Heizkosten senken: Optimale Raumtemperatur im Herbst und Winter

Verfasst am 23.10.2017


Es wird früher dunkel, die Temperaturen sinken und die Heizungen werden hochgedreht – der Herbst ist da und der Winter naht! Damit die Heizkosten nicht ins Unermessliche steigen, sollten Sie wissen welche Raumtemperaturen für die jeweilige Raumnutzung optimal sind und wie Sie Ihre Kosten trotz höherem Heizbedarf niedrig halten!

Optimale Raumtemperatur
Foto: REDPIXEL.PL/shutterstock.com

Die Temperaturen sinken immer weiter und es wird Zeit, die Heizung wieder in Betrieb zu nehmen. Wer die Raumtemperatur aber zu hoch ansetzt, ist durch den hohen Temperaturunterschied zur Außentemperatur erhöht erkältungsgefährdet und verbraucht unnötig viel Energie und Kosten. Um das zu vermeiden, gibt es die folgenden wichtigen Tipps!

Optimale Raumtemperatur für Wohnräume

Die optimale Raumtemperatur innerhalb der eigenen vier Wände richtet sich nach dem Nutzen des jeweiligen Raumes. Dabei sollte vor allem die minimale Raumtemperatur in der Wohnung nicht unterschritten werden. In Wohnräumen sollte die Temperatur grundsätzlich höher liegen als in Schlafräumen.

Die empfohlene Zimmertemperatur für das Wohnzimmer liegt bei 20 bis 22 Grad Celsius. Wer die Heizkörper in seinem Wohnzimmer selbst regulieren kann, sollte für diese Temperatur den Thermostat an der Heizung mindestens auf Stufe 3 oder eine Stufe höher stellen.

Im Badezimmer ist eine etwas höhere Raumtemperatur zu empfehlen, da es dort nach einem Bad oder einer Dusche angenehmer ist, nicht direkt aus dem warmen Wasser in ein kaltes Zimmer zu kommen. Im besten Fall stellen Sie den Thermostat am Heizkörper auf die Stufe 4, um eine optimale Zimmertemperatur von 23 Grad Celsius zu erhalten. Wird das Badezimmer nicht genutzt, kann die Temperatur dann wieder heruntergedreht werden – das spart zusätzlich Kosten!

In der Küche liegt die zu empfehlende Raumtemperatur bei 18 bis 19 Grad Celsius. Durch das Kochen und die Wärme des Herds, Backofens und anderer Küchengeräte steigt die Temperatur in diesem Raum von selbst an. Den Regler an der Heizung können Sie deshalb auf Stufe 2,5 stellen.

Schlafräume sollten kühler sein

In Schlafräumen muss die Temperatur in der Regel nicht besonders hoch sein, da die optimale Schlaftemperatur bei etwa 16 bis 19 Grad Celsius liegt. Außerdem wird das Schlafzimmer tagsüber nicht genutzt. Ratsam ist eine Raumtemperatur von ungefähr 18 Grad Celsius, dazu müssen Sie den Thermostat auf die Stufe 2 schalten. Es genügt, wenn die Tür geschlossen bleibt, damit sich die warme Luft der anderen Räume nicht mit der kühleren aus dem Schlafzimmer vermischt.

Kinderzimmer sollten im Herbst und Winter etwas wärmer sein – vor allem für Kleinkinder sollte die Temperatur im Raum angepasst werden. Dabei liegt die optimale Raumtemperatur bei ungefähr 23 Grad Celsius.

Mit diesen Innenraumtemperaturen wird die Wohnung nicht zu kalt und die Heizkosten für die kalte Jahreszeit steigen nicht ins Ungewisse. Das Senken der Zimmertemperaturen der jeweiligen Räume um 1 Grad Celsius bringt eine Ersparnis der Heizkosten von mindestens 6 Prozent.

Energieaufwand auch in der Nacht senken

Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung nicht komplett ausgeschaltet werden. Am besten lässt man sie auf einer niedrigen Stufe weiterlaufen, um später einen erhöhten Energieverbrauch durch Wiederaufheizen zu vermeiden. Während der Nacht können Sie den Nachtmodus der Heizung einschalten, wenn Sie einen zur Verfügung haben. Die Raumtemperaturen in der Wohnung sollten dabei auch nachts nicht weniger als 15 Grad Celsius betragen. Ein Aufheizen tagsüber auf die gewünschte Temperatur würde wieder mehr Energie verbrauchen als eine minimalere Temperatureinstellung an der Heizung selbst.

Weitere Tipps zum Senken der Heizkosten

Zusätzlich zur optimalen Raumtemperatur hält das richtige Lüften den Energieverbrauch niedrig. Beim Lüften gilt: mehrmals kurz anstatt selten länger – ein kurzes Stoßlüften mehrmals am Tag bringt am meisten, denn so kann die Luft im Raum zirkulieren und die Raumtemperatur fällt nicht zu stark ab. Um keine Energie zu verschwenden, sollte die Heizung vor dem Lüften abgeschaltet oder heruntergedreht werden.

Darüber hinaus sollten die Heizkörper ausreichend entlüftet sein. Es sollte keine Luft in den Heizungsrohren sein, da der Heizkörper sonst nicht mehr richtig warm wird. Auch verbaute Heizkörper können ihre Wärme nicht mehr optimal abgeben, deshalb sollten sie möglichst frei stehen und nicht hinter Möbeln oder Gardinen versteckt sein. Durch reflektierende Dämmmatten und gedämmte Heizungsrohre ist eine optimale Ausnutzung der Heizungswärme gegeben. Dichtungen in Fenstern und Türen sowie Jalousien und Rollläden sorgen zusätzlich dafür, dass keine kalte Luft hereinkommt und die warme Luft in den Innenräumen bleibt.

Durch günstigen Energieanbieter zusätzlich sparen

Um Ihre Heizungskosten langfristig niedrig zu halten, empfiehlt sich außerdem ein jährlicher Vergleich der Energieanbieter auf durchblicker.at/energievergleich. Durch einen Vergleich und Wechsel sind aktuell bis zu 600 Euro Ersparnis bei Gas und bis zu 300 Euro bei Strom möglich – ganz einfach online!

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