Kontaktlos bezahlen: Das sollten Sie wissen!

Verfasst am 20.04.2018


Obwohl die Österreicherinnen und Österreicher immer noch am liebsten mit Bargeld bezahlen, steigt der Trend, bargeldlos zu bezahlen - insbesondere kontaktlose Transaktionen boomen! Aber was steckt hinter der kontaktlosen Zahlung, welche Möglichkeiten gibt es dafür und wie sicher ist die Kontaktlos-Funktion bei Bankomatkarten und auf dem Smartphone? Hier erfahren Sie die Antworten und was Sie sonst zum Thema wissen sollten!

Kontaktlos bezahlen
Foto: Pressmaster/shutterstock.com

Bereits über ein Drittel aller Bankomatzahlungen kontaktlos

Rund 150 Zahlungen pro Person wurden in Österreich 2016 bargeldlos getätigt – international betrachtet vergleichsweise wenig, so der Global Payments Report der Boston Consulting Group – in skandinavischen Ländern waren es immerhin drei Mal so viele. Obwohl hierzulande noch immer überwiegend zum Bargeld gegriffen, werden bargeldlose Zahlungsmittel immer populärer bei den Österreicherinnen und Österreichern – insbesondere das kontaktlose Bezahlen.

Im vergangenen Jahr wurden bereits 35 Prozent der Gesamttransaktionen über Bankomatkarte kontaktlos abgewickelt, im Dezember 2017 waren es schon 43 Prozent, so Payment Services Austria. Im Vergleich zu 2016 ist der Anteil kontaktloser Transaktionen um 116 Prozent gestiegen. Laut Erste Bank und Sparkasse im August 2017 wird sogar bereits jede zweite Transaktionen ihrer Kundinnen und Kunden kontaktlos geleistet, während es im Juni 2016 noch jede vierte war. Die Entwicklung ist rasant, aber was steckt hinter dem Trend und was gibt es dabei zu beachten?

Schnell und sicher ohne PIN bezahlen

NFC-Technologien (Near Field Communication) ermöglichen das kontaktlose Bezahlen mit der Bankomat- und Kreditkarte oder dem Smartphone. Ganz ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift können Sie an bestimmten Stellen im In- und Ausland nur durch das Hinhalten Ihrer Bankkarte bezahlen. Dabei muss die Karte für einige Sekunden auf eine gekennzeichnete Stelle des Kartenlesegeräts gehalten werden. Auf dem Display können Sie genau sehen, welcher Betrag abgebucht wird. Eine nicht gewollte Zahlung ist somit durch den geringen Abstand von einigen Zentimetern und der Displayanzeige nicht möglich. Grundsätzlich gilt: immer den Betrag am Display kontrollieren, bevor Sie die Karte hinhalten.

Das kontaktlose Bezahlen durch NFC bietet einen höheren Komfort und eine Zeitersparnis durch das schnelle Bezahlen bei Supermarktkassen oder anderen Bezahlterminals. Derzeit können maximale Beträge von 25 Euro ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift kontaktlos bezahlt werden. Ab der fünften Transaktion muss wieder ein PIN eingegeben werden. Dieses Limit soll den Schaden durch Verlust oder Diebstahl minimal halten und für mehr Sicherheit sorgen. Der Schaden, der durch den Missbrauch der NFC-Funktion entsteht, wird zwar von der Bank getragen, in jedem Fall sollten Sie die Karte aber sperren lassen, wenn Sie bemerken, dass sie verloren oder gestohlen wurde.

Bargeldlos auch mit dem Smartphone einkaufen

Bankkarten und Terminals, die NFC-fähig sind, sind mit Funkwellen markiert. Mittlerweile ist kontaktloses Bezahlen aber auch über das Smartphone möglich. Dafür muss die SIM-Karte NFC unterstützen oder ein NFC-Sticker auf das Handy angebracht werden. Einige österreichische Banken haben bereits eigene Apps für Ihre Kunden erstellt über die das kontaktlose Bezahlen möglich ist. Die Erste Bank und Sparkasse bietet bereits eine mobile Kreditkarte für das Smartphone an.

Online und mobile Zahlungsmittel wie elektronische Geldbörsen (Wallets), Bezahl-Apps oder Prepaid-Karten gewinnen in Österreich auch immer mehr an Bedeutung. So haben zum Beispiel österreichische Banken Echtzeit-Überweisungen an Handykontakte per App teilweise schon umgesetzt und ermöglicht.

Wie Sie die Sicherheit für Smartphone und Karten erhöhen

Nutzen Sie Ihr Smartphone zum kontaktlosen Bezahlen, dann empfiehlt es sich die NFC-Funktion nur zu aktivieren, wenn Sie es auch brauchen. Benutzen Sie die Funktion gerade nicht, schalten Sie sie am besten aus.

Um die Funktion Ihrer Bankomat- oder Kreditkarte zu schützen, achten Sie darauf, dass die Karte nicht geknickt und damit die Technik beschädigt wird, zum Beispiel durch Schutzhüllen. Möchten Sie Ihre Karte generell nicht zum kontaktlosen Bezahlen nutzen, können Sie diese Funktion mittlerweile oftmals bei Ihrer Bank kostenlos deaktivieren lassen oder Ihre Karte gegen eine neue ohne diese Funktion austauschen lassen.

Mit dem passenden Girokonto jährlich sparen

Unerwünschte Zusatzkosten können bei einem Girokonto schnell anfallen – und das sind keineswegs nur Kontoführungsgebühren. Auch bei der Inanspruchnahme von Kontoleistungen können Kosten entstehen, dazu zählen Transaktionen wie Überweisungen und Barabhebungen sowie Gebühren für Kontoüberziehung oder die Möglichkeit der Filialnutzung.

Ein genauer Blick auf die Tarife der verschiedenen Banken zeigt: Bis zu 280 Euro im Jahr lassen sich durch den Vergleich der Angebote einsparen. Deshalb jetzt im Girokonto-Vergleich passende Angebote entdecken und einfach jährlich sparen!


Kommentare:

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Kommentare


helmut roth am 22.04.2018

bin interessiert !

Martin Wolkerstorfer am 22.04.2018

"Möchten Sie Ihre Karte generell nicht zum kontaktlosen Bezahlen nutzen, können Sie diese Funktion mittlerweile oftmals bei Ihrer Bank kostenlos deaktivieren lassen oder Ihre Karte gegen eine neue ohne diese Funktion austauschen lassen." Bei der BAWAG ist dies nicht mehr möglich!

Andrea Nentwich am 25.04.2018

Wo bekomme ich neue geeignete Schutzhüllen für meine Bankomatkarte?

durchblicker.at am 26.04.2018

Liebe Frau Nentwich, es gibt einige Online-Shops, die Kartenschutzhüllen anbieten. Welche qualitativ geeignet sind, lässt sich jedoch unsererseits leider nicht beurteilen. Liebe Grüße, Ihr durchblicker.at-Team


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