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Corona und Reisen 2021: Wann zahlt die Reise­versicherung?

Verfasst am 11.05.2021


Die weltweite Corona-Pandemie sorgt nach wie vor dafür, dass Reiseversicherungen größtenteils nicht decken. Mittlerweile bieten einige Reiseversicherer jedoch einen eingeschränkten COVID-19-Schutz. Aber auch hier gilt: Das Kleingedruckte lesen!

Foto: Adobe Stock

Aufgrund der Corona-Pandemie und aufrechten Reisewarnungen (Stufe 5 und 6) gibt es nach wie vor Einschränkungen im Versicherungsschutz – auch wenn einige Reiseversicherer ihre Produkte angepasst haben und teilweise erweiterte Versicherungsleistungen in Zusammenhang mit COVID-19 anbieten. Warum das der Fall ist und was das für Ihre Reiseplanung und Ihren Urlaub 2021 bedeutet? Wir geben einen Überblick.

Reiseversicherung & Corona: Einschränkungen im Versicherungsschutz

Ganz allgemein gilt: Ereignisse in Zusammenhang mit Pandemien (z.B. COVID-19) sind grund­sätzlich nicht versicherbar. Bei den Reiseversicherungen tritt hier der Pandemie-Ausschluss in Kraft. Das bedeutet konkret: Eine COVID-19 Erkrankung vor Reiseantritt/am Urlaubsort oder eine behördlich angeordnete Quarantäne sind keine versicherbaren Storno- oder Abbruchgründe. Der Versicherungsschutz entfällt. Die Reiseversicherung kommt also nicht für Ihre Storno- und Abbruchkosten und grundsätzlich auch nicht für medizinische Behandlungskosten bei einer COVID-19 Erkrankung im Ausland auf.

Auch bei Reisewarnungen (z.B. aufgrund von COVID-19, Bürgerkrieg, Krieg) im Urlaubsland, erbringen die Reiseversicherungen grundsätzlich keine Leistung. Besteht für Ihr Urlaubsland zum Zeitpunkt der Reise eine Reisewarnung der Stufen 5 oder 6, dann sind Sie trotz abgeschlossener Reiseversicherung in der Regel nicht versichert. Prüfen Sie daher vor Versicherungsabschluss, ob eine Reisewarnung (Stufe 5 oder 6) für Ihr Urlaubsland besteht. Aktuelle Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Österreichischen Außenministeriums.

Gut zu wissen: Einige Reiseversicherer haben ihre Produkte angepasst und bieten in Zusammen­hang mit COVID-19 einen eingeschränkten Versicherungsschutz. So akzeptieren einige Reiseversicherer eine Corona-Erkrankung als Stornogrund und übernehmen die medizinischen Behandlungskosten, wenn man am Urlaubsort im Ausland am Coronavirus erkrankt. Aber auch hier gilt: Das Kleingedruckte lesen! Denn es gelten einige Ausnahmen.

Was decken die erweiterten COVID-19 Leistungen der Reiseversicherer?

Ob eine Reiseversicherung überhaupt Stornogebühren im Falle einer Corona-Erkrankung übernimmt oder einen Krankenversicherungsschutz am Urlaubsort im Ausland leistet, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Achten Sie daher genau auf die Versicherungs­bedingungen.

In unserem durchblicker Online Vergleichsrechner für Reiseversicherungen stellen wir im Detail dar, welche Reiseversicherer einen eingeschränkten COVID-19 Schutz anbieten und welche Leistungen gedeckt sind. Einige Reiseversicher bieten zum Beispiel folgende erweiterte Versicherungs­leistungen im Zusammenhang mit COVID-19 an:

COVID-19 Schutz vor der Reise: Erweiterte Stornodeckung
Erkranken Sie oder ein Mitreisender vor Reiseantritt an COVID-19, dann bekommen Sie Ihre Stornogebühren von der Reiseversicherung rückerstattet – vorausgesetzt der Versicherer bietet diese erweiterte COVID-19 Stornodeckung an. Können oder wollen Sie die Reise nicht antreten, weil Sie zum Beispiel Angst vor einer Ansteckung am Urlaubsort haben, als Risikopatient gelten oder sich aufgrund eines Verdachtfalles (der sich nicht bestätigt) in Quarantäne begeben müssen, dann greift diese COVID-19 Stornodeckung NICHT.

COVID-19 Schutz während der Reise: Krankenversicherungsschutz bei Corona-Erkrankung
Erkranken Sie am Urlaubsort im Ausland an COVID-19, deckt die Reisekrankenversicherung in diesem Fall die medizinischen Behandlungskosten vor Ort. Aber Achtung: Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass bei Einreise KEINE Reisewarnung (Stufe 5 oder 6) für das Urlaubsland vorliegt. Da aktuell laut Österreichischen Außenministerium aber für die meisten Staaten der Welt (mit nur wenigen Ausnahmen) eine Reisewarnung gilt, greift dieser Versicherungs­baustein in vielen Fällen nicht!

Urlaub in Österreich: Lohnt sich eine Reiseversicherung?

Verbringen Sie Ihren Urlaub heuer lieber in den österreichischen Bergen oder an den heimischen Seen? Auch für einen Urlaub in Österreich kann sich eine Reiseversicherung lohnen.

Auch hier gilt: Ereignisse in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem Coronavirus sind grundsätzlich nicht versicherbar. Außer die Reiseversicherung bietet einen Stornoschutz im Fall einer COVID-19 Erkrankung vor Reiseantritt an.

Storno- und Abbruchgründe, die nicht in Zusammenhang mit Corona stehen, sind aber versicherbar. Zum Beispiel wenn Sie an einer anderen Krankheit erkranken, einen Unfall haben oder ein Familienangehöriger verstirbt. In diesen Fällen schützt eine Reisestorno- und Reiseabbruch-Versicherung. Der Reiseversicherer kann hier zum Beispiel anfallende Storno- und Abbruchgebühren für das Hotel übernehmen.

Neben Storno- und Abbruchkosten können auch zusätzliche Unfall-Leistungen wie zum Beispiel Personensuch- und Bergungskosten mitversichert werden. Das lohnt sich vor allem für jene Personen, die über keine private Unfallversicherung oder über keine Mitgliedschaft im Alpenverein oder bei Automobilclubs verfügen. Denn was viele nicht wissen: Bergungskosten mit Hubschrauber im alpinen Gelände sind durch die Sozialversicherung nicht gedeckt und müssen vom Verunfallten aus eigener Tasche bezahlt werden.
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