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Richtig heizen: Mit 6 einfachen Tipps Heizkosten senken

Verfasst am 09.12.2022


Richtig Heizen ist aktuell der beste Weg, um die Energiekosten zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie energieeffizient durch die kalte Jahreszeit kommen und dabei Geld sparen.


Foto: Adobe Stock

Neben der Heizung laufen gerade jetzt auch Lampen und Lichterketten auf Hochtouren: Hier verraten wir unsere 3 Strom-Spartipps für den Winter.

1) Heizung regelmäßig entlüften

Der Heizkörper gluckert und wird nicht richtig warm? Obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist? Dann befindet sich wahrscheinlich Luft im System! In diesem Fall ist es sinnvoll, den Heizkörper zu entlüften. Mit einem Entlüftungsschlüssel lassen sich die Ablassventile ganz einfach öffnen. Gut zu wissen: Auch wenn die Heizung noch keine Geräusche von sich gibt, lohnt sich ein regelmäßiges Entlüften.

2) Heizkörper freihalten & Heiznischen dämmen

Wer effektiv heizen möchte, der sollte die Heizkörper auf keinen Fall zustellen. Lange Vorhänge oder sperrige Möbel vor der Heizung verhindern nämlich, dass die warme Luft im Raum zirkulieren kann. Die Folge: Das Zimmer wird nicht gleichmäßig warm und wertvolle Heizenergie wird verschwendet.

Aber auch eine Dämmung hinter dem Heizkörper kann helfen: Vor allem in schlecht isolierten Altbauten sorgen Heizkörpernischen für einen unnötigen Wärmeverlust. Hier können Reflextions­matten zwischen Wand und Heizung angebracht werden. Diese bestehen aus einer dünnen Schicht Dämmstoff und einer Aluminiumfolie, die die Wärmestrahlung reflektiert.

3) Thermostatventil nicht voll aufdrehen

Ganz gleich, ob das Thermostat auf der Stufe 3 oder 5 steht – der Raum heizt sich gleich schnell auf. Der einzige Unterschied: Mit Stufe 5 wird viel mehr Energie verbraucht, denn die Stufen dienen nur zur Aussteuerung der Höchsttemperatur. Auf Stufe 3 heizen Sie zum Beispiel auf angenehme 20°, auf Stufe 5 überhitzen Sie den Raum mit 28°. Dadurch geht eine Menge an Heizenergie verloren.

Die Zahlen 1 – 5 stehen somit nicht für die Intensität des Heizens, sondern für die mögliche Maximaltemperatur:

  • * Sternchen: ca. 5° C, Frostschutz
  • Stufe 1: ca. 12° C
  • Stufe 2: ca. 16° C
  • Stufe 3: ca. 20° C
  • Stufe 4: ca. 24° C
  • Stufe 5: ca. 28° C

4) Optimale Raumtemperatur wählen

Die optimale Raumtemperatur innerhalb der eigenen vier Wände ist von Raum zu Raum unter­schiedlich. In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie, welche Zimmertemperatur für Wohnbereich, Küche, Bad sowie Schlaf- und Kinderzimmer besonders empfehlenswert ist.

Generell zählt beim Heizen aber jedes Grad: Denn das Senken der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius bringt eine Heizkostenersparnis von mindestens 6 Prozent. Bei Abwesenheit und nachts kann die Raumtemperatur ebenso gesenkt werden, um Energie und Kosten zu sparen. Gut zu wissen: Die Heizung ganz auszuschalten ist aber je nach Außentemperatur oftmals kontraproduktiv. Denn ausgekühlte Räume wieder aufzuheizen verbraucht noch mehr Energie.

5) Fenster und Türen abdichten

Die optimale Raumtemperatur bleibt am besten durch gut gedämmte Fenster und Türen erhalten. Gerade in älteren Gebäuden mit schlechter Isolierung geht viel Wärme verloren. Die Heizung höher zu drehen bringt meist nur wenig – zudem steigen dadurch auch die Heizkosten. Eine kurzfristige und schnelle Lösung: passende Schaumstoff- oder Gummidichtungsbänder an Fenster und Türen montieren.

Ein weiterer Tipp, um möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen: Wer Rollos hat, sollte diese im Winter nach Einbruch der Dunkelheit herunterlassen. Dadurch lässt sich der Wärmeverlust an den Fenstern um bis zu 20 Prozent reduzieren.

