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Mopedversicherung für E-Mopeds: Das ändert die StVO-Novelle

04.05.2026

5 min

In Österreich gelten neue Regeln für elektrische Zweiräder. Viele Fahrzeuge, die bisher als E-Bikes auf Radwegen unterwegs waren, gelten jetzt offiziell als Mopeds. Wer sein E-Moped weiter benutzen möchte, braucht eine Zulassung, ein Kennzeichen und eine Haftpflichtversicherung. Wir erklären, welche Fahrzeuge betroffen sind und wie Sie eine passende Mopedversicherung ab 10 € pro Monat abschließen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vom E-Bike zum Moped: Elektrische Zweiräder ohne Pedale, oder mit Pedalen aber zusätzlichem Gasgriff, gelten jetzt rechtlich als Moped.

  • Neue Pflichten für Lenker:innen: Sie brauchen Zulassung, Kennzeichen, Haftpflichtversicherung, einen Führerschein (mindestens Klasse AM) und müssen einen Helm tragen, egal in welchem Alter.

  • Radwege tabu: Diese Fahrzeuge dürfen Radwege nicht mehr benutzen und müssen auf der Fahrbahn fahren.

  • Versicherung ab 10 € pro Monat: Mit dem durchblicker-Vergleich finden Sie eine passende Mopedversicherung für Ihr E-Moped ab 10 € pro Monat.

Motorradversicherung

Welche E-Fahrzeuge sind von der neuen Regelung betroffen?

Die neuen Regeln ziehen eine klare Grenze zwischen Fahrrädern und Mopeds. Als Fahrrad gilt nur noch ein E-Bike, bei dem der Motor das Treten unterstützt und sich abschaltet, sobald Sie aufhören zu treten. Die bekannten Grenzen bleiben: maximal 250 Watt Motorleistung und 25 km/h.

Alle anderen einspurigen E-Fahrzeuge zählen jetzt als Moped. Konkret betrifft das zwei Gruppen:

  • Mopedartige E-Fahrzeuge mit Sitz und Gasgriff oder Gashebel, die ganz ohne Pedale auskommen

  • E-Bikes, die zwar Pedale haben, aber durch einen Gasgriff auch ohne Treten elektrisch fahren können

Die optische Ähnlichkeit mit einem klassischen E-Bike spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist allein, ob der Motor auch ohne Treten Schub liefert. In der Fachsprache heißt diese Fahrzeugkategorie L1e-B, also "zweirädriges Kleinkraftrad". Für Sie als Nutzer:in zählt aber vor allem: rechtlich ist es ein Moped.

Was bedeutet die Umstufung zum Moped konkret?

Sobald ein Fahrzeug zum Moped wird, gelten dieselben Vorgaben wie für ein klassisches Moped. Wer es legal im Straßenverkehr verwenden möchte, braucht:

  • eine Zulassung bei der Zulassungsstelle

  • ein Kennzeichen

  • eine Haftpflichtversicherung

  • mindestens einen Führerschein der Klasse AM (oder alternativ A bzw. B)

  • einen Sturzhelm, unabhängig vom Alter

  • die Beachtung der Promillegrenze von 0,5 ‰

Auch die Routenwahl ändert sich: Radwege und sonstige Radfahranlagen sind tabu, gefahren wird auf der Fahrbahn. Wer diese Pflichten missachtet, fährt ohne gültigen Versicherungsschutz und riskiert empfindliche Strafen sowie persönliche Haftung im Schadenfall.

Eine Hürde in der Praxis: Viele der aktuell verkauften mopedartigen E-Fahrzeuge wurden ursprünglich als E-Bikes verkauft und haben gar keine Papiere für eine Anmeldung. Ohne diese Zulassungspapiere ist eine Anmeldung nur über eine aufwändige Einzelprüfung möglich, die bei vielen Modellen nicht wirtschaftlich ist. Wer ein nicht zulassungsfähiges Fahrzeug besitzt, bleibt entweder auf den Anschaffungskosten sitzen oder muss auf ein zulassungstaugliches Modell oder ein klassisches E-Bike umsteigen.

Wer braucht jetzt eine Mopedversicherung?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Österreich für jedes zugelassene Fahrzeug Pflicht. Ohne gültige Versicherungsbestätigung gibt es bei der Zulassungsstelle weder Kennzeichen noch Zulassungsschein.

Eine Mopedversicherung brauchen Sie ab dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihr E-Moped offiziell anmelden. Sie deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die Sie als Lenker:in mit Ihrem Fahrzeug bei anderen verursachen. Gerade im dichten Stadtverkehr, wo viele dieser E-Mopeds eingesetzt werden, ist das ein realistisches Risiko: Schon ein Sturz mit Sachbeschädigung oder ein leichter Personenschaden kann mehrere tausend Euro Schadenersatz auslösen. Ohne Versicherung haften Sie privat mit Ihrem gesamten Vermögen.

