Wärmepumpenstrom / Heizstrom

Beim Einbau einer Wärmepumpe (Erdwärmeheizung) wird meist ein eigener Stromkreis mit eigenem Zähler installiert. Für solche Anschlüsse bieten einige Anbieter spezielle Zusatztarife, die je nach Art des Anschlusses teilweise auch unterschiedliche Preise für Tag und Nacht (Hochlast- und Niederlastzeiten) vorsehen. Im Strom Vergleich auf durchblicker.at werden die unterschiedlichen Anschluss- und Tarifvarianten individuell berücksichtigt.

Was versteht man unter Wärmepumpentarifen bzw. Heizstrom?

Genauso wie es im Mobilfunkbereich verschiedene Tarife gibt, bieten Stromanbieter im Energiebereich unterschiedliche Tarife an. Neben Standardtarifen für den herkömmlichen Stromverbrauch gibt es spezialisierte Tarife für besondere Bedürfnisse. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie in Ihrem Haus eine Wärmepumpe installiert oder einen eigenen Stromkreis für Nachtstrom haben.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen diesen 2 Stromzählerarten:

Standard-Stromzähler / DrehstromzählerWenn man keinen zweiten Stromzähler besitzt, sind an einem Drehstromzähler standardmäßig Elektrogeräte, Heizungen und die Warmwasseraufbereitung angeschlossen.
Unterbrechbare ZählerWenn Sie in Ihrem Haus oder für Ihre Wohnung einen zweiten Stromzähler installiert haben, handelt es sich in den meisten Fällen um einen unterbrechbaren Zähler. Dieser unterscheidet sich vom normalen Zähler dadurch, dass die Stromzählung seitens des Betreibers unterbrochen werden kann. Dies kann zum Beispiel ein Nachtstromzähler sein oder ein Zähler für Ihre Wärmepumpe. Wenn man einen Doppeltarifzähler installiert hat, gibt es die Möglichkeit einen Hoch- und einen Niedertarif über diesen Stromzähler zu beziehen. Hierbei sind allerdings Extrakosten durch höhere Netzgebühren, Steuern und Verbrauchsabgaben zu beachten.
Strom, der über einen unterbrechbaren Zähler bezogen wird, wird am Energiemarkt als Heizstrom bezeichnet.

So können Sie Wärmepumpenstrom vergleichen

Wie Sie Stromanbieter für Wärmepumpentarife bzw. Heizstrom im durchblicker-Stromrechner vergleichen können, sehen Sie hier auf einen Blick:

  • Im Stromrechner wählen Sie „Ja“ bei der Frage „Haben Sie mehrere Zähler oder eine Wärmepumpe?“.

  • Im nächsten Schritt werden Sie nach der Anzahl der Stromzähler gefragt. Wenn an den jeweiligen Stromzähler eine Wärmepumpe angeschlossen ist, können Sie das hier angeben.

    Wärmepumpe vorhanden
  • Nachdem Sie die Anforderungen an den Stromtarif ausgewählt haben werden Ihnen alle Anbieter, die für Sie in Frage kommen, angezeigt.

  • Die besten Anbieter können Sie direkt gegenüberstellen, indem Sie auf „Details vergleichen“ klicken.

Wärmepumpentarif wechseln: Nur in Kombination mit dem Standardtarif

Es gibt zwar spezielle Tarife für Haushalte mit Wärmepumpe. Diese Wärmepumpentarife haben aber nicht zwangsweise den besten Strompreis. Ganz im Gegenteil – jene Anbieter mit einem spezifischen Wärmepumpentarif bzw. Heizstrom sind im Preisranking selten unter den Top 10. Wenn Sie also nach günstigem Strom für Ihre Wärmepumpe suchen, empfehlen wir die Gesamtsituation zu betrachten.

Der Grund liegt unter anderem darin, dass Stromanbieter nur Komplettpreise für alle Stromzähler bieten. Sie können also nicht den Standardzähler über Anbieter A und den Wärmepumpenzähler über Anbieter B laufen lassen. Hier sind Stromanbieter sehr restriktiv.

Am besten ist es also die Anbieter insgesamt für Ihre Situation (1 oder 2 Stromzähler, Wärmepumpe oder Nachtstrom, etc.) zu vergleichen.

Kleiner Tipp: Stromverträge laufen zumeist ein Jahr. Im Hinblick auf Neukundenrabatte empfiehlt es sich also regelmäßig zu wechseln.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ist vergleichbar mit der eines Kühlschrankes. Im ersten Schritt wird der Umgebung Wärme entzogen und diese wird dann auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Die daraus entstandene Wärme wird gespeichert und zur Beheizung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung verwendet.

Wärmepumpenstrom Funktionsweise

Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe auf einen Blick

VorteileNachteile
  • Unter bestimmten Voraussetzungen werden Förderungen von Bund und Ländern für Privatsanierungen in der Höhe von bis zu 8.000 Euro; in manchen Fällen sogar vom Stromversorger selbst geboten (die Förderung wird über 4 Jahre verteilt der Stromrechnung gutgeschrieben).
  • Umweltfreundlichkeit und Klimaschutz: CO2-Ausstoß deutlich geringer als mit herkömmlichen Heizsystemen
  • Langfristige Versorgungssicherheit (keine Angewiesenheit auf Öl und Gas)
  • Kostenersparnis: niedrige Betriebskosten und hohe Effizienz bei der Stromerzeugung
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Funktionalität: Eine Wärmepumpe kann nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen verwendet werden.
  • Kombinierbarkeit mit anderen Heizungssystemen
  • Ungeeignet für die Warmwasseraufbereitung, da Durchlaufwasser stark erhitzt werden muss (nur empfehlenswert in Kombination mit einer Photovoltaikanlage oder einer Öl-, Gas- oder Pelletheizung)
  • Nicht geeignet für schwach isolierte Gebäude (Wärmepumpe muss den Temperaturunterschied ausgleichen und benötigt deswegen viel Strom)
  • Die Anschaffungskosten liegen zwischen 15.000 und 20.000 Euro.
  • Vorsicht bei der Anschaffung, denn Wärmepumpen sollten keine FCKWs als Kältemittel verwenden.

Fazit: Eine Wärmepumpe hat auf lange Sicht viele Vorteile, birgt allerdings in der Anschaffung beachtliche Kosten. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Anschaffungskosten und die Kostenersparnis gegenüberzustellen.

Weiterführende Informationen:


Strom-Preisvergleich

Vergleichen und in fünf Minuten die Stromrechnung senken.


Feedback