tipp: mit einem aktiven Benutzerkonto kann man die Vergleiche speichern und so von Zeit zu Zeit immer wieder (ohne die Grunddaten wieder mühsam erfassen zu müssen) neu vegleichen... PS: Die Porschebank bietet zur Zeit bei Neukäufen (auch Jungwagen) von VW einen 500.- Bonus bei Abschluß einer Versicherung bei ihr (Vollkasko)... bei einem Vergleich (aller relevanten Daten, SB, Deckung, Einschränkungen, halbe SB usw...) stellt sich jedoch heraus dass diese bereits im ersten Jahr um etwa 400.- teurer ist als die vergleichbar günstigste Versicherung lt. Durchblicker !!!!!!!!!!! Somit wird einem also nichts geschenkt (außer man wechselt die Versicherung nach einem Jahr, wenn überhaupt möglich) und der unaufmerksame Kunde nur getäuscht.


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