Dynamische Stromtarife werden aktuell stark beworben - doch halten sie wirklich, was sie versprechen? In diesem Beitrag erfahren Sie, ob Sie mit einem dynamischen Strompreis 2026 wirklich sparen oder im schlimmsten Fall sogar draufzahlen könnten.
Das Wichtigste in Kürze
Bei dynamischen Stromtarifen wird der aktuelle Börsenstrompreis direkt an die Kund:innen weitergegeben. Davon profitieren Haushalte mit hohem Stromverbrauch, die ihren Stromverbrauch zeitlich flexibel steuern können.
Für die meisten klassischen Haushalte - insbesondere Familien - bleiben aus diesem Grund klassische Tarife die bessere Wahl. Fixpreise und Wechselboni sorgen für Planbarkeit und stabile Kosten.
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Was sind dynamische Stromtarife und wie funktionieren sie?
Bei dynamischen Stromtarifen wird der aktuelle Börsenstrompreis mit all seinen Schwankungen direkt an die Kund:innen weitergegeben.
Zu bestimmten Zeiten ist Strom besonders günstig, etwa nachts oder dann, wenn viel Strom aus Wind- oder Sonnenenergie verfügbar ist.
Für den dynamischen Stromtarif bedeutet das: Wer seinen Verbrauch in diese Zeiten verlagern kann, spart.
Das Problem: Zu den klassischen Stoßzeiten am Morgen und am Abend steigen die Preise enorm. Haushalte, die ihren Stromverbrauch nicht flexibel anpassen können - etwa Familien mit Kindern - zahlen bei diesem Modell mehr als mit einem klassischen Tarif.
durchblicker Tipp: Im ersten Schritt den eigenen Stromverbrauch ermitteln
Nur ein Tarifvergleich zeigt, ob ein dynamisches Modell wirklich günstiger ist oder ob ein Fixpreis mehr Sicherheit für Sie bietet. Für viele Haushalte ist Letzteres die entspanntere Lösung.
Wer profitiert von dynamischen Strompreisen?
Am meisten profitieren Haushalte, die zwei Dinge mitbringen: die technische Voraussetzung durch einen Smart Meter) und zeitliche Flexibilität im Verbrauch.
Nur mit einem Smart Meter kann der eigene Verbrauch zeitgenau erfasst und korrekt zum jeweiligen Stundenpreis abgerechnet werden.
Entscheidend ist, dass Sie Ihren Stromverbrauch aktiv in günstige Stunden verlagern können – idealerweise automatisiert.
Besonders profitieren Haushalte mit Wärmepumpe oder Elektroauto. Diese Geräte sind „große Verbraucher“, lassen sich aber häufig zeitlich steuern (z. B. lädt das E-Auto automatisch nachts oder die Wärmepumpe läuft verstärkt in günstigen Zeitfenstern). Der Vorteil: Sie nutzen gezielt die Phasen, in denen der Strompreis „im Keller“ ist, und können so Ihre monatlichen Kosten spürbar senken.
Sind sie bereits mit einem Smart Meter ausgestattet und können zusätzlich ihren Stromverbrauch gut in die Nebenzeiten, Mittags oder Nachts legen? Dann empfehlen wir einen Spottarif. Zum Beispiel von Oekostrom, Pullstrom oder Verbund
Für wen sind dynamische Tarife eher ungeeignet?
Für die meisten sind dynamische Stromtarife daher nicht die beste Wahl – vor allem dann, wenn Ihr Stromverbrauch überwiegend zu den typischen Spitzenzeiten stattfindet und Sie auf planbare Fixkosten angewiesen sind.
Denn: Wenn Sie kochen, waschen und fernsehen, wenn es die meisten tun – typischerweise zwischen 18:00 und 20:00 Uhr – zahlen Sie bei dynamischen Tarifen die Höchstpreise.
Hinzu kommt: Wenn Sie Ihr Monatsbudget knapp kalkulieren, brauchen Sie Planbarkeit. Dynamische Strompreise schwanken – und damit auch Ihre Rechnung. Steigt der Börsenstrompreis etwa plötzlich stark an (z. B. durch Krisen oder extreme Wetterlagen im Winter), kann sich das massiv auf Ihre Kosten auswirken.
durchblicker Tipp: Klassische Tarife glätten diese Spitzen. Sie zahlen einen stabilen Durchschnittspreis und sind besser vor unangenehmen Überraschungen auf der nächsten Rechnung geschützt.
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Warum lohnt sich ein Tarifvergleich gerade jetzt?
Der Markt hat sich spürbar verändert: Mittlerweile gibt es viele Zwischenlösungen (z. B. Tarife mit Preisgarantie, Mischmodelle oder flexible Laufzeiten) und auch klassische Tarife sind in vielen Fällen wieder deutlich günstiger geworden. Wer einen klassischen Tarif mit hohem Neukundenbonus (Wechselbonus) abschließt und jährlich wechselt, profitiert von den besten Preisen. So kombinieren Sie die Sicherheit eines Fixpreises mit sehr hohen Rabatten im ersten Jahr.
Fazit: Sicherheit vs. Risiko?
Viele Kund:innen lassen sich von niedrigen Cent-Beträgen zu bestimmten Uhrzeiten überzeugen, übersehen dabei aber oft die hohen Durchschnittskosten sowie das Risiko, das mit dynamischen Strompreisen einhergeht.
Sie möchten nicht ständig in die Strompreis-App schauen, bevor sie die Waschmaschine einschalten? Dann fahren Sie mit einem klassischen Tarif deutlich stressfreier und wahrscheinlich auch günstiger.
Fazit: Ein jährlicher Wechsel zu einem günstigen klassischen Anbieter (idealerweise mit Bonus) ist für den Durchschnittshaushalt meist die profitabelste und sicherste Option.
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Stefan Spiegelhofer
Leitung Energie
Stefan hilft Kund:innen dabei, den passenden Energieanbieter zu finden und beim Wechsel richtig zu sparen. Sein Ziel: Klarheit im Tarifdschungel – schnell, einfach und transparent.