6) Richtig lüften

Auch im Winter braucht man auf Frischluft definitiv nicht verzichten. Denn regelmäßig Lüften sorgt für einen angenehmen Raumkomfort und transportiert überschüssige Feuchtigkeit aus den Wohnräumen. Frische Luft erwärmt sich zudem leichter, wodurch auch die Heizkörper effizienter arbeiten. Die Fenster über längere Zeit hinweg zu kippen ist allerdings keine gute Idee. Unser Tipp: Mehrmals kurz, anstatt selten und länger lüften. Davor aber bitte das Thermostatventil der Heizung runterdrehen!

Noch weitere Tipps, um energieeffizient durch die Heizsaison zu kommen, finden Sie auch auf den Seiten unserer Partner klimaaktiv und topprodukte.at.

Was sind Ihre persönlichen Tipps & Tricks, um Heizkosten im Winter gering zu halten? Verraten Sie es uns in den Kommentaren.

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Kommentare


Mitterhuber Margit am 12.12.2022

Halo liebes Team! Vielen Dank für eure Tipps zum Thema Energiesparen! Alle diese Tipps werden von mir beherzigt und auch schon bisher richtig gemacht! Ich wünsche euch Allen in diesen herausforfdernden Zeiten ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2023!

Aichmayr Kurt am 12.12.2022

Mein Zweifamilienhaus (160 m² Wohnfläche) habe ich 2011 total wärmetechnisch renoviert (plus Solaranlage für Warmwasser) und 2013 noch den Ölbrenner gewechselt. Da ich durch den nunmehr geringen Heizölbedarf (ca. 1.000 Liter bei 2 Haushalten mit 4-5 Personen und 835 Liter bei nunmehr 1 Haushalt mit 2 Personen) mit meinem Tankvolumen von 5.000 Liter für 5 bis 6 Jahre das auslangen finde, ist das für mich mehr oder weniger wie ein "Heizölpreisdeckel" zu sehen. Was heißt: von 2016 bis 2021 (5 Jahre) Heizkosten in Höhe von ca. 640 Euro jährlich bei 2 Haushalten und seit Vorjahr 2021 bis noch 3,5 Jahre (bis 31.12.2025) Heizkosten in Höhe von 510 Euro jährlich bei 1 Haushalt (alles natürlich inkl. Warmwasser). Ich habe also noch fast 3 Jahre Zeit, um bei günstigem Heizölpreis meinen Tank wieder zu befüllen, damit ich dann wieder mit meinem "Heizölpreisdeckel" für weiter 5-6 Jahre günstig und umweltfreundlich heizen kann (nicht z.B. mit Pellets, Holz usw.). Zusätzlicher Effekt beim Renovieren meines Stockhauses war, dass es (obwohl Baujahr 1956 u. 1972) nun aussieht wie neu gebaut. Es geht auch nicht immer nur ums "Heizen" - nein, Neue Fenster = besserer Lärmschutz wegen Straße, keine Zugluft - Räume werden im Sommer nicht mehr so überhitzt - thermostatgesteuert effektive Nutzbarkeit der Heizkörper, usw. Schönen Gruß - Aichmayr Kurt, Linzer Straße 41, 4502 St. Marien - Tel. 0680/1565992

Eveline Reiter am 12.12.2022

Sehr geehrte Damen und Herre, ich heize mit einem Nachtstromofen, Verbrauch pro Jahr 7.770 KW, dies kann ich mir bald nicht mehr leisten, Kennen Sie eine Alternative, welche nicht soviel Strom verbraucht? Sie würden mir damit sehr helfen! Vorab danke und freundliche Grüße Frau Eveline Reiter

durchblicker.at am 12.12.2022

Liebe Frau Mitterhuber, danke für Ihr Feedback! Das freut uns sehr. Wir wünschen Ihnen auch schon einmal besinnliche Weihnachten & ein frohes neues Jahr 2023. Mit freundlichen Grüßen, Ihr durchblicker-Team

Evelyne Seyr am 12.12.2022

Danke für die Information! Bisher habe ich eigentlich alles richtig gemacht! Dass die Kosten so extrem steigen ist natürlich schrecklich und ich habe schon Angst vor der nächsten Rechnung

durchblicker.at am 12.12.2022

Liebe Frau Reiter, aktuell sind sämtliche elektrische Heizsysteme aufgrund der hohen Energiepreise sehr teuer. Welche alternativen Heizsysteme für Ihren Haushalt geeignet sind, kann Ihnen am besten ein:e Energieberater:in vor Ort sagen. Dafür gibt es je Bundesland eigene Ansprechpartner. Hier finden Sie eine Auflistung inklusive Kontaktdaten je Bundesland: https://www.e-control.at/industrie/service-beratung/energieberater. Mit freundlichen Grüßen, Ihr durchblicker-Team