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Smart Meter: Was bringen die intelligenten Stromzähler?

Verfasst am 24.02.2023


Der Einbau von Smart Metern zieht wieder an: Auch wenn die Coronakrise den Austausch verzögert hat, sollen bis nächstes Jahr 95% aller analogen Stromzähler durch die intelligente Variante ersetzt werden. Doch was ist ein Smart Meter eigentlich? Welche Änderungen bringt die intelligente Stromzählung mit sich und was sollten Sie als Verbraucher:in beachten? In diesem Artikel erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.


Foto: Proxima Studio - stock.adobe.com

Wie funktioniert ein Smart Meter?

Smart Meter sind sogenannte „intelligente Stromzähler“. Sie sind in der Lage, den Stromverbrauch alle 15 Minuten zu messen. Zusätzlich erfolgt automatisch die tägliche Übermittlung der Verbrauchs­daten an den Netzbetreiber. Darüber hinaus können Netzbetreiber auch per Fern­steuerung die Stromzufuhr begrenzen oder sogar ganz abschalten.

Opt-In und Opt-Out: Welche Kontrolle habe ich als Verbraucher:in?

In der Standard-Variante misst der Smart Meter im 15-Minuten-Takt Ihren Stromverbrauch, zählt diese Werte zu einem Tagesverbrauch zusammen und übermittelt Ihren Tagesstromverbrauch 1 x täglich an Ihren Netzbetreiber.

Entscheiden Sie sich für die Opt-in-Variante, können Sie Ihren Stromverbrauch im 15-Minuten-Takt nachverfolgen. Gut zu wissen: Der Smart Meter übermittelt die gesammelten Werte 1 x täglich an Ihren Netzbetreiber.

In der Opt-out-Variante wird Ihr Stromverbrauch nur 1 x im Jahr an Ihren Netzbetreiber übermittelt. Das bedeutet: Sie verfügen zwar über einen digitalen Standardzähler (DSZ) - die “intelligenten Funktionen” eines Smart Meters werden aber nicht aktiviert.

Wichtig: Wenn Ihr Smart Meter eingebaut wird, ist das Gerät auf die Standard-Variante eingestellt. Sollten Sie Änderungen (Opt-In, Opt-Out) wünschen, müssen Sie selbst aktiv werden.

Wie erfahre ich, ob ich schon ein Smart Meter habe?

Bevor Ihr Netzbetreiber den Zähler austauscht, erhalten Sie ein ausführliches Info-Schreiben. Darin werden auch die Funktionsweise des Smart Meters sowie alle wichtigen Neuerungen genau erklärt. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, ohne „Vorwarnung“ einen intelligenten Stromzähler zu erhalten.

Wie komme ich zu einem Smart Meter?

Im Normalfall erhalten Sie einen Smart Meter, sobald Sie bei Ihrem Netzbetreiber „an der Reihe“ sind. Die Versorger sind gesetzlich verpflichtet, bis Ende 2024 95% aller Haushalte mit den neuen Zählern auszustatten.

Tipp: Sie haben sogar einen Rechtsanspruch auf einen Smart Meter. Wenn Sie eine Anfrage bei Ihrem Netzbetreiber starten, muss dieser den Einbau innerhalb von 2 Monaten durchführen.

Gut zu wissen: Ihr Netzbetreiber ist nicht Ihr Strom­lief­er­ant. In jedem Bundesland gibt es regionale und lokale Netzbetreiber. Hier eine Auswahl an österreichischen Strom-Netzbetreibern: Wiener Netze, Netz Niederösterreich, Netz Oberösterreich, Netz Burgenland, Energienetze Steiermark, Kärnten Netz, Salzburg Netz, Tinetz Tiroler Netze oder Vorarlberger Energienetze.



Vorteile eines Smart Meters

Der Einbau von Smart Metern spielt vor allem für die Energiewende eine wichtige Rolle. Mit der Abkehr von fossilen Brennstoffen benötigen Stromversorger genaue Daten über den Stromverbrauch. Nur so lässt sich eine stabile Versorgung mit erneuerbaren Energien gewähr­leisten. Doch was haben Verbraucher:innen von einem Smart Meter? Schauen wir uns die Vorteile im Überblick an:

Zählerablesung entfällt
Jedes Jahr ist sie notwendig: Die Ablesung der Zählerstände durch den Netzbetreiber. Schließlich muss dafür zumindest eine Person im Haus sein, um die Ableser hereinzulassen. Mit dem Smart Meter ist eine Ablesung vor Ort nicht mehr nötig, da alles automatisiert erfolgt. Der Zähl­er­stand wird also von Ihrem regionalen Netzbetreiber abgelesen und an Ihren Stromlieferanten übermittelt.

Keine hohen Nachzahlungen mehr
Entscheiden Sie sich dafür, den Stromverbrauch täglich zu übermitteln, kann Ihr Stromlieferant die Vorauszahlungen regelmäßig anpassen. Ihr Vorteil: Die böse Über­raschung bei der Endabrechnung entfällt.

Besserer Überblick
Sie können sich den Stromverbrauch ebenfalls über das Webportal Ihres Netzbetreibers auf dem Smartphone bzw. in der App anzeigen lassen. Somit identifizieren Sie schnell die größten Stromfresser im Haushalt. Hier verbirgt sich also ein attraktives Sparpotenzial.

Bedenken beim Datenschutz: Die Nachteile beim Smart Meter

Da Ihre Verbrauchsdaten in Zukunft automatisiert übermittelt werden, existieren gewisse Bedenken in Bezug auf den Datenschutz. Netzbetreiber und Stromlieferant sind jedoch verpflichtet, entsprechende Datenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Ein gewisses Restrisiko von Datendiebstahl bleibt jedoch wie bei allen elektronischen Diensten bestehen.

Jetzt Stromtarife online vergleichen

Gute Nachrichten für Energie-Kund:innen: Aktuell sinken die Großhandelspreise für Strom und Gas. Immer mehr Energieversorger kommen daher auch mit günstigeren Neukunden-Tarifen auf den Markt zurück. Es lohnt sich wieder, aktuelle Stromtarife zu vergleichen. Besonders für Haushalte mit hohem Energieverbrauch und teuren Bestandskundentarifen kann sich ein Anbieterwechsel wieder auszahlen.


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