Was kostet eine Mopedversicherung?

Eine Haftpflichtversicherung für Ihr E-Moped ist über den durchblicker-Vergleich ab 10 € pro Monat erhältlich. Die tatsächliche Prämie hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Fahrzeugklasse und technische Daten

  • Alter und Wohnort der Lenker:innen

  • gewählter Selbstbehalt

  • gewünschter Versicherungsumfang und Zusatzbausteine wie Rechtsschutz

Im Vergleich zu Pkw- oder Motorradversicherungen ist die Mopedprämie in der Regel überschaubar, weil das Schadenpotenzial niedriger eingestuft wird. Anders als bei der Autoversicherung gibt es für Mopeds in Österreich kein klassisches Bonus-Malus-System: Die Prämie steigt nach einem Schaden nicht automatisch, sinkt allerdings auch nicht durch unfallfreies Fahren. Umso wichtiger ist es, gleich beim Abschluss einen günstigen Tarif zu wählen.

Wer das Fahrzeug im Winter nicht nutzt, kann durch eine Kennzeichenhinterlegung zusätzlich Prämie und motorbezogene Versicherungssteuer reduzieren. Manche Versicherungen bieten alternativ einen Winternachlass, mit dem Sie ganzjährig fahrbereit bleiben.

Was möchten Sie anmelden?

Was gilt für E-Scooter, E-Bikes und mehrspurige Lastenräder?

Nicht alle Fahrzeuge sind von der Umstufung betroffen. Für drei wichtige Gruppen ändern sich die Regeln anders:

E-Scooter

E-Scooter bleiben rechtlich Fahrräder, müssen aber nun mit Blinkern an den Lenkerenden, Klingel und vorgeschriebener Lichtanlage ausgestattet sein. Es darf nur eine Person fahren, größere Lasten am Lenker sind verboten. Eine eigene Mopedversicherung brauchen E-Scooter weiterhin nicht. Die Haftung gegenüber Dritten ist üblicherweise über die Privathaftpflicht in der Haushaltsversicherung abgedeckt. Prüfen Sie hier am besten Ihren bestehenden Vertrag.

Klassische E-Bikes mit Tretunterstützung

E-Bikes bis 250 Watt und 25 km/h, bei denen der Motor ausschließlich das Treten unterstützt, bleiben Fahrräder. Sie dürfen weiter Radwege benutzen und brauchen keine Zulassung. Eine eigene Versicherung ist nicht verpflichtend, eine separate E-Bike-Versicherung gegen Diebstahl und Beschädigung kann je nach Fahrzeugwert dennoch sinnvoll sein.

Mehrspurige E-Lastenräder

Drei- und vierrädrige E-Fahrzeuge fallen nicht unter die neue Regelung. Sofern sie die Grenzen von 250 Watt und 25 km/h einhalten, gelten sie weiterhin als Fahrräder, auch wenn sie mit Gasgriff betrieben werden. Wichtig: Sind sie breiter als 100 cm, dürfen sie Radwege nicht benutzen.

So finden Sie Ihre passende Mopedversicherung

Wer ein einspuriges E-Moped weiter im Straßenverkehr nutzen will, kommt an einer Zulassung und einer Kfz-Haftpflichtversicherung nicht vorbei. Mit dem Mopedversicherungs-Vergleich auf durchblicker prüfen Sie in wenigen Minuten die Tarife mehrerer Versicherer und schließen Ihre Mopedversicherung ab 10 € pro Monat direkt online ab. Die Versicherungsexpert:innen erledigen die Formalitäten für Sie und übermitteln die Versicherungsbestätigung automatisch an die gewählte Zulassungsstelle. So sparen Sie sich Wege und kommen schneller wieder auf die Straße.

Eine anthropomorphe Fuchsfigur in einem Cowboy-Outfit mit einem breiten blauen Hut, blauem Umhang und einem goldenen Sheriff-Stern auf der Brust trägt einen modernen Smartphone-Halter am Gürtel, auf dem "durchblicker" zu lesen ist. Der Fuchs hat orangefarbenes Fell mit weißen und schwarzen Akzenten und steht aufrecht.
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ALT-Tag: Eine Person trägt ein weißes Hemd und ein helles Blazerjackett. Die Haare sind blond und wellig. Der Hintergrund zeigt eine Holzoberfläche und eine Glaswand. Das Gesicht der Person ist absichtlich unscharf gemacht.

Sarah Schwarzer

Leitung Versicherung

Sarah verfügt über langjährige Erfahrung in der Versicherungsbranche. Ihre Fachkenntnisse erstrecken sich über alle gängigen Versicherungsarten, von Kfz bis Lebensversicherung – immer mit dem Ziel, den besten Schutz zu fairen Konditionen zu bieten. Mit einem tiefen Verständnis für Schadensregulierung und Risikomanagement findet sie maßgeschneiderte Lösungen, die perfekt zu den Bedürfnissen unserer Kund:innen passen.

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