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EZB-Leitzinssatz

Der EZB-Leitzins ist jener Zinssatz, zu dem die Europäische Zentralbank Geld an Banken in Europa verleiht bzw. zu dem Banken ihr Geld bei der EZB anlegen können. Er ist ein wichtiges Instrument der EU-Geldpolitik. Indirekt beeinflusst er den EURIBOR, weswegen sich die Kursverläufe der beiden Referenzzinssätze mitunter ähneln. Durch die Beeinflussung des allgemeinen Zinsniveaus über den eigenen Leitzins kann die EZB Einfluss auf Preise und Konjunkturentwicklung nehmen.

Die EZB gibt regelmäßig drei Zinssätze aus. Den Einlagezinssatz (für kurzfristige Geldanlagen bei der EZB), den Hauptrefinanzierungssatz sowie den Spitzenrefinanzierungssatz. Von diesen ist der Hauptrefinanzierungssatz – wie in der nachstehenden Grafik gezeigt – der Wichtigste.

Entwicklung des EZB-Leitzinssatzes

Das schrittweise Absenken der Kreditzinsen über den Leitzinssatz sollte im Zuge der Eurokrise die Konjunktur ankurbeln. Dadurch soll es für Banken attraktiver werden, ihr Geld an Unternehmen und private Haushalte zu verleihen, anstatt es bei der EZB anzulegen. Seit September 2014 ist dieser Zinssatz sogar negativ. Das bedeutet, dass Banken Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie ihr Geld bei der EZB anlegen, anstatt es in Form von Krediten zu verleihen. Aktuell befindet sich der EZB-Leitzins immer noch im negativen Bereich, es wird jedoch damit spekuliert, dass die EZB die Zinsen Mitte 2019 wieder anheben wird. Spekulationen in Bezug auf die Geldpolitik der EU sowie die Prognosen von Referenzzinssätzen sind jedoch stets mit Vorsicht zu genießen.

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